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19. Juli 2012 14:58 Uhr
Stuttgart
Südwest: Grün-Rot will das Waffenrecht verschärfen
Nach Gewalttaten mit Schusswaffen geraten immer wieder Sportschützen und Jäger in Erklärungsnot. Grüne und SPD wollen weniger großkalibrige Waffen in Privathaushalten. Doch wo sollen die dann aufbewahrt werden?
Zwei Wochen nach der Karlsruher Bluttat mit fünf Toten ist im Landtag eine leidenschaftliche Debatte über eine weitere Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. Die grün-rote Koalition sprach sich für ein ganzes Bündel an Maßnahmen aus, um den Zugang zu Waffen weiter zu erschweren. CDU und FDP warnten davor, reflexhaft schärfere Gesetze zu fordern.
Innenminister Reinhold Gall (SPD) sagte am Donnerstag im Parlament: "Ziel muss es sein, weniger Waffen zu haben." Der SPD-Innenexperte Nikolaos Sakellariou forderte: "Wir müssen Großkaliberwaffen in Privathand verbieten." Der Grüne Uli Sckerl will nicht länger hinnehmen, dass Waffen in Privatwohnungen gelagert werden. Grün-Rot will die Kontrollen verstärken und sich im Bund dafür einsetzen, dass das Waffengesetz verschärft wird.
Der FDP-Abgeordnete Ulrich Goll warf der Koalition vor, sie folge nur Rattenfängermelodien und wolle Beruhigungspillen an ihre Klientel verteilen. Zwar sei die emotionale Reaktion auf Gewalttaten verständlich. Aber: "Man muss den Verstand weiter einschalten", sagte der ehemalige Justizminister. "Wir wollen den konsequenten Vollzug bestehender Gesetze." Goll sprach sich dagegen aus, Waffen künftig zentral zu lagern. "Denn dann müsste man ja Festungen aus den Schützenhäusern machen." Die Gefahr, dass diese Lager ausgeraubt würden, sei einfach zu groß.
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Uli Sckerl hielt Goll entgegen: "Sie pfeifen das Lied der Waffenlobby - und zwar schon ziemlich lange." Der Liberale wies dies als "üble Unterstellung" zurück. Er habe nicht den "leisesten Kontakt" zu Waffenherstellern in Baden-Württemberg. Die Grünen hätten ein gestörtes Verhältnis zu Arbeitsplätzen in unserem Land. Die Pläne der Koalition bedeuteten eine weitere Diskriminierung von Jägern und Schützen.
Der Grünen-Innenexperte versicherte: "Es gibt keine Pauschalverdächtigungen gegen Sportschützen und Jäger." Die Koalition wolle keine Totalverbote von Waffen. "Wir wollen niemandem seinen Sport oder sein Hobby vermiesen." Allerdings vermisse er eine gewisse Dialogfähigkeit der Vereine. Er plädierte dafür, die Eignung von privaten Waffenbesitzern besser zu prüfen und die Erlaubnis zu befristen.
Nikolaos Sakellariou sagte: "Wir haben in Baden-Württemberg 30-mal mehr Waffen in privater Hand als bei der Polizei. Das ist ein Problem, das wir lösen müssen." Mit diesen Waffen könnten Wände durchschossen werden, was auch eine Bedrohung für die Polizei darstelle. Goll sagte dazu, auch mit kleinkalibrigen Waffen könne man Wände durchschießen.
Minister Gall warb dafür, dass private Waffenbesitzer einige ihrer Pistolen und Gewehre abgeben. Es gebe in Baden-Württemberg 150.000 Besitzer und rund 700.000 Waffen. "Ich bin der Auffassung, jede Möglichkeit, die zum Erfolg hat, dass weniger Waffen vorhanden sind, bedeutet ein Stück weit mehr Sicherheit." Er brachte eine neue Waffenamnestie ins Gespräch, wie sie es schon mal nach dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen gegeben hatte. Diese habe unter anderem dazu geführt, dass es im Südwesten 53 000 weniger Waffen gebe. Außerdem sei er dafür, dass geerbte Waffen und Munition nicht mehr benutzt werden dürften.
- Debatte ums Waffenrecht: Grausige Gunst der Stunde (Kommentar)
- Bluttat in Karlsruhe: Fünf Tote bei Zwangsräumung – Opfer "regelrecht hingerichtet"
Autor: dpa
98 Kommentare
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Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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19. Juli 2012 - 15:22 Uhr
Der sicher sehr traurige Fall in Karlsruhe wird hier von den Grünen und der SPD regelrecht instrumentiert.
Dabei würden alle Vorschläge von Rot/Grün ins Leere laufen, der Täter hatte die Waffen quasi am deutschen Waffengesetz vorbei in seiner Alten Heimat Frankreich (zum Teil auch dort illegal!) erworben und diese nach Deutschland eingeschmuggelt.
Der daraus abgeleitete Generalverdacht gegen Jäger und Sportschützen kann nur als unanständig bezeichnet werden und ist vorrangig Wahlkamphilfe für Bündnis90/die Grünen, denn dieser Partei ist seit dem Atomausstieg das letzte Alleinstellungsmerkmal "abhanden gekommen".
Beste Grüsse,
Norbert Wagen -
Jürgen Arnemann
Registriert seit: 05.11.2009
Kommentare: 335
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19. Juli 2012 - 15:29 Uhr
Typisch Gutmenschen Probleme von der falschen Seite anzugehen.
Es ist hilfreicher das Warum zu lösen und nicht das Womit.
Populistische Parolen unter die gehorsamen Bürger zu streuen
ist nicht die Lösung, sondern nur politischer Geltungsdrang. -
Michael Basket
Registriert seit: 30.07.2009
Kommentare: 1208
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19. Juli 2012 - 15:32 Uhr
In Winnenden waren die Tatwaffen auch legal im Haushalt..... Warum muss man eigentlich seine Waffen aus dem Verein zu Hause lagern? waffentresore in Vereinen sollten Pflicht werden, so kann sich der sportler daheim auch den Platz sparen.. Ausserdem sollten Waffenscheine einfach nur noch die Sportschützen besitzen dürfen, die auch AKTIV sind. Nicht auch der, welcher mal irgentwann aktiv WAR. Aber mit der Meinung werde ich jetzt wohl wieder einigen auf den Schlips treten.... Ist mir aber Wurscht!
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Egon Mayer
Registriert seit: 30.06.2010
Kommentare: 1485
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19. Juli 2012 - 15:39 Uhr
@Michael Basket
"waffentresore in Vereinen sollten Pflicht werden,[...]"
Sehr gute Idee! Dann brauche ich nur in EIN Gebäude einbrechen, um mir einen ganzen Lastwagen voll Waffen zu klauen und muss nicht mühsam jeden einzelnen Waffenbesitzer ausfindig machen.
"Ausserdem sollten Waffenscheine einfach nur noch die Sportschützen besitzen dürfen, die auch AKTIV sind."
Ist das nicht sowieso schon der Fall? Wenn ich nicht mehr aktiv bin, muss ich meine Waffen abgeben? Da hatte doch mal jemand was bei dem Artikel zu dem Amoklauf in Lörrach geschrieben...
Man könnte das ganze Problem sehr elegant lösen, wenn man einfach die Munition unter Verschluß hält. Jeder Waffenbesitzer bekommt nur so viel Munition ausgehändigt, wie er für Sport- oder Jagdzwecke benötigt. Und muss gegebenfalls einen lückenlosen Nachweis führen, wie viele Patronen abgeschossen wurden. Und die abgeschossenen Hülsen abgeben, vorher gibts keine neuen.
Wird es nicht so bei der Bundeswehr gehandhabt? -
Manfred Motlini
Registriert seit: 14.06.2011
Kommentare: 73
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19. Juli 2012 - 15:54 Uhr
@Herr Basket
Volle Zustimmung!
@Herr Arnemann
Typisch Doofmensch, den Zusammenhang zwischen Waffen und Amokläufen wegzuhinterfragen. Klar macht es keinen Sinn, die Anzahl Küchenmesser verringern zu wollen, aber wieso nicht Schusswaffen? Die gehören nicht in den Haushalt, oder schießen Sie ab und zu auf den Fernseher wenn Ihnen das Programm nicht gefällt?
Mit Generalverdacht hat das nichts zu tun, ich glaube nicht, dass Sportschützen unter Amokläufern überproportional vertreten sind. Aber wo weniger Waffen sind, ist es weniger gefährlich - die Gleichung stimmt nunmal! -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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19. Juli 2012 - 16:34 Uhr
@Manfred Motlini
"Aber wo weniger Waffen sind, ist es weniger gefährlich - die Gleichung stimmt nunmal!"
Diese Aussage darf ebenfalls getrost hinterfragt werden!
In der Schweiz ist die Waffendichte wesentlich höher, in Österreich bekommt jeder volljährige Bürger ohne Vorstrafe zwei Faustfeuerwaffen zur Selbstverteidigung (die Behörden MÜSSEN genehmigen!) die dann auch schussbereit aufbewahrt werden dürfen.
Ist es in der Schweiz oder in Österreich unsicherer als bei uns?
Zudem ist es so dass in Deutschland rund 70% aller Schusswaffen der behördlichen Kontrolle entzogen sind (illegal und nicht registriert), in Summe etwa 30 Millionen.
Somit hat statistisch gesehen jeder ZWEITE Haushalt eine Schusswaffe zuhause von der niemand weiss. Allein diese Tatsache wiederlegt Ihre Annahme gründlich. -
Martin Burster
Registriert seit: 31.01.2010
Kommentare: 1358
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19. Juli 2012 - 16:40 Uhr
An die Kommentarschreiber der Waffenlobby hier eine einfache Frage: Wenn in Deutschland das Waffenrecht ausreichend ist und kein Handlungsbedarf von Seiten der Politik besteht, wie waren dann Winnenden und die anderen Amokläufe an Schulen möglich?
Ich bin für ein striktes Waffenrecht. Handfeuerwaffen und alles was darüber hinaus geht gehört nur in die Hände staatlicher Justizorgane. -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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19. Juli 2012 - 16:44 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Matthias Beyer
Registriert seit: 17.03.2012
Kommentare: 99
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19. Juli 2012 - 16:45 Uhr
2 Sachen:
1) Interessant wie die Waffen-Liebhaber, -Lobbyisten etc. sich gleich rechtfertigen und versuchen zu besänftigen. Solch eine Reaktion kommt nicht von ungefähr.
2) Komisch nur, dass bei den meisten Attentaten eine direkt Verbindung zu Waffenlagerungen im eigenen Haus (weil Jäger oder Sportschütze) festgestellt werden konnte.
Dabei spielt es keine Rolle ob legal oder geprüft. Mir ist kein Fall bekannt, indem ein Mensch der keinen niederschwelligen Zugang zu Waffen hatte (Sportschütze etc.) mit Waffen in dem Ausmaß um sich bzw. auf andere Menschen (!) geschossen hat.
Ich bin für ein verschärftes Waffenrecht. Außerdem finde ich es richtig, dass der Sportschütze für die Kontrollen welcher Art auch immer aufkommen muss. -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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19. Juli 2012 - 16:55 Uhr
@Martin Burster
"wie waren dann Winnenden und die anderen Amokläufe an Schulen möglich?"
