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20. Februar 2010

NEUER MUNDARTWETTBEWERB: S isch wieder so witt!

Wir suchen neue alemannische Dichtertalente.

Obacht, s isch wieder so witt: Die kreativen Alemanninen und Alemannen werden aufgefordert, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und ihr Alemannisch literarisch aufs Papier zu bringen. Anlässlich des Hebeljahres – der Geburtstag des großen alemannischen Dichters jährt sich dieses Jahr zum 250. Mal – schreibt die Muettersproch-Gsellschaft zusammen mit der Badischen Zeitung und dem Südwestrundfunk, Studio Freiburg, hierzu einen Wettbewerb aus.

Die Muettersproch-Gsellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Alemannisch-Sprecher zu ermuntern, ihre Mundart nicht nur zu sprechen, sondern auch zu schreiben. Eine vitale Mundartszene von Autoren und Liedermachern hat sich so schon seit einiger Zeit etabliert. Allerdings – da ist man sich bei der Muettersproch-Gsellschaft sicher – verbergen sich im Ländle noch weitere unentdeckte Talente, für die ein Mundartwettbewerb vielleicht zum entscheidenden Anlass werden könnte, das zu wecken, was in ihnen schlummert.

Schon der vorige Wettbewerb, der vor fünf Jahren fast 300 Teilnehmer mobilisierte, hat überwältigende Ergebnisse gebracht. Deshalb sind die Initiatoren gespannt, welche "Käpsili" diesmal dabei sind. Mitmachen kann auch bei diesem Wettbewerb jeder, der des Alemannischen mächtig ist und sich zutraut, ein Gedicht oder eine Geschichte in seiner Mundart zu verfassen. Lediglich Autorinnen und Autoren, die bereits Bücher veröffentlicht haben, die nicht im Eigenverlag erschienen sind, müssen zurückstehen und können nicht teilnehmen. Denn im Wettbewerb sollen die eine Chance haben, die noch nicht zu den Profis gehören. Dass es trotzdem auf Qualität ankommt, ist für die Jury, bestehend aus drei Vertretern der Muettersproch-Gsellschaft und jeweils einem Juror von Südwestrundfunk und Badische Zeitung, ein erklärtes Ziel.

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Das Thema lautet "s menschelet". Sowohl in der Sparte Lyrik als auch in Prosa winken jeweils drei Plätze mit den Preisgeldern von 500 Euro für den ersten Platz, 300 für den zweiten und 200 Euro für den dritten Platz. Es ist möglich, entweder nur Prosa oder nur Lyrik oder aber beides einzureichen.

Doch nicht nur Preisgeld ist zu gewinnen. Die prämierten Texte sollen auch der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Der Abdruck in der Badischen Zeitung wird dafür sorgen, und im Südwestrundfunk werden Kostproben gesendet werden. Eine feierliche Preisübergabe soll am 10. Juni 2010 im Foyer des Funkhauses des Südwestrundfunks in Freiburg stattfinden.

Wer mitmachen will, sollte folgendes beherzigen: Die Werke (Gedicht und/oder Geschichte) sollen anonym eingereicht werden. Versehen Sie die Texte deshalb bitte mit einem selbst gewählten Kennwort. Dieses Kennwort steht als einzige Angabe auf dem Umschlag, in dem sich die eingereichten Texte befinden. Dieser Umschlag wiederum wird in einen weiteren Umschlag gesteckt, der mit Absender und Kennwort versehen an eine der untenstehenden Adressen geschickt wird.

Und nun heißt es: Griffel gespitzt, Füller aufgefüllt oder Tastatur in Stellung gebracht! Un denoo? Schriibe, was denn sunscht!

Informationen zum Wettbewerb:

Thema:  "s menschelet"
Textgattung: jeweils ein Werk in der Sparte Lyrik und/oder Prosa
Umfang: nicht mehr als zwei A 4-Seiten, Schriftgröße 12, circa 5000 Zeichen
Eingereichte Werke nur mit Kennwort versehen, zum Absender auf dem Umschlag das Kennwort schreiben

Einsendeschluss: 24. April 2010

Einsenden an:

»Muettersproch-Gsellschaft, Wilhelmstraße 14, 79379 Müllheim
»Badische Zeitung, Postfach 280, 79002 Freiburg
»Südwestrundfunk, Studio Freiburg, Kartäuserstr. 45, 79102 Freiburg

Autor: Friedel Scheer-Nahor