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07. Februar 2012

Eine Grundlage für weitere Pläne

Sulzburger Gemeinderat und Laufener Ortschaftsrat diskutieren den Raumbedarf der Vereine im künftigen Bürgerzentrum.

  1. Aus der ehemaligen Schule in Laufen soll ein Bürgerzentrum werden. Die Turnhalle soll modernisiert werden. Foto: Volker Münch

SULZBURG-LAUFEN. Auf dem Weg zu einem künftigen Bürgerzentrum in Laufen sind Gemeinderat und Ortschaftsrat einen Schritt weiter. In einer gemeinsamen Sitzung beider Gremien wurde der Raumbedarf der Laufener Vereine diskutiert. Ein vorläufiges Ergebnis, wie Bürgermeister Peter Wehrle betont. Es soll nun als Grundlage für weitere Planentwürfe dienen.

"Es geht heute Abend nicht um Detailpläne, sondern um eine richtungsweisende Grundsatzentscheidung. Wir müssen uns auf Grundsätzliches im Bereich des Schulgebäudes einigen" , sagte der Bürgermeister. Ziel sei es, eine weitere Grundlage für die Architekten zu erarbeiten, damit diese sowohl an einem Raumprogramm als auch an einer ersten Kostenberechnung arbeiten können.

Stand der bereits vor Monaten vorgestellten Planentwürfe sei ein verkürztes Schulgebäude, also der Abbruch eines Segments, als Grundbedingung für weitere Planungsüberlegungen, sagte Wehrle. Nach Gesprächen mit den Laufener Vereinen habe sich ein Raumüberhang ergeben, ergänzte Ortsvorsteher Albert Konrad. Deshalb könne man tatsächlich auf ein Gebäudesegment verzichten und den Platz für einen möglichen neuen Kindergarten mit Kinderkrippe reservieren. Dies müsse als Option für veränderte Kinderzahlen gesehen werden, betonte Wehrle. Da sich die Finanzierung für ein solches Projekt völlig anders darstelle, müssten beide Projekte getrennt betrachtet werden.

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Im Grundsatz teilten beide Gremien den von der Verwaltung skizzierten Raumbedarf. Zwar gab es in den Details wie etwa Raumgröße oder Mehrfachnutzungen noch einzelne Vorbehalte. Ins Gespräch brachte Ortschaftsrat Christoph Brenneisen den Verein für Dorfpflege und die Jugendgruppe der Kirchengemeinde. "Hier sollten sicherheitshalber noch Gespräche geführt werden", empfahl der Ortschaftsrat. Noch Diskussionsbedarf sahen einige Mitglieder beider Ratsgremien bei den Eingangssituationen und beim Foyer. Coralie Engler-Lehner empfahl, die Turnhalle nicht aus den Augen zu verlieren und zeitgemäß zu sanieren. Kritisch betrachtete sie angesichts der möglichen Kosten die Größe und die Geschlossenheit des geplanten Foyers. Hier meldete sie einen weiteren Diskussionsbedarf an. "Ich würde angesichts größerer Veranstaltungen nur ungern das vorgeschlagene Foyer wegreden", erwiderte Harald Stoll. Allerdings forderte er, dass sich der Gemeinderat zuerst auf eine Kostenobergrenze einigt."Dazu müssen wir nun den Raumbedarf und die entsprechenden Kosten ermitteln", betonte Hauptamtsleiter Herbert Maier.

Überrascht war man aus der Mitte der Ratsrunde über die Idee, die Ortsverwaltung ebenfalls im Bürgerzentrum unterzubringen. "Die war früher schon einmal in diesem Gebäude", sagte Ortsvorsteher Konrad und wünschte sich, diese Option offen zu halten. Einem halboffenen Foyer erteilte nicht nur der Ortsvorsteher eine Absage: "Das wird dann eine große Dreckecke." In einer der nächsten Planungsphasen sollen die Architekten mit den potenziellen Nutzern ins Gespräch kommen, sagte Wehrle zu den Vorschlägen aus dem Gremium, bereits in diesem Stadium einen entsprechenden Meinungsaustausch zu organisieren.

Gegen den Abriss sprach sich Ingrid Konrad vom Akkordeonclub aus. Die Mehrfachbelegung habe zwar bisher geklappt, aber auch noch den Proberaum mit dem Ortschaftsrat als Sitzungsstätte zu teilen, sei aus Zeitgründen unmöglich. Mit einem Generationenprojekt will Susan Fader von den Landfrauen künftig im Rahmen der Familienhilfe das Dienstleistungs- und Betreuungsangebot über alle Generationen hinweg verstärken. "Spätestens dazu brauchen wir das große, geschlossene Foyer", gab sie zu bedenken. Am Ende sprachen sich der Gemeinderat und der Ortschaftsrat einstimmig für den Entwurf des Bedarfsplans und darauf basierend für eine Weiterentwicklung aus.

Autor: Volker Münch