Winnenden und die anderen Amokläufe, die wären dann wahrscheinlich:
- Erfurt, hier hat der Täter intensiv Vorarbeit betrieben, bis zur Urkundenfälschung um an die Waffen zu gelangen, die Behörden haben dies tatenlos verfolgt anstatt hier nachzufassen
- Emsdetten, hier hat der Täter seine Schusswaffe illegal erworben und das Schwarzpulver (immerhin Sprengstoff) für die (freien) Vorderlader selbst hergestellt
- Eching (2002), hier hat der Täter die Waffen illegal auf dem Schwarzmarkt erworben und Rohrbomben selbst gebaut
- Bottropp (2011), hier hat der Täter die Waffen illegal auf dem Schwarzmarkt erworben
- Memmingen (bei dem niemand verletzt wurde, gottseidank), hier hat der Täter zunächst einen Einbruchdiebstahl begehen müssen.
Gerade Erfurt und Winnenden ist gemein dass beide Täter ausgegrenzt wurden, gemobbt, bar jeder Lebensperspektive.
Die Frage muss vielmehr lauten, was erreichen Sie mit Waffenverboten?
Wie sollen Waffenverbote wirksam sein wenn die Täter teilweise jahrelang im Voraus agieren um zur Tat zu kommen?
Legalwaffen machen korrekt betrachtet nur einen Bruchteil der Tatwerkzeuge aus! -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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19. Juli 2012 - 17:04 Uhr
@Matthias Beyer
"1) Interessant wie die Waffen-Liebhaber, -Lobbyisten etc. sich gleich rechtfertigen und versuchen zu besänftigen. Solch eine Reaktion kommt nicht von ungefähr."
- Stimmt, denn wir werden seit Jahrzehnten systematisch diskriminiert, im vorliegenden Fall werden sogar nachweislich illegal beschaffte Tatwerkzeuge verwendet um Gesetze zu erlassen die massiv in unsere Grundrechte eingreifen, bis hin zur Enteignung.
"2) Komisch nur, dass bei den meisten Attentaten eine direkt Verbindung zu Waffenlagerungen im eigenen Haus (weil Jäger oder Sportschütze) festgestellt werden konnte.
Dabei spielt es keine Rolle ob legal oder geprüft. Mir ist kein Fall bekannt, indem ein Mensch der keinen niederschwelligen Zugang zu Waffen hatte (Sportschütze etc.) mit Waffen in dem Ausmaß um sich bzw. auf andere Menschen (!) geschossen hat. "
- Auch hier, die Medienberichterstattung verdeckt mehr als sie zeigt.
Der Attentäter von Lüttich z.B. war nie auch nur ansatzweise im Sportschützenumfeld tätig, trotzdem hat er 122 Menschen verletzt und 5 getötet. Auch der Täter von Emsdetten hat keine Anknüpfungspunkte zum Schiessport.
Ausserdem klammern Sie Bottropp, Emsdetten, Eching, etc. blindlings aus. -
Manfred Motlini
Registriert seit: 14.06.2011
Kommentare: 73
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19. Juli 2012 - 17:17 Uhr
"Es ist der Mensch - nicht die Waffe oder das Gesetz."
Der Spruch musste ja kommen. Dann brauchen wir auch kein Tempolimit, keine Straßenverkehrsordnung, keine Ökosteuer, keine Tabaksteuer, kein Rauchverbot... und jeder macht was er will. Super Philosophie.
@ Herr Wagen:
Sie können den Satz: "Wo Waffen sind, ist es gefährlicher." auf Länder, Städte, Planeten oder Wohnzimmer beziehen - er stimmt immer.
Munition vorausgesetzt ;-) -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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19. Juli 2012 - 17:25 Uhr
@Manfred Motlini
"Sie können den Satz: "Wo Waffen sind, ist es gefährlicher." auf Länder, Städte, Planeten oder Wohnzimmer beziehen - er stimmt immer."
Eben nicht :-)!
Ich habe meine antwort mit Argumenten hinterlegt, Sie leider nicht, eine pure Behauptung also! -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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19. Juli 2012 - 17:34 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag] -
Florian Engels
Registriert seit: 22.12.2009
Kommentare: 288
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19. Juli 2012 - 18:05 Uhr
Absolut dämlich Waffen zentral in Schützhäusern zu lagern.Da werden Kriminelle reiche Beute machen, einfach mal nachts in ein (meistens abgelegenes) Schützenhaus eingebrochen , und schon hast Du ein mega-Waffenarsenal.
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Gelöschter Nutzer #793088
Registriert seit: 16.11.2009
Kommentare: 562
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19. Juli 2012 - 18:35 Uhr
"Stimmt, denn wir werden seit Jahrzehnten systematisch diskriminiert, im vorliegenden Fall werden sogar nachweislich illegal beschaffte Tatwerkzeuge verwendet um Gesetze zu erlassen die massiv in unsere Grundrechte eingreifen, bis hin zur Enteignung. "
Das ist jetzt ein schlechter Scherz, oder?
Denn dass man mit den entsprechenden Vereinen nicht reden kann, weil die das nicht wollen hat Herr Gall schon richtig ausgedückt. -
Jonathan Weber
Registriert seit: 01.03.2010
Kommentare: 1086
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19. Juli 2012 - 19:01 Uhr
Bei diesem Thema sind natürlich die Waffennnarren wieder vollständig am Start.
Wieviele Sportschützen müssen denn noch zu Mordschützen werden, bis diese Leute Einsicht zeigen? -
Eric Fricke
Registriert seit: 18.08.2009
Kommentare: 28
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19. Juli 2012 - 19:17 Uhr
1. Es ist geradezu lachhaft, über eine Verschärfung des Waffengesetzes zu sprechen aufgrund einer Straftat, die mit illegal erworbenen Waffen verübt worden ist. Das war bisher verboten und soll also nach Meinung einiger Foristen noch verbotener werden?
2. Deutschland hat eines der strengsten Waffengesetze weltweit. Deshalb bekommen hierzulande Jäger und Sportschützen entgegen landläufiger Meinung auch keinen Waffenschein. Der würde nämlich zum Führen einer Waffe berechtigen. Und dies erlaubt zu bekommen, ist für den Normalbürger kaum möglich.
3. Würde ein Verbot von Schusswaffen in Privathaushalten auch das Verbot beinhalten, dass Polizeibeamte ihre Dienstwaffen nicht mehr zu Hause aufbewahren dürfen? Auch für Polizisten gilt daheim die Aufbewahrungspflicht im Tresor – ob das indes kontrolliert wird: Keine Ahnung. Möglicherweise wird davon ausgegangen, dass mit Dienstwaffen keine Straftaten begangen werden.
4. Der Umgang mit einer Waffe muss gelernt sein. Bis dato scheint es aber nicht zu interessieren, dass bis vor gar nicht langer Zeit jeder erwachsene Deutsche dazu verpflichtet war, den Umgang mit einer Schusswaffe zu erlernen, und zwar mit der Intention, andere Menschen damit zu töten.
5. Möglicherweise wäre es umsetzbar, Sportwaffen zentral zu lagern. Aber wo wäre der Nutzen? Zum einen hat man damit – in der Regel sehr abgelegene – Waffenarsenale, zum anderen wäre der Sicherheitseffekt in Bezug auf potenzielle Straftäter im Schützenverein quasi Null. Es sei denn, ein Schütze darf seine Waffen nur noch in Polizeibegleitung zum Büchsenmacher bringen.
6. Wie sollte eine zentrale Lagerung bei Jägern aussehen? Jedes Polizeirevier auf dem Land bekommt einen großen Anbau zur Waffenlagerung, wo es die Möglichkeit gibt, die Waffe rund um die Uhr zur Jagd abzuholen? Einschließlich Sonderschichten, wenn am 1. Mai zwei Dutzend Jäger morgens um drei vor dem Revier Schlange stehen? Wer übernimmt die Verantwortung, wenn falsche Munition ausgegeben wird? Wer bezahlt Schäden an der Waffe, die bei der Lagerung auftreten? Und die Munition, soll die, wie oben vorgeschlagen, abgezählt ausgegeben werden? Und anschließendes Abzählen der Patronenhülsen – die aber möglicherweise unauffindbar in der Brombeerhecke unter dem Hochsitz liegen? Und dann? – "Sie sind verhaftet wegen Munitionsunterschlagung"?
7. Es gibt keine absolute Sicherheit. Natürlich kann man alles verbieten, von dem eine Gefährdung ausgehen mag. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in Ländern wie Nordkorea nachts unbehelligt durch dunkle Viertel laufen kann. Von Deutschland in den Jahren 1933 bis 1945 erzählte man sich das auch. Die Frage ist, ob man auf diese Art von Sicherheit wirklich erpicht ist. Es gibt Autofahrer, die illegale Rennen veranstalten, bei denen Unbeteiligte zu Tode kommen. Man kann dies vermeiden, indem man allen das Autofahren verbietet. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir das Risiko eingehen, durch einen Raser zu Tode zu kommen – ein ungleich höheres Risiko übrigens, als durch eine Schusswaffe getötet zu werden. Das sage ich jetzt mal als Langstreckenfahrer, der keine Schusswaffe besitzt (um Spekulationen vorzubeugen). Ich sage nur: Diskrepanz von Risiko und Risikowahrnehmung.
8. Beim obigen Fall handelte es sich, wie erwähnt, um illegale Waffen. Da dies aber gerne ignoriert wird und Amokläufe von Schülern aufs Tapet gebracht werden: Sollten wir uns nicht mal allmählich fragen, was da schief läuft? Egal ob Schusswaffe oder Brotmesser – was bringt einen jungen Menschen dazu, andere umzubringen? Bis in die Dreißigerjahre konnte man Schusswaffen in Deutschland praktisch frei erwerben – wie viele Amokläufe gab es da? Ab 1933 war der Besitz von Schusswaffen streng reglementiert (jedenfalls im Privatbesitz) – hatten wir da ein friedliches Land? Nach 1945 lagen Waffen und Munition jeglicher Art in der Gegend herum. Amokläufe? Was für Amokläufe? Bis in die Siebzigerjahre waren verschiedene Schusswaffen noch per Versandhandel zu erwerben. Amokläufe? Nach 1990 kursierten in Deutschlands Osten Kalashnikows samt Munition: Wie viele Amokläufe wurden damit begangen? Sollte man nicht besser fragen: Was ist mit diesen jungen Menschen passiert, dass sie so etwas tun? Oder – freilich viel unbequemer – was tun wir mit ihnen, dass so etwas geschehen kann?
Bloß nicht zu viel nachdenken – lieber betreibt man Sportschützen- und Jägerbashing. Sonst könnte einem am Ende noch dämmern, dass jeder von uns Teil der Antwort ist... -
Manuel Rosenthal-Schöpflin
Registriert seit: 13.07.2010
Kommentare: 1829
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19. Juli 2012 - 20:18 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Florian Engels
Registriert seit: 22.12.2009
Kommentare: 288
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19. Juli 2012 - 20:26 Uhr
Nur zur Info-Es sind schon Amokläufe mit Autos begangen worden, und zwar nicht erst einmal.Wie oft sind schon Leute gezielt in Menschenmengen gerast.Also alle Autos verbieten ? Und wenn man alle Schusswaffen eingesammelt hat , wird es trotzdem Amokläufe geben.Weil es immer wieder Wahnsinnige geben wird, die einen Weg finden, darum.
