Evakuierung

900 Passagiere mussten den Euro-Airport verlassen

Dorothee Soboll

Von Dorothee Soboll

Di, 19. September 2017 um 17:20 Uhr

Basel

Ein Mann ist in den Sicherheitsbereich am Euro-Airport Basel-Mulhouse gelangt. Französisches Militär und Gendarmerie waren laut Sprecherin des Flughafens vor Ort. 16 Flüge waren verspätet.

Ein Mann ist laut Medienberichten in den Sicherheitsbereich am Euro-Airport Basel-Mulhouse gelangt. Französisches Militär und Gendarmerie seien vor Ort gewesen. 16 Flüge sind verspätet.

Mehrere Medien, darunter die Basler Zeitung, das Schweizer Fernsehen und der deutsche Radiosender baden.fm melden, dass die Sicherheitskräfte eine Stunde lang das Terminal nach ihm durchkämmt und ihn schließlich gefunden hätten. Das bestätigte Vivienne Gaskell, die Pressesprecherin des Flughafens, auf BZ-Nachfrage. "Eine Person ist durch einen Notausgang in den Einsteigebereich geraten", so Gaskell. Das habe einen Alarm ausgelöst, weshalb die Polizei die Person gesucht und auch gefunden habe.

"Aus Sicherheitsgründen mussten alle 900 Passagiere aus dem Terminal noch einmal die Kontrollen passieren und wieder in den Einsteigebereich zurückkehren." Der Vorfall hatte ihr zufolge Auswirkungen auf 16 Flüge, die verspätet waren. Ab 14.30 Uhr sei der Flugbetrieb wieder geregelt abgelaufen. Über die Person, die durch den Notausgang in den Einsteigebereich gelangte, kann Gaskell nichts sagen.

Das sei Gegenstand der polizeilichen Ermittlung. Mehrere Schweizer Medien berichten, dass es sich um einen verwirrten, etwa 50-jährigen Schweizer handele, wie eine Sprecherin der Préfecture du Haut-Rhin gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Er sei nicht bewaffnet gewesen.



16 Flüge verspätet, eine Verbindung gestrichen

Nach und nach seien 16 Flugzeuge im Schnitt eine Stunde später abgeflogen, eine Verbindung nach München sei gestrichen worden.

Auf dem binationalen Flughafen, der auf französischem Boden liegt, ist Frankreich für die Sicherheit zuständig.