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31. August 2011
Land will Elite-Unis weiter fördern
Baden-Württemberg ist bei der Spitzenforschung der Primus.
STUTTGART (dpa). Auch nach dem Ende der Exzellenzinitiative 2017 will das Land die Elite-Universitäten weiter fördern. Dies kündigte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Am Donnerstag läuft die Frist ab, in der die Hochschulen – unter anderem Freiburg – ihre neuen Förderanträge bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einreichen können.
Die Südwest-Universitäten gehen mit 30 Vorhaben in die Endrunde: 10 Neuanträge und 20 Anträge auf Weiterförderung laufender Projekte. Damit stellen sie unter allen 16 Bundesländern die größte Antragszahl. Tübingen will im dritten Anlauf endlich den Titel "Elite-Uni" erringen – neben Freiburg, Konstanz, Heidelberg und Karlsruhe.
"Die universitäre Spitzenforschung ist für die Lösung der großen Zukunftsfragen der Gesellschaft unverzichtbar", sagte Bauer. "Deshalb wird das Land die Vorhaben der Landesuniversitäten unterstützen – auch nach Auslaufen der Exzellenzinitiative" im Jahr 2017. Wenn alle jetzt gestellten Förderanträge erfolgreich sein sollten, würde neben dem Bund das Land die Projekte mit 40 Millionen Euro jährlich unterstützen. In ähnlicher Größenordnung könnte dann eine Anschlussfinanzierung ausfallen, wenn das Bund-Länder-Programm beendet ist.
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Die Exzellenzinitiative ist ein staatliches Förderprogramm zum Ausbau der Spitzenforschung an Universitäten. Das Prädikat Elite-Universität erhalten Unis, die mindestens ein sogenanntes Exzellenzcluster, eine Graduiertenschule sowie eine schlüssige Gesamtstrategie für den Ausbau ihres Forschungsprofils vorweisen können. Diese Auszeichnung und damit 100 Millionen Euro Fördermittel erhielten bislang neun Universitäten, davon vier im Südwesten. Diese beantragen nun die Weiterförderung ihrer Projekte.
Eine Kommission aus Vertretern der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates der Bundesregierung bewertet die Anträge und gibt Empfehlungen an den Bewilligungsausschuss weiter, dem auch die für Wissenschaft zuständigen Minister des Bundes und der Länder angehören. Der Ausschuss entscheidet am 15. Juni 2012, welche Unis bis Ende 2017 mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro gefördert werden. Die Mittel kommen zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Land.
Autor: dpa