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Florian Engels
Registriert seit: 22.12.2009
Kommentare: 288
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19. Juli 2012 - 20:35 Uhr
Hier noch eine Sammlung mit Auto-Amokfahrten:
http://www.focus.de/panorama/welt/amokfahrt-in-basel-psychisch-kranker-autofahrer-rast-menschen-nieder_aid_723757.html
http://www.shortnews.de/id/570002/Kassel-35-Jahriger-fuhr-mit-seinem-Auto-Amok-Erst-durch-Schusse-gestoppt
http://www.shortnews.de/id/937117/Baden-Wurttemberg-Neonazi-rast-mit-Auto-in-Menschenmenge
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/panorama/Tote-bei-Feiertag-in-Apeldoorn-article81124.html -
Jens Müller-Storz
Registriert seit: 04.07.2011
Kommentare: 633
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19. Juli 2012 - 20:41 Uhr
Warum schießt man nicht mit Laser Pistolen? Ist das nicht männlich genug? Kein Privathaushalt braucht eine Waffe!
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Christian Stahl
Registriert seit: 08.07.2010
Kommentare: 12
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19. Juli 2012 - 21:28 Uhr
@Jens Müller-Storz
Sehen Sie sich bitte folgendes Video an. Dort wird Ihre Frage zum Thema Laser-Waffen ausreichend beantwortet:
ca bei 1:17:00 und 1:30:00
http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?&action=search&contentArea=common&instance=m187&ids=39118557
Haben Sie eigentlich die Mordwaffe Nr.1 aus Ihrem Haushalt verbannt? Die Nr.1 ist nämlich immernoch unangefochten das Messer. -
Jens Müller-Storz
Registriert seit: 04.07.2011
Kommentare: 633
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19. Juli 2012 - 22:19 Uhr
Ein "Sport" (Den sportlichen Aspekt suche ich noch), der mit Geräten ausgeübt wird, die Töten implizieren, ist in meinen Augen fragwürdig. Da Laserwaffen derart ungenau sind, kann man halt kein Distanzschiessen mehr veranstalten. Wie sieht es denn mit Simulationsgeräten aus? Finden sie da auch etwas gegen? Wieviele Schusswaffen sind einfach nur unbenutzt da in privaten Haushalten?
Die Frage mit den Messern ignoriere ich geflissentlich. Mein Hauptmesser ist ein Konditormesser von Dick und als Stichwaffe eher ungeeignet. Ich halte es für einen Denkansatz, den "Schiesssport" zu überdenken. Komplett weg von Tötungsfähigen Waffen, regelmäßige Begutachtung von Waffenbesitzern, ob die eingetragenen Waffen a.) existieren und b.) noch benutzt werden. Wenn b.) = Nein, Entzug der Waffen oder Frist zur Veräusserung.
Nun ran, liebe Waffenfans! -
Michael Riedle
Registriert seit: 17.07.2011
Kommentare: 582
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19. Juli 2012 - 23:14 Uhr
Zum Glück darf hier nur mit Worten geschossen werden... und damit meine ich nun beide Seiten.....
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Gaby Seehaus
Registriert seit: 19.11.2011
Kommentare: 39
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20. Juli 2012 - 02:31 Uhr
Erschreckend - diese Kommentare!!! Steinzeitdenken - einzige Lichtblicke: Hr. Weber, Hr. Burster + besonders Hr. Müller-Storz: KEIN PRIVATHAUSHALT BRAUCHT EINE WAFFE!!!
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Norbert Lehmann
Registriert seit: 29.01.2010
Kommentare: 3
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20. Juli 2012 - 02:36 Uhr
In " Erklärungsnot " geraten legale Waffenbesitzer bestimmt nicht....
Warum auch, schließlich sind sie für Gewalttaten die andere Menschen verüben welche zufällig die selben Gegenstände besitzen in keinster Weise verantwortlich.
In Erklärungsnot könnten aber leicht die linksgrünen Menschheitserzieher geraten, wenn man sie denn mal fragen würde, was eigentlich die permanente Kriminalisierung und Diffamierung der Legalwaffenbesitzer in Deutschland angesichts extrem weniger, aber medial maßlos aufgebauschter Gewalttaten soll.
Man könnte glatt glauben, außer durch legale Waffenbesitzer würde in diesem Lande keine einzige Gewalttat verübt werden, angesichts dessen wie jede einzelne der wenigen Gewalttaten tagelang in den Medien an erster Stelle steht.
Die fünf...zehn.....zwanzig Fälle pro Woche wo jemand erstochen, erschlagen erwürgt oder sonstwie von einem friedliebenden ( weil nicht legal bewaffneten ) Bürger umgebracht wird verschwinden nach spätestens zwei Tagen wieder aus den Medien.
Aber wehe, ein Verbrecher hat vielleicht vor 15 jahren in einem Schießspotverein auch nur drei Wochen Luftgewehr geschossen, oder besitzt womöglich legal eine Kleinkaliberpistole.
Dann bricht ein politisch-medialer Sturm von Empörungsgeschrei und Verbotsforderungen los.
Was für eine Heuchelei..... -
Christian Stahl
Registriert seit: 08.07.2010
Kommentare: 12
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20. Juli 2012 - 05:46 Uhr
@Jens Müller-Storz
Anscheinend haben Sie keine Ahnung vom bestehenden Waffengesetz. Deshalb ein kleiner Crashkurs.
Es findet seitens der Behörde alle 3 Jahre eine Regelüberprüfung statt. Dabei wird nicht nur die Zuverlässigkeit durch den Bundeszentralregisterauszug (nicht einfach ein Führungszeugnis) überprüft, sondern eben auch das Bedürfnis. Wenn ich nun drei Jahre lang auf der Couch sitzen würde und keine Eintragungen in meinem Schiessbuch hätte, würde die Behörde zu mir sagen: Sie schiessen nicht mehr aktiv und haben deshalb kein Bedürfnis mehr. Bitte geben sie ihre Waffen ab.
Gleiches gilt bei begehen von Straftaten und in bestimmten Fällen sogar bei Ordnungswidrigkeiten. Da können mir meine Waffen, z.B. durch zu oftes falsches parken, für fünf Jahre entzogen werden.
Informieren Sie sich bitte über ein Thema, bevor Sie hier Forderungen stellen, die schon längst erfüllt wurden.
Zum Thema Simulationen sage ich nur soviel. Warum veranstalten wir Motorsport nicht nur am Computer? Warum spielen wir nicht auschliesslich Tischfussball? usw. usw.
Es macht auch den Reiz beim schiessen aus die äusseren Bedingungen, sprich die gesamte Ballistik mit einzubeziehen. Diesen Reiz habe ich beim Licht-Schiessen nicht.
BTW: Wann ist für Sie persönlich etwas ein Sport? Vielleicht wenn man mit schwitzen anfängt? Wenn ja, kommen Sie Ende August mit zur DM und schiessen mit mir parallel mein Programm. Ich wette Sie werden ins schwitzen kommen und wenn Sie am Ende des Tages noch ein Wasserglas ruhig halten können, wäre ich sehr beeindruckt. -
Gelöschter Nutzer #782481
Registriert seit: 08.08.2009
Kommentare: 1605
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20. Juli 2012 - 06:30 Uhr
Grundsätzlich habe ich kein Problem mit dem Schiesssport, sofern die ausübenden Personen die geltenden gesetzlichen Regelungen einhalten und als "charakterlich geeignet zum Führen einer Waffe" bezeichnet werden können.
Knackpunkt sind jene, bei denen man diese "charakterliche Eignung" hinterfragen kann. Und damit meine ich jetzt nicht Amokläufer, sondern auch jene, die ihre Waffe nicht als Sportgerät, sondern als einen begehrenswerten Fetisch sehen.
Als Aussenstehende können wir den Unterschied zwischen Sport und Fetisch nicht beurteilen, so dass hier eigentlich die verantwortungsvollen Sportschützen in der Pflicht stehen, entsprechende Kollegen/Innen kritisch zu hinterfragen (so wie z.B. Herr Schlatter).
Am fehlenden Verständnis für den Schiesssport trägt sicherlich auch das Verhalten der Vereine und natürlich deren sicherheitsbedingte Auslagerung in städtische Randzonen bei. Frei nach dem Prinzip "Wer sich so versteckt, der führt sicherlich böses im Schilde".
Ein offensiveres und freundlicheres Auftreten bzw. eine bessere Öffentlichkeitsarbeit würde hier sicherlich auch schon helfen, um die einen oder anderen Ängste von Aussenstehenden abzubauen.
So lange aber diese Vereine auf ihren Traditionen beharren, sich mit altbackenen Webseiten präsentieren oder bei Festen martialisch auftreten, werden sie nach wie vor von Menschen ohne Bezug zum Schiesssport misstrauisch beäugt werden.
In diesem Sinne - Erneuerung fängt von innen an und sollte nicht von aussen aufgedrängt werden! -
Marc A. Willmann
Registriert seit: 04.07.2012
Kommentare: 263
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20. Juli 2012 - 08:06 Uhr
@ Ebert
Ein sehr guter und überlegter Kommentar Herr Ebert. Meine volle Zustimmung. -
Jörg Hannes
Registriert seit: 12.07.2012
Kommentare: 25
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20. Juli 2012 - 08:35 Uhr
Fakt ist: Deutschland braucht keine Schützenvereine und Sportschützen...
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Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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20. Juli 2012 - 08:44 Uhr
"Am fehlenden Verständnis für den Schiesssport trägt sicherlich auch das Verhalten der Vereine und natürlich deren sicherheitsbedingte Auslagerung in städtische Randzonen bei."
Das ist aber den immissionsrechtlichen Vorschriften geschuldet, Stichwort Lärmschutz.
Zudem, wenn Sie sich dei Pressemitteilungen zum Thema "Neubau von Schiesständen" ansehen werden Sie feststellen dass es nicht wenige Fälle gab in denen selbst Luftdruckstände mit dem bekannten "Amok-" und "Mörderzucht" von Aktivistengruppen angegangen werden, den Vereinen bleibt nichts anders übrig als sich aus den Wohngebieten zurückzuziehen.
Da die Gemeinden tendenziell wachsen mussten auch schon über hundert Jahre bestehende Schiesstände geschlossen werden weil neue Nachbarn hinzukamen. -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 20
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20. Juli 2012 - 08:50 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Marc A. Willmann
Registriert seit: 04.07.2012
Kommentare: 263
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20. Juli 2012 - 09:03 Uhr
@ Hannes
Herr Hannes, ich bin selbst kein Sportschütze oder ähnliches. Ich habe seit meiner BW-Zeit keine Waffe mehr in der Hand gehabt.
[ed.]
Welches Recht nehmen Sie sich heraus, bestimmen zu können, was andere Menschen zu tun und zu lassen haben?
Sie sagen "Fakt ist...". Was ist "Fakt"? Das Sie aus einer persönlichen Meinung heraus eine allgemeingültige Regel ableiten wollen? Wenn dem so wäre und ich alles, was ich für überflüssig halte, abschaffen könnte, sähe die Welt aber ganz anders aus.
Akzeptieren Sie doch einfach, dass Menschen verschiedenste Interessen haben.
