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23. Januar 2014 15:51 Uhr

Rheintalbahn

Regierungspräsidentin: "Bahn soll in die Puschen kommen"

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ist sauer auf die Planer der Deutsche Bahn. Sie kritisiert, dass die Bahn das Projekt Rheintaltrasse nicht schnell genug voranbringe.

  1. Bärbel Schäfer kritisiert die Bahn, weil es bei der Rheintaltrasse nicht vorangeht. Foto: Heidi Foessel

Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat sich verärgert darüber gezeigt, dass es bei der neuen Rheintaltrasse keine erkennbaren Fortschritte gibt. Sie machte dafür vor Journalisten in Freiburg am Mittwochabend schleppende Planungen bei der Deutschen Bahn verantwortlich. "Die Bahn kommt nicht rüber mit ihren Anträgen", kritisierte Schäfer, "wir müssen aber irgendwann mal anfangen." Sie rief den Bund als Bahneigentümer auf, Druck auf das Unternehmen auszuüben.

RP steht Gewehr bei Fuß

Die grünen-nahe Spitzenbeamtin bezog sich insbesondere auf die Güterumfahrung Freiburg, aber auch auf einen Abschnitt im Markgräflerland ("Bürgertrasse"). Bund und Land hätten nach ihrer Darstellung dort jeweils ihre Hausgaben gemacht und ausgehandelte Zuschüsse bereitgestellt, 84 Millionen Euro für die Güterumfahrung und 250 Millionen Euro für die Bürgertrasse. Einzig bei letzterem Abschnitt konzediert Schäfer einen hohen logistischen Planungsaufwand der Bahn für die Tieflage der Trasse und die großen Mengen des zu erwartenden Erdaushubs. Im Raum Freiburg aber könne "sofort begonnen werden: Wir stehen Gewehr bei Fuß. Man muss jetzt mal in die Puschen kommen."

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Interne Probleme bei der Bahn

Auf Nachfragen diagnostizierte Schäfer "interne Probleme" bei der Bahn als wahrscheinliche Ursache des Problems. Es sei dort in für die Rheintalbahn zuständigen Abteilungen zu häufigen Personalwechseln gekommen. Ein Manko sei bei dem Staatskonzern auch, dass sich Töchter wie die DB Projektbau "nicht in der politischen Verantwortung" für das Gelingen eines solchen Großprojekts sähen.

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Autor: Stefan Hupka