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08. Dezember 2010

Eine Überraschung nach der anderen

Benefizkonzert des Sulzburger Gesangvereins und des Schulchors "Subadola and Friends".

  1. Ein buntes Bild bot sich beim Benefizkonzert von „Subadola and Friends“ in St. Cyriak in Sulzburg. Foto: Privat

SULZBURG (BZ). Draußen regnete es in Strömen auf verschneite Straßen, aber das hielt weder die Sulzburger noch die Ballrechten-Dottinger ab, zum Benefizkonzert von "Subadola and Friends" nach Sankt Cyriak zu kommen. Die tausendjährige Kirche in Sulzburg sei bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen, teilte der Verein jetzt mit.

Bereits der Einzug bot ein farbenprächtiges Bild: 60 Mädchen und Jungen in gelben, orangefarbenen und roten T-Shirts füllten Chorraum und Treppen. Davor im Altarraum formierte sich der Sulzburger Gesangverein, verstärkt durch Sängerinnen und Sänger aus Laufen, Eschbach, Heitersheim und Freiburg, alle in Schwarz gekleidet. In der Mitte standen Heidrun Zimmermann, Dirigentin des Schulchors "Subadola" (Kinder aus Sulzburg, Ballrechten, Dottingen und Laufen) und Dirigent Harald Dringenberg vom Gesangverein Sulzburg, vor ihnen ein kleines Instrumentalensemble mit Charlotte Schneider (Cello), Therese Schneider (Bratsche) und Marlene Koelbing (Oboe). Rechts Sonja Hänig am Klavier und Jens Zimmermann an der Trommel sowie auf der Orgelempore Sonja Lach mit einer Altflöte.

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Dem Publikum bot sich eine musikalische Überraschung nach der anderen: Zuerst die Kinder, die mit leisen Stimmen eine russische Volksweise sangen, dann der Gesangverein mit einem Chorlied aus Taizè und schließlich stimmten beide Chöre gemeinsam das schöne "Psallite Deo" an. Es folgten viele bekannte und unbekannte Psalmgesänge aus Taizé, zwei Bachkantaten und Spirituals, die durch die strahlend helle Sopranstimme von Lilith Jappe zusätzlichen Glanz erhielten.

Das Ganze geschah in einem unvorhersehbaren Wechsel vom Altarraum oder der Orgelempore aus, im Dialog zwischen Kinderstimmen und Chor oder zwischen Gesang und Instrumenten, unter denen die klangvolle Oboe die Rolle der Einzelstimme übernahm. Die Dramaturgie dieser Konzertstunde hielt den Hörer bis zur letzten Minute in Atem. Zu bewundern war in all dem die konzentrierte Leitung durch die beiden Dirigenten, deren Ruhe sich wohltuend auf die Kinder übertrug.

Das Konzert zeigte, welche musikalischen Talente drei kleine Ortschaften wecken können und dass sich die musikalischen Generationen der Alten und Jungen wunderbar ergänzen. Dem Gesangverein Sulzburg, der im kommenden Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert, wäre zu wünschen, dass ihm der Generationenwechsel mit vielen sangesfreudigen jüngeren Sängern gelingt. Das fröhliche und mitreißende Konzert war die Spende der hiesigen Gesangvereine und ihrer Hörer zugunsten der Restaurierung von Sankt Cyriak.

Autor: bz