Das Argument, dass Sportwaffen gefährlich sind, ist nicht mehr als ein müdes lächeln wert. Schauen Sie sich nur mal die Zahlen an, welche unschuldigen Opfer der Straßenverkehr aufzuweisen hat. Was in Karlsruhe oder Winnenden passiert ist, ist ohne Zweifel tragisch aber genauso hätte der Schulbus verunglücken können mit der gleichen Opferanzahl. Das ist nicht zynisch sondern die Wahrheit. Man muss nur mutig genug sein, dass auch mal zuzugeben!
Ich war letzte Woche zu einer kleinen, privaten Feier eingeladen wo einige Anwesende mehr Alkohol konsumiert haben, als nötig. Manch einer hatte schon keinen sicheren Gang mehr, trotzdem wurden von einigen dieser Menschen noch Autos bewegt - über doch erhebliche Strecken von mehr als 20km. Das, lieber Herr Hannes, ist ein Fakt. Hier wurde das Auto vom Fahrer zu einer potentiellen Mordwaffe gemacht.
Insofern wäre mal eine Diskussion um die charakterliche Eignung von Autofahrern angebracht...:-) -
Norbert Wagen
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20. Juli 2012 - 10:11 Uhr
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/selbsternannter-waffennarr--61636665.html
Zitat:
"Bei der Durchsuchung waren unter anderem eine Maschinenpistole des Kalibers neun Millimeter, zwei Selbstladepistolen und ein Revolver beschlagnahmt worden. Hinzu kamen erlaubnisfreie Schreckschusspistolen, Luftdruckpistolen und Luftdruckgewehre. Keine der Waffen hätte der Angeklagte aufgrund eines Ende 2000 von der Stadt verhängten Waffenverbotes besitzen dürfen. Von diesem Verbot wollte der Angeklagte jedoch nie erfahren haben."
Ganz zu schweigen davon dass diese Person NIE eine Genehmigung zum Waffenbesitz erhalten hätte, egal wie!
Trotzdem besass Er diese Waffen, ohne Genehmigung, gegen das explizite Verbot und ohne Wissen der Behörden (bis zur Durchsuchung). -
Alexander Schultz
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20. Juli 2012 - 10:17 Uhr
Ich bin entsetzt über manches was ich hier lese: "Fakt ist: Kein Privathaushalt braucht eine Waffe", "Schiesssport braucht kein Mensch" etc... und dazu kommt ein KK Schütze der sich offenbar für etwas besseres hält, bei solchen "Freunden" braucht man keine Feinde mehr. Wenn GK Waffen verboten würden, wäre ein Verbot von KK der nächste lofische Schritt. Denken Sie mal drüber nach!
Zunächst einmal: Die Waffen des Täters von Karlsruhe waren illegal! Ich erkenne den Zusammenhang zum deutschen Waffenrecht an dieser Stelle nicht...wie genau soll eine weitere Gesetzesverschärfung an dieser Stelle weiterhelfen?!
Zu den Gutmenschen hier die unser Hobby nicht als solches anerkennen: Gott sei dank leben wir "noch" in einem freien Land wo das Recht auf Selbstentfaltung besteht. Was ich als Hobby betrachte ist immer noch MEINE Sache. Genau wie es meine Sache ist, ob ich mit hierfür ein entsprechendes Gerät kaufen möchte oder nicht. Da können sie meinen Sport diffamieren solange sie möchten, es wird nichts daran ändern, dass wir Sportschützen uns unser Hobby NICHT von ihnen vermiesen lassen.
Zu der absurden Idee mit dem Laserschiessen: Das macht genausoviel Sinn wie demnächst jede Sportart virtuell am PC zu spielen... Laserschiessen hat mit Sport nichts mehr zu tun! Nein Danke...
Allgemein nochmal: Machen sie sich bitte einmal über die tatsächliche Gefahr die von LEGALEN Schusswaffen ausgeht schlau! Und differenzieren sie an dieser Stelle bitte Ereignisse wie in Karlsruhe die uns vorsätzlich in die Schuhe geschoben werden sollen... Sie werden sehen eine praktische Gefahr von legalen Schusswaffen ist praktisch nicht vorhanden. -
Norbert Wagen
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20. Juli 2012 - 10:23 Uhr
Zum Thema Grosskaliber:
Die Firma Merkle hat budesweit 390 Redaktionen in Presse, Funk und Fernsehen zu einer Informationsveranstaltung geladen.
Von diesen kamen nur 15 Absagen, ein Reporter war vor Ort, ein anderer war wegen eines angeblichen Folgetermins gleich wieder weg.
Die Stuttgarter Zeitung hat hierzu berichtet.
Der Rest, also 95% der Medienschaffenden hielten es nicht mal für nötig eine Absage zu verfassen oder die Chance sich zu informieren wahrzunehmen.
In den Medien wird nur über eine Seite der Medaillie berichtet, andere Argumente werden schlicht ausgeblendet.
Frei nach dem Motto:
"Ich habe meine Meinung, verwirren Sie mich nicht mit Fakten!"
Im Sinne guter jurnalistischer Arbeit ist das nicht, das ist keien Information, das ist gezielte Meinungsmache!
Dabei lautet eines der ehernen Gesetze des Journalismus:
"Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, nicht einmal mit einer Guten!"
Gegen diesen Grundatz wird regelmässig grob verstossen wenn es um die Berichterstattung über das Waffengesetz undWaffenbesitzer, besonders Sportschützen geht.
Nicht nur das obige Beispiel zeigt das deutlich, auch die diversen Fernsehreportagen von Report Mainz oder dem WDR z.B. schlagen in diese Kerbe. -
Norbert Wagen
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20. Juli 2012 - 10:31 Uhr
@Jens Müller-Storz
"Ein "Sport" (Den sportlichen Aspekt suche ich noch), der mit Geräten ausgeübt wird, die Töten implizieren, ist in meinen Augen fragwürdig."
Dann müssen Sie auch die gesammeltern Fechtdisziplinenund Speerwurf bzw. Diskuswerfen gleich mit verbieten.
Degen und Säbel sind als Infanteriewaffen bzw. Kavalleriewaffen entwickelt worden, Speere sind seit dem Altertum Militärwaffen (Pilum), genauso wie der Diskus also reine Tötungsinstrumente. -
Alexander Schultz
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20. Juli 2012 - 11:17 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag] -
Norbert Wagen
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20. Juli 2012 - 12:54 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Jens Müller-Storz
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20. Juli 2012 - 12:56 Uhr
Vielen Dank für die zahllosen Einladungen zum Schießen. Ich lehne dankend ab!
Gerade schreibt die BZ folgendes: http://www.badische-zeitung.de/14-tote-und-50-verletzte-bei-schiesserei-in-denver
Jetzt bitte nicht: Das war aber in Amerika ... Das ist hier in fünf Minuten auch möglich.
@ Herr Schlatter,
vielen Dank für das Kompliment zu meinen Kommentaren. Das meine ich so, wie ich es schreibe!
Gestern wurde ich belehrt, das Laserschiessen nichts tauge und so unpräzise sei. Ich bin auf die Entwicklung gespannt, werde sie aber nicht aktiv verfolgen. Das mit dem "Bumms" ist das, was mich so stutzig macht und ich bin froh, dass sie als aktiver Schütze das schreiben. Mir hätte man das aufs Brot geschmiert ;-) Sie scheinen einen durchdachten Umgang mit der Problematik zu haben und das finde ich gut. Danke!
@ Herr Raren: Viele Sportarten kommen aus dem militärischen Bereich. Allerdings ist die Ausrasterquote bei Diskuswerfern sehr gering. Auch sind mir in den letzten Jahren Berichte über Amokläufer mit Speeren entgangen.
Ein Schönes Wochenende wünscht
JMS -
Alexander Schultz
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20. Juli 2012 - 13:00 Uhr
@ Jens Müller Storz
So etwas kann an jedem Ort der Welt zu jedem Zeitpunkt passieren. Also wo ist der Zusammenhang zu Deutschland nochmal genau? Haben Sie vielleicht eine allgemeine Phobie vor Schusswaffen? Wenn Sie die Welt zu einem besseren Ort machen möchten, sollten Sie zunächst einmal anfangen illegale Waffen einzukassieren. DIE stellen nämlich die eigentliche Bedrohung dar. Sie sind unkontrollierbar und deutlich zahlreicher als in Deutschland registrierte Waffen.
Die USA haben übrigens ein völlig anderes Waffengesetz als Deutschland (falls Sie das noch nicht wussten). -
Marc A. Willmann
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20. Juli 2012 - 13:06 Uhr
Herr Müller-Storz,
wie ich bereits schrieb, schieße ich auch nicht. Ich wurde aber mal vor ein paar Monaten von einem Geschäftsfreund (Jurist) auf einen Schießstand eingeladen. Dort wurde auch Großkaliber geschossen. Ich habe mich dort vor Ort sehr wohl gefühlt und ich habe kein "Chaoten-Klientel" und keine "Narren" festgestellt.
Anwesend waren Arbeiter, Studenten, leitende Beamte und Akademiker - ein schöner Schnitt durch die Gesellschaft.
Alle verband die Leidenschaft für diesen Sport. Ich habe damit kein Problem.
Auch wenn Sie nicht selbst schießen wollen, gehen Sie mal auf einen Schießstand und schauen Sie sich dort um. Sie werden überrascht sein. Sie können sich auch dort gern als Gegner des Schießsports zu erkennen geben - man wird Sie trotzdem freundlich empfangen.
Wenn Sie aber ernste Angebote ablehnen und nur aus einem persönlichen Gusto heraus Menschen vorverurteilen und deren Sport verteufeln, haben Sie kein Recht, hier moralische Instanz zu spielen. Ebenso steht es Ihnen nicht zu, einen Sport zu definieren.
Ebenfalls ein schönes Wochenende -
Jens Müller-Storz
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20. Juli 2012 - 13:09 Uhr
Herr Schultz,
Ja, ich habe eine Phobie vor Schusswaffen in den Händen von Privatmenschen. Das ist soweit richtig, und muss nicht behandelt werden.
Das illegale Waffen einzukassieren sind ist aber doch nicht erwähnenswert, oder? Mir persönlich ist es übrigens total egal, ob ich mit einer legalen oder illegalen Waffe erschossen werde. Ich würde gerne gar nicht erschossen werden. Danke
Fa -
Martin Burster
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20. Juli 2012 - 13:10 Uhr
Herr Schultz, ich habe eine Phobie vor Schusswaffen, weil damit schnell und ohne großen Aufwand eine große Anzahl Menschen umbringen kann. Deshalb sollten auch so wenig wie möglich im Umlauf sein. Das verhindert zwar nicht Amokläufe, aber minimiert die Wahrscheinlichkeit deutlich.
Herr Willmann, wer unbedingt schießen will, kann das gerne unter geregelten Rahmenbedingungen tun. Aber es gibt keinen Grund dafür Waffen zu verwenden, die ansonsten bei Polizei oder Militär zum Einsatz kommen. Wenn schon Sport, dann mit "Waffen", die keinen großen Schaden anrichten können. -
Marc A. Willmann
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20. Juli 2012 - 13:20 Uhr
@ Burster
Herr Burster, die Gefährlichkeit einer Waffe hängt weder von der Größe noch vom Kaliber ab. Soweit ich weiß, töten die meisten Geheimdienste (besonders der Mossad) aussschließlich mit den vielerorts so favorisierten KK Waffen.
Wie dem auch sei, ich habe vor legalen Waffen weit weniger Angst als vor Idioten auf der Autobahn. Ebenso kann ein Gang durch eine Großstadt am Wochenende zu bestimmten Zeiten ein weitaus höheres Risiko bedeuten, als legale Waffen.
