Artistik trifft Akrobatik

Brigitte Rüssel

Von Brigitte Rüssel

Mi, 21. November 2012

Teningen

Heimbacher Zirkusgruppe lässt Träume lebendig werden.

TENINGEN-HEIMBACH. Zirkus lässt nicht nur Träume lebendig werden – er begeistert und fasziniert. Dies konnte man bei den Besuchern genauso feststellen wie bei den jungen Artisten, die sich am Sonntagnachmittag in der Anton-Götz-Halle eingefunden hatten. Stars in der Manege: Die Zirkusgruppe des TBV Heimbach.

Diese gibt es seit zwei Jahren. Sie besteht aus 15 Kindern zwischen acht und vierzehn Jahren, die unter der Leitung von Anja Kühnel einmal die Woche artistische Nummern einüben.

Am Sonntag konnte jedes Kind in der Manege zeigen, dass die eingeübten Rollen nicht nur Spaß machen, sondern auch motorische Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein fördern.

Vorhang auf für das "Hotel Ninolino, wo sich die Welt trifft": In wenigen Minuten verwandelten sich die Akrobaten in Jongleure, Einradfahrern oder Schlangenbeschwörer. Mit beschwingten brasilianischen Klängen und einem Jumpdance, einer Mischung aus Bodenturnübungen und Tanz, begann eine durchweg begeisternde Programmeröffnung. Dann folgte schon der erste Nervenkitzel am Trapez. Diese Arbeit erforderte höchste Konzentration und eine gehörige Portion an Kraft von der jungen Künstlerin.

Zwischendurch sausten Einrad- und Skateboardfahrer durch die Manege, bevor eine als Inderin verkleidete Künstlerin auf ihrem Ball balancierend ihre motorischen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Die Jongleure überzeugten mit Keulen, Diabolos und Tüchern – und mit perfekter Koordination und einer ansprechenden Choreografie.

Die Bodenakrobatik versetzte so manchen Besucher in Erstaunen. Pyramiden- oder Geräteakrobatik, egal – alles wurde meisterhaft vorgeführt. Dies erforderte von den jungen Künstlern nicht nur turnerische Körperarbeit, sondern auch Gruppenzusammenhalt und Kommunikation. Faszinierend war auch die Vorführung am Tuchtrapez. Diese Darbietung ließ so manchen Besucher vor Angst die Luft anhalten – die Vorführung war packend und kunstvoll in der Darstellung.

Die artistisch-akrobatischen und turnerischen Übungen, verpackt in künstlerischer Zirkusdarstellung, machten den Akteuren sichtlich Spaß. Dass diese dabei auch noch, je nach Übung, ihre Kraft, Flexibilität und Ausdauer steigern und zudem noch zusätzlich lernen konnten, dass Fairness und Verlässlichkeit ein wichtiger Bestandteil der Zirkusarbeit sind – dass haben die Kinder ihrer Gruppenleiterin Anja Kühnel zu verdanken.

Die jungen Artisten hatten ihr Publikum schnell auf ihrer Seite. Die Zuschauer waren begeistert – und bedankten sich mit euphorischem Beifall für einen schönen Auftritt, der durch eine beachtenswerte Leistung überzeugen konnte.