Vielgestaltig

Fotografiert von Beatrice Ehrlich

Von Fotografiert von Beatrice Ehrlich

Mo, 08. Oktober 2018

Sulzburg

Sulzburg-Laufener Ateliertage.

Kunst kennt viele Gestalten: Vom riesigen Metallschrott-Drachen bis hin zu daumennagelgroßen Radieschen aus Glas reichte die Bandbreite bei den 27. Sulzburg-Laufener Ateliertagen am Wochenende, dieses Mal unter dem Motto "Artenvielfalt". Auch das Wetter passte, und so genossen viele Besucher, die meisten zu Fuß oder per Rad, das Ambiente dieses außergewöhnlichen Kunstspaziergangs, bei dem die Sulzburger auch Einblicke in ihre alten Scheunen, wunderbar gepflegten Gärten und romantischen Innenhöfe gewährten. Mit insgesamt 31 Ausstellungsorten, die zum größten Teil von mehr als einem Künstler bespielt wurden, boten die Ateliertage ein fast unüberschaubares Angebot.

Ein übersichtlicher Plan sowie eine originelle Überblicksaustellung in einem ehemaligen Kuhstall in Laufen halfen dem Besucher dabei, die auch in versteckten Gassen gelegenen Locations aufzufinden. Quasi im Vorbeigehen erfuhr man mehr über die Arbeitsweisen der Künstler, über Mischtechniken und Materialien. So etwa bei Micaela Bauer in ihrem Atelier im Kulturzentrum Dreiklang, die die Farben für ihre in unzähligen Lasuren aufgetragenen, intensiv farbigen Bilder selbst mischt und die Leinwände selber spannt.

Neben Sulzburgern stellten Gäste aus, teils an unerwarteten Orten, etwa im Stadtpark, wo in einem verlassenen Pavillon die Gemüseminiaturen von Danielle Beller und daneben die verrätselten Wachsdrucke von Dominik Beller einen Platz gefunden hatten. Die weiteste Anreise hatte vielleicht Helga Gromnica aus Bad Harzburg, deren eindrucksvolle Naturfotografien wunderbar in Beziehung gesetzt waren zum herbstlichen Grün und Gelb eines Sulzburger Gartens.

Andere Künstler feierten Ausstellungspremiere: So stellte Ellen Baumbusch, Mitorganisatorin der Ateliertage, dieses Mal nicht selbst aus, gab aber ihren Schülern aus der Bildhauerklasse der Volkshochschule die Gelegenheit, ihre selbst modellierten Köpfe aus Ton und Holzarbeiten in einer alten Scheune mit Schopf einem größeren Publikum vorzustellen.