Die wirklichen Gefahren lauern woanders aber man will diese nicht sehen und beheben sondern nur das Sommerloch mit schaurig-schönen Märchen überbrücken. -
Alexander Schultz
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20. Juli 2012 - 13:28 Uhr
Wie oft wurde denn schon auf sie beide geschossen, dass sie sich bedroht fühlen? Ich habe persönlich noch nie Schusswaffen in der Öffentlichkeit gesehen, es sei denn ein Polizist führt sie mit sich. Ansonsten sehe ich Schusswaffen nur bei mir auf dem Schiessstand... und niemand zwingt sie dort hinzukommen (keine Angst wir schiessen auch nur auf Scheiben!).
Das Problem an der Sache ist einfach: Wenn Sie Schusswaffen sehen, denken Sie meist an Sportschützen! Die Fakten sprechen jedoch dafür, dass nur ein verschwindend geringer Anteil der Delikte von Sportschützen begangen wird. Die Angst ist also unbegründet! Illegale Waffen hingegen werden verdeckt geführt und wenn sie gezogen werden gibt es auch Tote und Verletzte. Sie können aber nicht jeden Waffenbesitzer über einen Kamm scherren. Wo ist der Beleg dafür, dass eine Entwaffnung von SPortschützen und Jägern zu einem signifikanten Sicherheitsgewinn führt? Da wir quasi nicht deliktrelevant sind, ist dies ein Trugschluss. Ich kann ihnen nur einmal die Zahlen des BKA ans Herz legen! Die sprechen eindeutig für uns.
Man MUSS zwischen legalen und illegalen Waffen differenzieren! -
Martin Burster
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20. Juli 2012 - 13:30 Uhr
Sie haben recht Herr Willmann, eine Walter PPK kann viel mehr Schaden anrichten als eine Kalashnikow. Hätte ich eigentlich auch selbst drauf kommen können .....
Sie haben Recht, das Leben ist allgemein lebensgefährlich. Allerdings kann man viele Risiken nicht mit angemessenen Aufwand ausschließen. Bei Waffen kann man das aber: mit einem restriktiven Waffenrecht. -
Michael Basket
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20. Juli 2012 - 13:33 Uhr
Muss mir übrigens mal einer erklären: Messer=Böse, ab 7cm Klinge. Schusswaffen=OK, mit Papierchen vom Schützenverein......
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Martin Burster
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20. Juli 2012 - 13:34 Uhr
Herr Schultz, auch wenn sie das als Sportschütze vielleicht nicht nachvollziehen können: Auf mich wurde bisher weder eine Waffe gerichtet noch wurde auf mich geschossen. Ich bin sehr froh, in einem Land zu leben, dass dank vernünftiger Gesetze dieses Risiko auch minimiert. Damit das so bleibt, fordere ich dass Waffen, die in erster Linie dazu gemacht wurden, um Menschen zu töten, nur in die Hände der Leute gelangen, die dazu auch das Recht haben: Militär und Polizei.
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Holger Deu
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20. Juli 2012 - 13:46 Uhr
"Wir müssen Großkaliberwaffen in Privathand verbieten", forderte der SPD-Innenexperte Nikolaos Sakellariou im Parlament.
Keine Waffen in Privathand?
Waffen also nur in den Händen von Polizei und Militär?
Das hatten wir schon zweimal in Deutschland:
“Als erste zivilisierte Nation haben wir ein Waffenregistrierungsgesetz. Unsere Straßen werden dadurch sicherer werden; unsere Polizei wird effizienter und die Welt wird unserem Beispiel in die Zukunft folgen!” (Adolf Hitler, Reichsparteitag am 15. 09.1935)
Die Entwaffung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland geschah per Gesetz genau einen Tag nach der Reichspogromnacht!
und
“Gedanken sind mächtiger als Waffen. Wir erlauben es unseren Bürgern nicht, Waffen zu führen – warum sollten wir es ihnen erlauben, selbständig zu denken?” (Josef Stalin, 1879-1953)
Wollen wir das wirklich wieder in Deutschland?
Ein Demokrat unserer damals noch jungen Bundesrepublik sah es hingegen so:
“Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.” (Gustav Heinemann, 1899 – 1976, ehemaliger deutscher Bundespräsident)
Haben Die hoplophoben Bundesbürger wirklich schon vergessen, dass wir in einer freiheitlichen Demokratie leben? Kennen Sie den Artikel 2 unseres Grungesetzes?
Vor 1972 waren Waffen in Deutschland nahezu frei verkäuflich. Die Republik watete keineswegs knietief im Blute der Mordopfer. Das WaffG wurde unter dem Eindruck des RAF Terrors verschärft.
Auch in Ländern mit einem liberalen (=freiheitlichen) Waffenrecht, z.B. der Schweiz und Österreich versinkt die Bevölkerung nicht im Blute der Schusswaffenopfer.
Beim jährlichen Feldschießen in der Schweiz schießen 130.000 Schützen über das ganze Land verteilt einen Wettbewerb mit Lang- und Kurzwaffen.
Es gibt weder Tote, noch Verletzte, noch Randale, Sicherheitsbedenken, Polizeieinsätze, Unruhen oder Hooligans.
Anders zum Beispiel hierzulande in Fußballstadien an den Wochenenden.
Nicht Waffen töten - der Mensch tötet.
Auch die immer wieder angeführten erweiterten Suizide von Erfurt und Winnenden (und wahrscheinlich auch tagesaktuell von Denver) haben ihre lange und tragische Vorgeschichte.
Waffengesetzänderungen bringen da garnichts.
Aber Anlassgesetzgebung ist einfacher und beruhigender als das mühevolle Arbeiten an den Problemen, die diese jungen Menschen zu diesen schrecklichen und von langer Hand geplanten Taten veranlasst haben. -
Markus Trefzer
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20. Juli 2012 - 13:59 Uhr
"Zitat:Man könnte das ganze Problem sehr elegant lösen, wenn man einfach die Munition unter Verschluß hält. Jeder Waffenbesitzer bekommt nur so viel Munition ausgehändigt, wie er für Sport- oder Jagdzwecke benötigt. Und muss gegebenfalls einen lückenlosen Nachweis führen, wie viele Patronen abgeschossen wurden. Und die abgeschossenen Hülsen abgeben, vorher gibts keine neuen."
Das hätte keine einzige Tat verhindert, weil sich diese Kontrolle leicht aushebeln oder umgehen lässt, ganz abgesehen von dem gigantischen Kontrollaufwand. Besonders lächerlich wirken solche Vorschläge gerade angesichts des als Aufhänger dafür missbrauchten jüngsten Falles aus Karlsruhe. Dort war keine einzige vom Täter besessene Waffe in Deutschland legal erworben!
Zusätzliche Verbote oder die erschwerte legale Besitzmöglichkeit begünstigen nur die Entwicklung des Schwarzmarktes. Diese Entwicklung kann man ganz deutlich am Beispiel Englands und Australiens verfolgen. Die Verschärfung des Waffenrechts hat dort in keiner Weise zu mehr Sicherheit oder weniger Toten durch Gewalttaten geführt, ganz im Gegenteil! Außerdem hat die Volksentwaffungsaktion in diesen Ländern über Jahre einen Großteil der Ressourcen der Polizeibehörden gebunden. -
Alexander Schultz
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20. Juli 2012 - 14:01 Uhr
Herr Burster:
Was macht Sie so sicher, dass die Waffen bei Polizei und Staat in den "richtigen Händen" sind? Sind Polizisten nicht auch bloss Menschen die ausrasten können? Kann der Staat sich nicht auch irgendwann dazu entschließen, die wehrlose Bevölkerung mit ihrer Waffengewalt zu unterjochen? Das hatten wir alles schonmal! Was meinen Sie welche Menschen eine wehrlose Bevölkerung wünschen? Nämlich die die etwas zu verbergen haben oder etwas im Schilde führen.
Herr Basket:
Die Regelungen zu Messern zeugen von der Unsinnigkeit einiger Gesetze. Waffen die abseits vom trauten Heim oder dem Schützenverein ausgepackt werden sind genau so Pfui! Wir verlangen ja nicht, dass wir mit unseren Waffen in der Fussgängerzone rumlaufen dürfen oder jedes Kind eine bekommen sollte. Lediglich, dass Menschen die sich als tauglich erwiesen haben und verantwortungsbewusst sind das Recht besitzen soltlen, mit solchen Geräten Sport zu betreiben. Ob sie das Schiessen als Sport betrachten oder nicht interessiert an dieser Stelle nicht. -
Jens Müller-Storz
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20. Juli 2012 - 14:11 Uhr
Zitat: "Kann der Staat sich nicht auch irgendwann dazu entschließen, die wehrlose Bevölkerung mit ihrer Waffengewalt zu unterjochen?"
Also, und das ist der logische Umkehrschluss, sind sie bereit, ihre Waffen auch gegen andere Menschen einzusetzen und rufen zur Bewaffnung der Bevölkerung auf? Oder sind sie irgendwann der Held, der uns aus potentieller Unterjochung rausballert?
Danke für diese Aussage! -
Markus Trefzer
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20. Juli 2012 - 14:21 Uhr
@Jens Müller-Storz, Zitat:"Viele Sportarten kommen aus dem militärischen Bereich. Allerdings ist die Ausrasterquote bei Diskuswerfern sehr gering. Auch sind mir in den letzten Jahren Berichte über Amokläufer mit Speeren entgangen."
Die "Ausraster" von Autofahren, Motorradfahrern, Fussballfans, Biertrinkern, u.s.w. sind Ihnen aber bestimmt nicht entgangen, oder?
Amokfahrten mit dem Auto kommen immer wieder vor. Auch mit Küchenmessern wurden schon Amokläufe mit etlichen Toten vollbracht. Und wieviele Menschen kommen durch Alkoholmissbrauch ums Leben?
Ja, ja die ganzen auf dem Altar der Mobilität und der falsch verstandenen Freiheit geopferten unschuldigen Menschen...
Und jetzt? Wollen Sie jetzt das Autofahren nur noch für Berufskraftfahrer erlauben und die Aufbewahrung desselben nur noch auf staatlich bewachten öffentlichen Plätzen? Küchenmesser sollen nach dem Kochen bei der Ortspolizeibehörde abgegeben werden? Öffentliche Fussballspiele und Alkoholkonsum sollen komplett verboten werden?
Ich denke wohl eher nicht. Über das Missverhältnis zwischen durch aus legalem Besitz stammenden Schusswaffen getöteten Menschen und den Verkehrstoten (einige Dutzen jährlich gegenüber mehr als 5000 in Deutschland) brauchen wir auch nicht groß einzugehen.
nein, wir sollten schon ein Bisschen den gesunden Menschenverstand und die nüchterne Betrachtung der Realität bewahren, statt der Manipulation durch parteipolitische Agitatoren aufzusitzen, die mit solchem überflüssigen Aktionismus, Schüren von Hysterie und Paranoia von den wirklichen Problemen unseres Landes oder Europas und von ihrer eigenen Unfähigkeit ablenken wollen. -
Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
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20. Juli 2012 - 14:22 Uhr
@Martin Burster
" Ich bin sehr froh, in einem Land zu leben, dass dank vernünftiger Gesetze dieses Risiko auch minimiert."
