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11. Februar 2012 16:40 Uhr

Bilanz des Papstbesuchs

Papstbesuch in Freiburg doppelt so teuer wie geplant

Der Besuch Papst Benedikts XVI. in Freiburg im September 2011 ist mehr als doppelt so teuer geworden wie zunächst geplant. Er hat das Erzbistum 23,3 Millionen Euro gekostet. Dem standen 1,4 Millionen Euro Einnahmen gegenüber, etwa durch Merchandising wie den Verkauf der "Papstbänke" des Gottesdienstes.

  1. Der Papst im Papamobil bei seinem Besuch in Freiburg. Foto: dpa

Ein kirchlicher Haushaltsentwurf Ende 2010 war von 9,6 Millionen Euro ausgegangen. Einige Monate später war die Schätzung auf elf Millionen Euro korrigiert worden. Als Hauptgrund für die gestiegenen Kosten nennt Domkapitular Peter Birkhofer "sehr hohe Sicherheitsauflagen", wie sie nach dem Love-Parade-Unglück von Duisburg angeordnet wurden. Die Sicherheit der Pilger habe stets oberste Priorität gehabt, so Birkhofer, der den Besuch für das Bistum koordinierte.

Zum Besuch des Papstes am 24. und 25. September waren etwa 150 000 Menschen nach Freiburg gekommen. Die größten Veranstaltungen waren die Fahrt im Papamobil durch die Altstadt mit anschließender Begrüßungszeremonie auf dem Münsterplatz, eine Jugendgebetsfeier mit 30 000 Teilnehmern sowie der Abschlussgottesdienst mit 100 000 Pilgern.

Angesichts des gelungenen "Fests des Glaubens" hätten sich die Ausgaben mehr als gelohnt und seien auch "verhältnismäßig" gewesen, versicherte Birkhofer: "Umgerechnet liegen sie bei elf Euro pro Katholik des Erzbistums oder 130 Euro pro Gottesdienstteilnehmer."

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Der größte Teil entfiel mit 10,9 Millionen Euro auf Bau, Technik und Infrastruktur. So war auf der grünen Wiese des Freiburger Flugplatzes ein aufwendig gestaltetes Gottesdienstgelände entstanden. Allein Planung und Bau der Altarbühne kosteten mehr als eine Million Euro.

Birkhofer sagte, die Mehrkosten könnten wegen einer guten kirchlichen Finanzentwicklung und gestiegenen Kirchensteuereinnahmen vom Erzbistum geschultert werden. Wichtigste Botschaft sei, "dass wegen dieses Ereignisses an keiner anderen Stelle der Rotstift angesetzt werden muss".

Ein Sprecher der Diözese versicherte auf Anfrage, man habe auch nicht vor, auf den Staat oder die Stadt Freiburg mit der Bitte um Beteiligung an den Mehrkosten zuzugehen. Den Einsatz der Polizisten zahlt ohnedies der Staat. Eine genaue Aufstellung dafür gibt es nicht. Die Stadt Freiburg beziffert ihren Aufwand vorläufig mit 300 000 Euro.

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Autor: BZ, ba