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30. März 2010 16:35 Uhr

Berufungsverhandlung

Maultaschen-Fall: Mitarbeiterin bekommt Abfindung

In der Berufungsverhandlung um eine fristlose Kündigung wegen des Diebstahls von Maultaschen aus einem Seniorenheim hat das Landesarbeitsgericht einen Kompromiss vermittelt. Die entlassene Mitarbeiterin wird abgefunden.

  1. Der Maultaschen-Fall hat eine Wendung genommen: Die entlassene Mitarbeiterin eines Altenpflegeheims am Bodensee erhält eine Abfindung. Foto: dpa

Die in Freiburg ansässige Kammer des baden-württembergischen Landesarbeitsgerichts (LAG) bewegte die beiden Kontrahenten am Dienstag zu der Einigung. Die 58-Jährige erhält demnach von ihrem bisherigen Arbeitgeber, der Konstanzer Spitalstiftung, 25.000 Euro Abfindung und rückwirkend mehrere Monatslöhne. Dieser Anteil muss noch berechnet werden, beträgt aber maximal 17 500 Euro.

Richter: Diebstahl ja, fristlose Kündigung nein

Die Altenpflegerin, die seit knapp 17 Jahren in dem Seniorenheim beschäftigt war, hatte zugegeben, im April vergangenen Jahres sechs für Bewohner des Seniorenheims bestimmte Maultaschen mitgenommen zu haben. Ihr war deshalb fristlos gekündigt worden.

Es sei "unstrittig", dass es sich bei der Tat um einen Diebstahl gehandelt habe, sagte der Vorsitzende Richter Christoph Tillmanns. Dies alleine rechtfertige im konkreten Fall aber keine fristlose Kündigung. Im Oktober hatte das Arbeitsgericht Radolfzell die Kündigung in erster Instanz für rechtens erklärt.

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Autor: dpa