Waren sie schon mal in der Schweiz oder in Österreich oder gar in Liechtenstein oder Frankreich?
Falls Sie wirklich eine "Privatwaffenphobie" haben dann dürften Sie keines dieser Länder je wieder betreten!
Dort ist es nicht unsicherer als bei uns, der Waffenerwerb jedoch wesentlich leichter.
Die Frage ist nun warum man sich in diesen Ländern sicher fühlen kann, gerade Österreich oder die Schweiz weisen sehr niedrige Kriminalitätsraten vor. An den verfügbaren Waffen kann das gar nicht liegen.
Die Frage ist warum die Kriminalitat und speziell die Anzahl der Tötungsdelikte (mit Schusswaffen) in der Schweiz oder Österreich so gering sind? -
Jens Müller-Storz
Registriert seit: 04.07.2011
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20. Juli 2012 - 14:31 Uhr
Herr Schultz, sind sie Verschwörungstheoretiker? Und sie sind sicher, das sie eine Waffe besitzen dürfen. Ich habe da so meine Zweifel ...
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Christian Stahl
Registriert seit: 08.07.2010
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20. Juli 2012 - 14:35 Uhr
@Jens Müller-Storz
Sie sind doch der Verschwörungstheoretiker. Sie wollen eine Gefahr erkennen, wo keine da ist. Nochmals ganz langsam. Legale Schusswaffen sind nicht das Problem. Die Gefahr geht von illegalen aus und wenn Sie das nicht erkennen wollen, sollten Sie aufwachen und in die reale Welt eintreten. -
Alexander Schultz
Registriert seit: 20.07.2012
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20. Juli 2012 - 14:36 Uhr
Sie kennen mich doch überhaupt nicht. Ich bin auch kein Verschwörungstheoretiker... sind sie etwa ein gutgläubiger Mensch der die Geschichte Deutschlands aus seiner heilen Welt verdrängt hat? Ja ich bin mir ziemlich sicher, zumindest habe ich hier eine WBK mit ordnungsgemäßen Einträgen liegen die man nicht ohne Weiteres bekommt.
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Norbert Wagen
Registriert seit: 19.07.2012
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20. Juli 2012 - 14:37 Uhr
@Jens Müller-Storz
"...Oder sind sie irgendwann der Held, der uns aus potentieller Unterjochung...."
Staaten haben im 19ten und 20ten Jahrhundert in von Staatsführungen angezettelten Kriegen oder durch entsprechende Gesetze mehr als die anzahlmässig weit mehr Menschen getötet als die Bevölkerung eines europäischen Landes ausmacht.
Es geht hier nicht darum Sportschützenwaffen gegen Personen einzusetzen!
Es geht hier darum die Motive zu beleuchten mit denen der Privatbesitz der Waffen verboten werden soll.
Kriminalitätsbekämpfung kann es nicht sein, die PKS spricht eine andere Sprache.
Dazu dient der Vergleich zu den Staaten die den Privatbesitz von Waffen verbieten, traditionell sind das dann keine demokratischen Staaten oder aber solche mit pseudodemokratischer Staatsform, besser bekannt als "Unrechtsstaaten" in denen die eigene Bevölkerung unterdrückt wird.
Auch die DDR war ein solcher Staat!
Hier reden alle nur vom Privatmann von dem eine angebliche Gefahr ausgeht die laut Faktenlage gar nicht existiert. -
Michael Keller
Registriert seit: 12.03.2012
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20. Juli 2012 - 14:45 Uhr
"Kann der Staat sich nicht auch irgendwann dazu entschließen, die wehrlose Bevölkerung mit ihrer Waffengewalt zu unterjochen?"
"Keine Waffen in Privathand?
Waffen also nur in den Händen von Polizei und Militär?
Das hatten wir schon zweimal in Deutschland: ..."
Oha: Sport- und Jagdwaffenbesitzer empfinden sich also als korrigierende Kraft gegen das staatliche Gewaltmonopol in Deutschland?
Das ist aber kein Gedanke, der mir gefällt und spricht im Gegenteil eindeutig gegen Legalwaffen im Privatbesitz. Wiewohl ich bislang insoweit in dieser Frage höchstens unentschieden war.
Andere Legalwaffenbesitzer täten gut daran, sich von derartigen Wild-West-Ausführungen zu distanzieren - ihre sonstigen Argumente sind aus meiner Sicht ja nicht völlig von der Hand zu weisen. -
Martin Burster
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Kommentare: 1358
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20. Juli 2012 - 14:51 Uhr
Herr Willmann, danke für ihren Rat, aber ich weiss mit Sicherheit, dass Waffen Menschen töten und damit auch für mich ein Risiko darstellen. Deshalb erlaube ich mir, mich in die Diskussion einzumischen, wie das mein demokratisches Grundrecht ist. Sie müssen entschuldigen, wenn sie deshalb feststellen, dass Worte schärfere Waffen sind als Gewehre ;-).
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Markus Trefzer
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 10
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20. Juli 2012 - 15:18 Uhr
@ herr Burstler: Sie schreiben: "...Damit das so bleibt, fordere ich dass Waffen, die in erster Linie dazu gemacht wurden, um Menschen zu töten, nur in die Hände der Leute gelangen, die dazu auch das Recht haben: Militär und Polizei."
So, so die Polizei hat also das Recht uns zu töten, und das soll auch so bleiben.
Zu dieser so geäußerten Überzeugung fällt mir nichts mehr ein. Dass so eine Einstellung nach den Erfahrungen mit der NS-Zeit und der sozialistischen Diktatur in der DDR noch möglich ist, macht mich wirklich traurig. Manche scheinen immer noch nicht kapiert zu haben, dass die Auswirkungen des Waffenmissbrauchs durch Privatpersonen geradezu lächerlich gering sind im Vergleich zu dem was staatliche Diensstellen damit in den letzten 100 Jahren angerichtet haben. Aber die sollen natürlich weiterhin das Recht dazu haben. Das hat sich schließlich bewährt! Ich kann es einfach nicht fassen!
Zur Klarstellung:
1) Die Polizei hat in unserem Land genau so wenig das Recht einen Menschen zu töten wie ein beliebiger Normalbürger.
2) Im Falle einer Notwehrsituation hat jeder Bürger ausnahmsweise ein Recht einen Angreifer zu töten (wenn dies verhältnismäßig ist). Das Recht haben auch die Polizisten.
3) Im Gegensatz zu der Rechtsordnung totalitärer Staaten gibt uns unsere Verfassung sogar ein Recht auf Widerstand für den Fall, dass die verfassungsmäßige Ordnung bedroht und andere Abhilfe nicht möglich ist. Das schließt auch gewaltsamen bewaffneten Widerstand mit ein. -
Michael Keller
Registriert seit: 12.03.2012
Kommentare: 807
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20. Juli 2012 - 15:29 Uhr
"Können oder wollen Sie das nicht verstehen?"
"Was verboten wird und was nicht entscheiden immer noch Experten. SIE meine lieben Mitmenschen sind keine Experten sondern urteilen aus dem Bauch heraus."
"Ein Diskussion mit Ihnen zu führen führt zu nichts."
Damit, Herr Schultz, haben Sie sich für jeden weiteren Diskurs disqualifiziert - Chance verpasst. Ich lasse mir doch von Ihnen nicht den Mund verbieten. -
Alexander Schultz
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 16
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20. Juli 2012 - 15:47 Uhr
Ich habe auch nicht die 0 gewählt, damit Sie sich melden können...
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Michael Keller
Registriert seit: 12.03.2012
Kommentare: 807
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20. Juli 2012 - 15:52 Uhr
Herr Schultz,
doch, das haben Sie. Lesen Sie meinen ersten Beitrag in diesem Forum (20.7.12 14:45) noch einmal, und Sie werden zudem merken, dass Sie "Ihrer Sache" keinen Gefallen getan haben. Zumindest bei mir und bei jedem anderen des Mitdenkens fähigen Mitleser.
Ich bin übrigens ein "Experte", der in solchen Rechtsfragen mitentscheidet... -
Alexander Schultz
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 16
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20. Juli 2012 - 16:01 Uhr
Ich denke Sie haben sich wie viele andere Ihre Meinung bereits gebildet, lange bevor Sie diesen Artikel oder irgendwelche Kommentare gelesen haben. Wenn es um Waffen geht gibt es schon lange kein "dazwischen" mehr. Sie müssen verstehen, dass wir Waffenbesitzer uns seit Jahren immer und immer wieder für Dinge rechtfertigen, die nicht in unserer Macht stehen und für die wir auch nichts können. Wir sind statistisch gesehen die gesetzestreusten Bürger dieses Landes. Wir gehen alle wählen und wir werden durchleuchtet wie potenzielle Terroristen. Sie müssen auch mal unsere Seite verstehen.. Das wir es irgendwann auch mal satt sind uns immer wieder in Diskussionen verstricken zu lassen. Das ist ja nicht gegen Sie persönlich gerichtet. Ich kenne niemanden hier. Jedoch weiss ich, dass wir Sportschützen uns im Laufe der Zeit ein enormes Wissen über Statistiken und Gesetze angelacht haben und wir uns mit Verlaub deutlich intensiver mit der Materie (zwangsweise) beschäftigt haben. Und dann von den Waffengegner immer und immer wieder die gleichen Argumente zu hören die längst dutzende Male wiederlegt wurden reicht dann einfach irgendwann.
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Holger Deu
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 7
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20. Juli 2012 - 16:18 Uhr
Oh Herr Keller,
ich stelle als Reserveoffizier (gerade heute am 20. Juli) gewiss nicht das Gewaltmonopol unseres Staates in Frage. Gewiss nicht.
Alle Macht geht in unserem Staate vom Volke aus. Vergessen Sie das bitte nicht.
Bedenken Sie jedoch bitte, dass der Nationalsozialismus aus einer demokratischen Wahl aus der ersten deutschen Demokratie hervorging.
Und dann bitte ich Sie, versuchen Sie aus der Geschichte unseres Landes heraus den Artikel 20 GG nachzuvollziehen und vor allem zu verstehen (einzelne Politiker - gerade in Baden Würtemberg - haben ihn in allerjüngster Vergangenheit komplett fehlinterpretiert).
Aber die Geschichte zeigt den diktatorischen Dreiklang:
1. Waffenregistrierung
2. Entwaffnung
3. Genozid
(Türkei: Armenier - Sowjetunion: Ukraine - Deutschland: Juden - Rote Khmer: Kambodschanisches Volk - Idi Amin: Uganda)
Bitte zählen Sie mir auch die Länder mit den restriktivsten Waffengesetzen auf. Oh richtig... da sind auch China und Nordkorea dabei.
“Ich bin unglaublich allergisch gegenüber einer Politik, die maßgeblich auf Angstreflexe setzt.” (Joachim Gauck, Bundespräsident 2012-…)
“Waffentradition ist Ausdruck des freiheitlichen Bürgerstaates.”
