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29. Oktober 2012 16:45 Uhr

Rundfunk

SWR will bei Orchesterfusion auf Kündigungen verzichten

Der Sender SWR will bei der geplanten Fusion seiner Orchester in Stuttgart und Freiburg auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Er setzt vielmehr auf altersbedingte Abgänge.

  1. Sinfonieorchester des SWR. Foto: dpa

Dies bekräftige Sprecher Wolfgang Utz am Montag in Stuttgart in einer Reaktion auf entsprechende Forderungen der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). Geplant sei weiterhin, dass sich die Rundfunkorchester durch altersbedingte Abgänge verkleinern.

Utz hält es jedoch auch für denkbar, dass der eine oder andere Musiker von sich aus geht – etwa wenn ihm der neue Standort des fusionierten Orchesters nicht gefällt. Über den neuen Sitz wird derzeit noch beraten; in der engeren Wahl sind die bisherigen Standorte Freiburg und Stuttgart.

Orchestervereinigung fordert Tarifvertrag

Bislang beschäftigt der SWR im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und im Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg zusammen etwa 210 Musiker. Ihre Zahl soll ab 2016, dem Jahr der Fusion, auf etwa 120 abgeschmolzen werden. Bis dahin werde jeder Musiker, der ausscheidet, ersetzt, sagte Utz. "Allerdings erhalten die Neuzugänge nur Zeitverträge." Der Sender rechnet damit, dass spätestens bis 2025 so viele Musiker ausgeschieden sind, dass das fusionierte Orchester die angepeilte Stärke erreicht hat.

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Die , die sich mehrfach gegen eine Fusion ausgesprochen hatte, forderte den Sender nun auf, einen Tarifvertrag abzuschließen, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Dies sei die Voraussetzung für die Musiker, sich an dem Fusionsprozess zu beteiligen, sagte DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. Ohne diese Sicherheit könne er sich nicht vorstellen, "dass sich die Mitglieder der zur Fusionierung anstehenden Orchester in irgendeiner Art und Weise konstruktiv in den Diskussionsprozess um die Zukunft einbringen werden".

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Autor: dpa