Uni Freiburg engagiert sich in Afrika

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Sa, 21. Oktober 2017

Südwest

Forschungskolleg in Ghana.

FREIBURG (amp). Die Universität Freiburg richtet künftig ihr Augenmerk verstärkt auf Afrika. Denn ihr Forschungskolleg Frias (Freiburg Institute for Advanced Studies) und das Arnold-Bergstraesser-Institut werden federführend in Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Staats Ghana, ein Merian-Zentrum aufbauen. Die Bundesrepublik Deutschland gibt dafür, einen erfolgreichen Verlauf des Projekts vorausgesetzt, in den kommenden zwölf Jahren bis zu insgesamt 18 Millionen Euro.

Freiburg wird damit Ziel zahlreicher afrikanischer Gastwissenschaftler; die Universität plant entsprechend ein neues Zentrum für Afrika-Studien. Sie will zudem die Kooperation mit der Universität Basel in der Forschung in und mit Afrika deutlich verstärken – als weiterer Baustein für den "European Campus", den Verbund der Universitäten am Oberrhein, wie die Universität erklärt.

Merian-Zentren sind Forschungskollegs, deren Ziel es ist, die Geistes- und Sozialwissenschaften zu internationalisieren. Bei dem Projekt in Ghana liegt der Schwerpunkt auf nachhaltiger Regierungsführung, wobei es um Demokratie, Management von Konflikten und den Zusammenhang von Umweltpolitik und gesellschaftlicher Entwicklung gehen soll. Die deutschen Partner, zu denen auch die Universität Konstanz gehört, setzen auf eine langfristige Kooperation mit Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlern aus Afrika, um so auch deren Forschungsarbeit sichtbarer zu machen. Frias wird seine Erfahrungen in der Organisation eines Forschungskollegs einbringen, und das Bergstraesser-Institut ist durch seine Forschungen mit Politik, Kultur und Wissenschaft in Afrika vertraut.