(Ueli Maurer, Schweizer Bundesrat)
Ich fürchte mich vor Menschen mit Ihrem obrigkeitsgläubigen Selbst- und Staatsverständnis. -
Michael Keller
Registriert seit: 12.03.2012
Kommentare: 807
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20. Juli 2012 - 16:26 Uhr
Herr Schultz,
das weiß ich ja alles und verfolge diese Entwicklung - ohne Eigeninteresse in irgendeiner Richtung - auch schon ziemlich genau seit 16 Jahren. Deshalb meine ich ja, dass Sie objektiv doch eigentlich sehr gute Argumente haben und sich diese nicht mit anderen Argumenten selbst kaputt machen sollten, die blitzschnell ins Gegenteil umschlagen. Auch aus Jägerkreisen kamen nach dem Karlsruher "Amoklauf" (als die Medien noch von einem Jäger als Täter berichtet hatten) zunächst finstere Argumente, die eher geeignet waren, die Gegenmeinung stützen...
Dieses Thema wird von der Bevölkerung sehr sensibel wahrgenommen und wahrscheinlich ist es höchstens die gebetsmühlenartige, wohl auch ermüdende Wiederholung der immer gleichen (aber guten) Argumente, die hier erfolgreich sein kann - Hardliner überzeugen Sie aber auch damit natürlich nicht. Bedenken Sie: Wäre bei jedem Autounfall mit Todesfolge der Aufschrei ähnlich, hätten wir schon längst ein Tempolimit auf 30 km/h. Oder ein Verbot für private Kfz. -
Holger Deu
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20. Juli 2012 - 16:49 Uhr
Oha .... den Gedanken eines freiheitlichen Staatswesens verknüpfen wir jetzt geschickt mit "rechtspopulistisch".
Wir bewegen uns sicher gemäß Godwins Law...
“Nur schwache Gemeinwesen nehmen der Mehrheit die Freiheit, weil sie den Missbrauch der Freiheit durch eine kleine Minderheit fürchten.”
(Udo die Fabio,* 26. März 1954 in Walsum, deutscher Jurist und seit 1999 Richter am Bundesverfassungsgericht) -
Norbert Wagen
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20. Juli 2012 - 16:59 Uhr
@All
Der Name Jürgen Brenneke wird vielleicht dem Einen oder Anderen bekannt sein.
Herr Ministerialrat a.D Brenneke wahr über lange Jahre im Bundesinnenministerium für den Bereich Waffenrecht tätig, unter Anderem hat Hr. Brenneke die grosse Novellierung in den Jahren 2001-2003 aktiv gestaltet.
Zu diesm Zweck und unter seiner Ägide ist folgender Satz in der Parlamentsvorlage zur Novellierung eingegangen:
"Waffen sind Gegenstände die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind zur Befolgung der
Gesetze gegen Bürger eingesetzt zu werden. Bei bestimmungsgemässem Gebrauch zur Durchsetzung der Rechtsordnung ist eine Verrletzung
des Rechtsbrechers vorgesehen, dies kann bis zur Tötung des Rechtsbrechers gehen....
Waffen sind deshalb in Händen der Bürger schwerlich zu dulden....."
Da steht nichts von Selbstverteidigung der Polizei oder Justiz in Notwehrfall.
Da steht was von aktiven Einsatz von Schusswaffen gegn Bürger OHNE dass der Beamte aktiv bedroht worden wäre, z.B. Auflösen von Versammlungen wäre so eine Aktion.
Herr Brenneke wird von den "Waffengegnern" hier immer wieder als Zeuge angeführt, eine gewisse Verbindung scheint also zu bestehen.
Weckt der obige Satz, geäussert von einem hohen Ministerialbeamten, bei Ihnen eine gewisse Nachdenklichkeit über die Qualität unserer Demokratie?
Wie sehen sie vor diesem Hintergrund die tatsächliche Motivation zur Verschärfung der Gesetze?
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag] -
Holger Deu
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20. Juli 2012 - 17:10 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Holger Deu
Registriert seit: 20.07.2012
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20. Juli 2012 - 17:18 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Norbert Wagen
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20. Juli 2012 - 17:26 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Alexander Schultz
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20. Juli 2012 - 17:28 Uhr
Am Ende des Tages sind Sportschützen die letzten, die ein Interesse daran haben, dass Menschen durch Schusswaffen ums Leben kommen. Wir kaufen uns auch keine Waffen in der Hoffnung, dass wir sie irgendwann einsetzen müssen um eine Zombie Epidemie einzudämmen. Wir wollen einfach nur unserem Hobby nachkommen und hierfür ein wenig Toleranz entgegengebracht bekommen... In den Medien immer wieder als "Waffennarren" dargestellt zu werden, nur weil wir uns für Waffentechnik interessieren ist ebenfalls wenig schmeichelhaft. Dass Sportschützen sicht nicht mehr mit den Medien unterhalten, haben sich diese demnach selber eingebrockt.
@Herr Keller: Genau das ist das Problem. Gewisse Hardliner nutzen absolute JEDE Gelegenheit um dem Schiesssport einen reinzuwürgen. Seien es Taten mit illegalen Waffen wie in Karlsruhe oder der neuste Amoklauf in den USA, wobei hier alle Waffenbesitzer (ob aus Deutschland, den USA oder vielleicht sogar Afghanistan) ständig über einen Kamm gescherrt werden. Das ist einfach anstrengend. Deswegen kann es leider ab und zu auch mal passieren, dass Kommentare zu persönlich werden. Nehmen Sie es mir bitte nicht übel ;) -
Alexander Schultz
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20. Juli 2012 - 17:36 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Holger Deu
Registriert seit: 20.07.2012
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20. Juli 2012 - 18:22 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Holger Deu
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 7
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20. Juli 2012 - 18:50 Uhr
Ein Auszug aus der Experten-Anhörung des Innenausschusses des Bundestages zu den Gesetzentwürfen zur Verschärfung des Waffenrechtes der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 21.5.2012
"In der Anhörung wandte sich Sascha Braun vom Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gegen die Schlussfolgerung, dass weniger private Waffen zu mehr öffentlicher Sicherheit führen würden. Das große Problem sei der illegale Schusswaffenbesitz. „Außerordentlich kritisch“ sehe die GdP auch eine Waffenhaltung in Schützenheimen. (...)
Rainer Hofius von der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Mainz argumentierte, einem Staatsanwalt machten nicht die legalen Waffen Sorgen, sondern die illegalen Waffen. Das Problem sei die Zahl der illegalen Waffen in Deutschland. (...) Der Vertreter des Deutschen Schützenbundes, Jürgen Kohlheim, kritisierte, mit einem Verbot von Großkaliber-Kurzwaffen würde ein „erheblicher Teil schießsportlicher Disziplinen“ verboten."
Die gesamte Pressemeldung des Bundestages gibt es hier:
http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_05/2012_253/01.html -
Jens Müller-Storz
Registriert seit: 04.07.2011
Kommentare: 633
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20. Juli 2012 - 19:56 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Luzian Löffler
Registriert seit: 12.02.2010
Kommentare: 407
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20. Juli 2012 - 21:22 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag] -
Michael Danner
Registriert seit: 01.06.2010
Kommentare: 91
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21. Juli 2012 - 00:09 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Johannes Gutenbrunner
Registriert seit: 20.06.2012
Kommentare: 9
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21. Juli 2012 - 01:13 Uhr
Ob für Straftaten, insbesondere Amokläufe, legale oder illegale Waffen benutzt werden ist unerheblich.
Durch legalen Waffenbesitz entsteht ein Markt für Waffen. Dadurch werden mehr Waffen verkauft und gekauft. Die Zahl von Waffen in Privatbesitz steigt dadurch an bzw. wird hoch gehalten. Durch viele Waffen im Umlauf steigt auch die Zahl illegaler Waffen bzw. wird hoch gehalten (Feuerwaffen haben bei richtiger Pflege eine äußerst hohe Halbwertszeit). Die Waffen, welche illegal erworben wurden und in Amokläufen Verwendung fanden, sind schließlich nicht vom Laster gefallen oder aus einem Hecker&Koch-Depot geklaut worden, sondern irgendwann einmal legal erstanden worden. Ergo ist das Risiko, das mit dem legalen privaten Waffenbesitz einhergeht, viel zu hoch und nicht mit dem Recht auf Schießsport zu rechtfertigen.
ps: Ein mir bekannter Sportschütze meinte einmal, seiner Einschätzung nach seien die meisten Besitzer großkalibriger Waffen nicht im Schützenverein, um Schießsport auszuüben, sondern um eine Waffe besitzen zu dürfen. Ich glaube das sofort. Über die Gründe kann ich allerdings nur rätseln. Vermutlich irgendetwas zwischen Minderwertigkeitskomplex und beschissener Kindheit. -
Norbert Lehmann
Registriert seit: 29.01.2010
Kommentare: 3
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21. Juli 2012 - 02:31 Uhr
@ Johannes Gutenbrunner
Schade, zu Anfang ihres Beitrages hätte man durchaus den Eindruck bekommen können, sie würden sich mit dem Thema weitgehend sachlich und vorurteilsfrei auseinandersetzen können.
Aber wer dann auf dem Umweg über die angebliche Meinung eines zufällig bekannten Sportschützens anderen Menschen bloß deswegen weil sie bestimmte technische Gegenstände besitzen irgendwelche maximal primitiven Beweggründe unterstellt, der muß sich nicht wundern wenn andere Menschen es für verschwendete Zeit halten, ab diesem Zeitpunkt weiter mit ihnen zu diesem Thema zu diskutieren. -
Luzian Löffler
Registriert seit: 12.02.2010
Kommentare: 407
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21. Juli 2012 - 07:14 Uhr
Herr Lehmann.
Wenn man wie ich in die Materie eingearbeitet ist (z.B. die von Herrn Danner oben verlinkten Artikel kennt), versteht man bereits ab dem 2. Satz, dass der Schreiber vor Ihnen völlig bar jeglicher Fakten und geprägt von Unwissenheit seine Privatmeinung äußert.
Früher habe ich noch versucht solchen Schreibern mit Fakten zu begegnen.
Irgendwann musste ich erkennen, dass gegen rein emotionale Aussagen, gewollte Provokationen oder Trolls kein (Fakten-)Kraut gewachsen ist. -
Benedikt Krainz
Registriert seit: 21.10.2009
Kommentare: 41
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21. Juli 2012 - 10:01 Uhr
@Herr Gutenbrunner
"Die Waffen, welche illegal erworben wurden und in Amokläufen Verwendung fanden, sind schließlich nicht vom Laster gefallen oder aus einem Hecker&Koch-Depot geklaut worden, sondern irgendwann einmal legal erstanden worden."
Amokläufe sind ein extrem seltenes Phänomen, die meisten Opfer von Tötungsdelikten werden nicht erschossen und bei den 20% Fälle mit Schusswaffenbeteiligung waren 95% der Tatwaffen illegal. Man könnte meinen, es gäbe sonst keinen Mord und Totschlag in Deutschland. Dabei gab es in den letzten zehn Jahren ca. 40.000 derartige Delikte hierzulande.
Und diese illegalen Waffen waren nur zum kleinen Teil einem legale, die meisten kommen - Dank offener Grenzen - aus den umliegenden Ländern.
Die "Grüne" Frau Stokar von Neuforn hat mal behauptet, jährlich würden 6.000 legale Waffen in Deutschland illegal werden. Da kann sich jeder ausrechnen, seit wie vielen Jahren das gehen müsste, damit wir den aktuellen Bestand von ca. 20 Millionen illegalen Waffen erreichen.
