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09. Februar 2010 10:00 Uhr

Waldschutz

"Mehr Rehe schießen" – fordert der Forstpräsident

Ist der Wald in Gefahr? Landesforstpräsident Max Reger hat die Jäger im Land aufgefordert, mehr Rehe zu schießen. Dabei wurden im vergangenen Jagdjahr mehr erlegt als je zuvor.

  1. Rehe im Schnee. Foto: dpa

FREIBURG. Landesforstpräsident Max Reger hat die Jäger in Baden-Württemberg aufgefordert, mehr Rehe zu schießen, um die Verbissschäden am Wald in Grenzen zu halten. "Sonst können wir die Ziele der naturnahen Waldbewirtschaftung nur mit sehr hohem Aufwand erreichen", erklärte der Spitzenbeamte am Montag bei der Vorstellung eines Gutachtens über Schäden durch Wildtiere an jungen Waldbäumen.

Danach labt sich das Rehwild vor allem an Tannen und Eichen, die "für naturnahe Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels von herausragender Bedeutung" seien. Bei Fichten und Buchen dagegen seien Verbisschäden weiter rückläufig. "Die Rehwildpopulation reagiert auf die besseren Nahrungsgrundlagen.

Mehr Rehe wurden noch nie geschossen

Dies hat seine Ursache vor allem in den großen Flächen mit jungem Waldbestand, die durch die Aufforstungen nach dem Orkan Lothar entstanden sind", sagte Reger. Er plädierte dafür, den Dialog zwischen Waldbesitzern und Jägern zu verbessern.

Im Jagdjahr 2008/09 waren in Baden-Württemberg 160.711 Rehe erlegt worden – ein Rekord. In diesem Jahr sollen es zumindest nicht weniger werden, sagte ein Sprecher des Agrarministeriums. Das Gutachten soll alle drei Jahre dabei helfen, die Zahl der in den nächsten Jahren zu erlegenden Rehe festzustellen.

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Autor: BZ