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14. November 2017

Weltklassik am Klavier im Gutshof Güntert

Timur Gasratov tritt auf gastiert in Sulzburg-Laufen

Weltklassik am Klavier – Schubert und Rachmaninow – die Meister der Melodie!.

  1. Foto: Veranstalter

SULZBURG-LAUFEN. Am Sonntag, 19. November, um 17 Uhr erwartet die Gäste in der Reihe "Weltklassik am Klavier!" im Gutshof Güntert, Schlossgasse 4, in Sulzburg-Laufen wieder ein echter musikalischer Leckerbissen. Pianist Timur Gasratov - für sein Können international vielfach ausgezeichnet - setzt mit seinem Programm zwei großartigen "Grenzgängern" der Romantik ein Denkmal: Schubert und Rachmaninow - zwei begnadete Komponisten, zwei Romantiker, die nicht wirklich der Romantik angehörten. Mit Schuberts A-Dur Sonate und Rachmaninows Sonate Nr. 2 stellt Gasratov zwei pianistisch höchst anspruchsvolle Werke in den Mittelpunkt seines Programmes. Dazwischen schieben sich noch zwei andere, zwei wahre Romantiker mit funkelnden Kleinodien: Liszt und Mendelssohn-Bartholdy.

Timur Gasratov debütierte bereits mit zehn Jahren als Komponist und mit 14 Jahren als Pianist. Seine Ausbildung begann in der berühmten Stoljarski-Musikschule in Odessa, aus der unter anderem auch David Oistrach und Emil Gilels hervorgingen. Er verfeinerte sein pianistisches Können weitergehend auch in Freiburg und Saarbrücken.

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Sein Spiel überzeugt in hohem Maße durch die Reife seiner Interpretationen, seine Innigkeit und seine grandiose Virtuosität. In den vergangenen Jahren wurde er deshalb mit zwölf Preisen bei internationalen Klavier- und Kammermusik-Wettbewerben in Europa ausgezeichnet, unter anderem bei den Wettbewerben Walter Gieseking, Schura Tscherkasski, Undamaris und Emil Gilels. Seit 2007 unterrichtet Timur Gasratov klassisches Klavier an der Hochschule für Musik Freiburg und konzertiert regelmäßig als Solist und Kammermusiker.

Schubert und Rachmaninow - zwei begnadete Liedkomponisten, zwei verschiedene Epochen; zwei Romantiker, die nicht wirklich der Romantik angehörten. Während sich Schubert aus der Klassik kommend der Romantik bereits annähert, befindet sich Rachmaninow schon auf dem Weg von der Romantik zur Moderne. Unterschiedlich geprägt ist daher ihr Kompositionsstil: Schubert zeigt sich in unerschöpflichem Einfallsreichtum als Erfinder herrlichster Melodien, die im Laufe des Werkes in immer neuer Beleuchtung faszinieren. Leicht und transparent gestaltet er die dramatischsten Elemente seiner A-Dur Sonate, einem seiner letzten Werke. Im Gegensatz dazu ist Rachmaninows Sonate undurchdringlicher, gezeichnet von Spannungen und explosiven Klangkaskaden. Der liedhafte Charakter kristallisiert sich erst im mittleren Satz zu vollständiger Poesie heraus.

Konzert: Sonntag, 19. November, 17 Uhr Gutshof Güntert, Schlossgasse 4, Sulzburg-Laufen. Eintrittspreis zuzuglich Vorverkaufsgebühren: 20 Euro, Studenten: 15 Euro, Jugendliche bis 18 Jahren Eintritt frei. Karten gibt es im Vorverkauf beim BZ-Karten-Service (bz-ticket.de/karten) oder Tel. 0761 / 496-8888 und bei allen Geschäftsstellen der Badischen Zeitung.

Autor: bz