Im Vereinigten Königreich, immerhin gilt dort ein totales Kurzwaffenverbot, gibt es eine regelrechte Schattenindustrie, die scharfe Kurzwaffen für den Schwarzmarkt fertigt. Dort gibt es keine legale Möglichkeit, eine großkalibrige Kurzwaffe zu erstehen, trotzdem steigt die Anzahl solcher Waffen und mittlerweile herrschen in den Metropolen auf der Insel genau dies Zustände, die man hierzulande so gerne als "amerikanische" beschreibt.
Nur wenn man 99% der Mordopfer ignoriert und nur extreme Einzelfälle herauspickt kann man zur Erkenntnis gelangen, dass legaler Waffenbesitz problematisch ist.
Auch wenn man sich noch so die "Rosinen" herauspickt und wie im Fall "Karsruhe" sogar illegale Waffen versucht, als legal hinzustellen: Das Problem sind und bleiben die nicht registrierten Waffen und ihre Besitzer, die sich jeder staatlichen Kontrolle entziehen und die ein 14-fach erhöhtes Missbrauchsrisiko gegenüber legal besessenen Waffen aufweisen. -
Alexander Schultz
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 16
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21. Juli 2012 - 11:17 Uhr
Fast alle illegalen Waffen in Deutschland stammen aus ehemaligen Ostblockstaaten bzw. Ex-Sowjetunion die ihre Waffen damals nach Abzug zu Schleuderpreisen vertickt haben. Ich habe noch NIE von einem Schützenkollegen gehört der jemals eine Waffe verloren haben soll... dieses Argument der Waffengegner, dass aus Illegale Waffen immer irgendwann mal Legal waren ist definitiv NICHT auf die Legalwaffen deutscher Sportschützen übertragbar. Wenn Sie die Waffe eines Ex-Sowjetsoldaten als Legalwaffe ansehen dann schön für sie... Ich sehe nicht wie solche Waffen auch nur irgendwie Gemeinsamkeiten zu unseren Legalwaffen aufweisen.
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Gerd Steinfeld
Registriert seit: 23.07.2012
Kommentare: 1
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23. Juli 2012 - 04:05 Uhr
die karlsruher waffen waren illegal. auch wenn die medien hier immer wieder anführen, es handelte sich um die tat eines sportschützen mit legalen waffen: sie waren evtl. in frankreich legal. in D aber nicht. fakt. lehrensteinsfeld: auch hier war der täter ein illegaler waffenbesitzer, da einiger seiner waffen nicht eingetragen waren. zudem war er auch dienstwaffenträger.
ein verbot von sportwaffen hätte für diesen täter bedeutet, er hätte für seine tat nicht unter allen seiner waffen wählen können, welche er benutzt, sondern er hätte nur seine illegalen waffen und seine dienstwaffe zur verfügung gehabt. also am ende vielleicht nur 3 statt 7. wo ist der unterschied aber für die opfer?? eine waffengesetztverschärfung oder ein verbot hätte hier nichts gebracht... -
Johannes Allgaier
Registriert seit: 11.06.2010
Kommentare: 136
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23. Juli 2012 - 09:21 Uhr
Warum sind Morde und Amokläufe eigentlich gesetzlich verboten?
Wo die Verbote doch gar nix bringen, diese Taten finden trotzdem statt.
Seltsame Logik irgendwie, oder Herr Steinfeld? -
Markus Trefzer
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 10
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23. Juli 2012 - 11:47 Uhr
Herr Allgaier, Zitat: "Warum sind Morde und Amokläufe eigentlich gesetzlich verboten?
Wo die Verbote doch gar nix bringen, diese Taten finden trotzdem statt.
Seltsame Logik irgendwie, oder Herr Steinfeld?"
Auf Ihre Frage gibt es eine ganz einfache Antwort: Im Interesse des sozialen Friedens und der Rechtsstaatlichkeit muss der Staat Handlungen verbieten und auch unter Strafe stellen, welche unmittelbar elementare Rechte anderer verletzen. Das ist bei Mord eindeutig der Fall.
Was Sie jedoch wollen, geht weit darüber hinaus. Sie wollen den Menschen allgemein schon die theoretische Möglichkeit nehmen, Verbrechen zu begehen, d. h. die totale Prävention, indem Sie ihnen alles verbieten, was sie nicht unbedingt zu Überleben brauchen und was theoretisch benutzt werden könnte, um andere anzugreifen oder zu schädigen, wozu natürlich auch gehört, die Bevölkerung insgesamt möglichst lückenlos und umfassend zu kontrollieren, nach Lenins berüchtigtem Grundsatz: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."
Wenn Sie aber grundsätzlich jedem unterstellen, dass er u. U. gemeingefährlich oder zumindest verantwortungslos ist und sich sowieso nicht an Gesetze hält, dann können Sie damit logischerweise nicht beim Thema Waffenrecht stehenbleiben, und die Umsetzung dieser Grundidee führt letzendlich langfristig gesehen auf direktem Weg in den totalen Staat und zum Verlust aller persönlichen Freiheiten.
Wozu der Präventivgedanke, Misstrauen und Paranoia führen können, kann man gut am Beispiel Josef Stalins und des von Ihm geschaffenen Sicherheitsapparates sehen. -
Markus Trefzer
Registriert seit: 20.07.2012
Kommentare: 10
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23. Juli 2012 - 12:09 Uhr
@ Herr Gutenbrunner, Sie schreiben: "...Durch legalen Waffenbesitz entsteht ein Markt für Waffen. Dadurch werden mehr Waffen verkauft und gekauft. Die Zahl von Waffen in Privatbesitz steigt dadurch an bzw. wird hoch gehalten. Durch viele Waffen im Umlauf steigt auch die Zahl illegaler Waffen..."
Der Markt entsteht eben nicht durch das Vorhandensein von legalen Waffen, sondern durch den Bedarf oder den Wunsch der Menschen, welche zu besitzen. Das wird oft verkannt. Es gibt Länder, in denen der Besitz von Waffen, insbesondere Faustfeuerwaffen Privatpersonen weitgehend untersagt ist, wo trotzdem sehr viele dieser Waffen im Umlauf sind. Ich könnte Ihnen als Beispiele Kolumbien und Großbritannien nennen, beides nicht unbedingt Oasen des Friedens und der Sicherheit. Es ist genau umgekehrt so, dass gerade eine starke Nachfrage bei gleichzeitig erschwertem legalen Zugang zur Entwicklung des Schwarzmarktes und mafiöser Strukturen, zu hohen Schwarzmarktpreisen und letztlich zu einer Zunahme des Angebotes auf dem Schwarzmarkt führt, oft auch dazu, dass mehr Waffen aus behördlichen und militärischen Beständen gestohlen oder auch verschoben werden.
Die Vertreter Ihrer Theorie unterschlagen außerdem die Tatsache, dass die große Masse der illegalen Waffen weltweit ebenso wie hierzulande ursprünglich für militärische und andere staatliche Dienststellen gefertigt wurden. -
Egon Mayer
Registriert seit: 30.06.2010
Kommentare: 1485
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23. Juli 2012 - 12:16 Uhr
Wieder mal eine Schlacht zwischen militanten Sportschützen und militanten Waffengegnern... Beide haben in meinen Augen ihre Daseinsberechtigung. Aber wenn ich sowas lese:
"Niemand benötigt Großkaliber, in der Tat, aber Kleinkaliber benötigt auch niemand[...]"
dann stellt sich mir der Kamm auf! Was ist das denn für eine Argumentation? Machen wir doch mal weiter: Niemand braucht Smartphones! Niemand braucht mehr als 2 Paar Schuhe im Schrank! Merken Sie was? Wahrscheinlich nicht... -
Erik Fridjoffson
Registriert seit: 22.06.2010
Kommentare: 9
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23. Juli 2012 - 17:06 Uhr
Genau, wir sollten eigentlich Fahrräder verbieten, denn mit Fahrrädern kommen jedes Jahr mehr Menschen in Deutschland ums Leben als mit legalen Waffen, oder Haushaltsleitern, Treppen....
Das grösste Problem in D ist, das eine Minderheit versucht, eine Rundumsorglosgesellschaft zu etablieren. Das das aber irgendwann in einem totalitären Staat wie in "1984" endet, kapieren die wenigsten.
Die dogmatische Beeinflussung unserer Jugend durch die Lehrer gehört eigentlich unter Strafe gestellt...
Zum Leben gehört ein gewisses Restrisiko, wer das nicht will sollte in eine Anstalt gehen wo ihm alles vorgeschrieben und alle Entscheidungen abgenommen werden. -
Volker Morstadt
Registriert seit: 10.08.2009
Kommentare: 428
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23. Juli 2012 - 17:28 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
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Peter Pellin
Registriert seit: 15.04.2011
Kommentare: 229
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23. Juli 2012 - 17:57 Uhr
Zitat: Mit diesen Waffen könnten Wände durchschossen werden, was auch eine Bedrohung für die Polizei darstelle. Goll sagte dazu, auch mit kleinkalibrigen Waffen könne man Wände durchschießen.
Das ist absoluter Quatsch. Mit der gängigen 9 mm Para oder der kleineren 22 lr durchschießt man höchsten eine Zeltwand oder eine standart Holztür. Eine Betonwand oder ein dickes Holzbrett (Sichtschutz beim Schießstand) wird mit dieser Munition nicht durchschossen. Selbst die militärische 5,7 x 28 durchschlägt keine Wände aus Beton. -
Peter Pellin
Registriert seit: 15.04.2011
Kommentare: 229
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23. Juli 2012 - 18:14 Uhr
Amokläufe in Deutschland?
Warum kommt es erst seit der Jahrtausenwende zu einer Häufung von diesen Taten? Bis zum Jahr 2002 gab es nur 2 an der Zahl nämlich 1913 und 1964. Das Phänomen Amok war bei uns nahezu unbekannt. Das Problem liegt beim Mensch und der Gesellschaft oder warum haben wir seit 2002 insgesamt 6 Taten? Im übrigen vier mit Schusswaffen (legale Waffen in Winnenden und Erfurt/illegale Waffen in Emsdetten, Eching) die anderen mit Messern und selbsgebastelten Brandsätzen.
Was nützt also ein schärferes Waffengesetz? Nichts!
Umdenken im Umgang miteinander ist gefragt, das aus Opfern nicht Täter werden! -
Jonathan Weber
Registriert seit: 01.03.2010
Kommentare: 1086
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23. Juli 2012 - 20:14 Uhr
http://www.badische-zeitung.de/dpa-news/mutmasslicher-kino-amoklaeufer-erstmals-vor-gericht
owT -
Luzian Löffler
Registriert seit: 12.02.2010
Kommentare: 407
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24. Juli 2012 - 17:31 Uhr
[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]
-
Luzian Löffler
Registriert seit: 12.02.2010
Kommentare: 407
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24. Juli 2012 - 19:25 Uhr
Lieber Moderatoren:
Es ist richtig, dass ich mich in meinen Beiträgen teilweise auf leider gelöschte Beiträge Herrn Schlatters bezogen habe.
Weite Teile meiner gelöschten Beiträge sind allerdings allgemeiner Natur und sind auch ohne den jeweiligen Bezug verständlich und in der weiteren Diskussion angebracht.
Meine Beiträge waren auch zu einem großen Teil zur Aufklärung aller anderen Leser bestimmt.
Es ist ärgerlich, wenn Fach- und Sach-Beiträge mit einem Handstreich gelöscht werden, schließlich sind sie nicht gerade in einer Minute verfasst.
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