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31. Januar 2012

Basis ist das freiwillige Engagement

Teninger Feuerwehr kann auf ihre Angehörigen bauen, geht aus der Jahresbilanz für 2011 von Kommandant Stukenbrock hervor.

  1. Hauptversammlung Feuerwehr TeningenNach 49 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wird Karl Klotz in die Altersmannschaft verabschiedet. Foto: Aribert Rüssel

TENINGEN. 2011 war für die Freiwillige Feuerwehr Teningen ein Jahr, das jedes Mitglied voll und ganz gefordert hat. Dies gilt für die Ausbildung, vor allem für die Einsätze, aber auch für Planung und Führung. So leitete Gesamtwehr- und Abteilungskommandant Lars Stukenbrock bei der Jahreshauptversammlung seinen Tätigkeitsbericht ein.

Die zahlreichen Aktivitäten spiegelten sich in Stukenbrocks Bilanz wieder. Insbesondere den Laien offenbarte sich ein tiefgründiger Einblick in den ehrenamtlichen und umfangreichen Dienst der Feuerwehraktiven.

Einmal mehr wurde deutlich, von welch’ großem Idealismus man beseelt sein muss, um sich der ständigen Einsatzbereitschaft und den Anforderungen des Feuerwehrdienstes zu stellen. Die Formulierung "Profis im Ehrenamt" beschreibt, was dazugehört, um den freiwilligen Dienst für die Allgemeinheit erbringen zu können.

Hagenacker: große und allgemeine Wertschätzung für die Feuerwehr

In Teningen wird dieser Aspekt des ehrenamtlichen Engagements seit jeher seitens des Gemeinderates, der Verwaltung und der Bevölkerung mit hoher Wertschätzung bedacht. Dies bestätigte Bürgermeister Heinz- Rudolf Hagenacker in seinem Grußwort. Auch sein Vorgänger Hermann Jäger war anwesend.

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Die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft begründet sich nicht nur in der guten feuerwehrtechnischen Ausrüstung, sondern vor allem auch in der seit Jahren stabilen Mannschaftsstärke von über 50 Feuerwehraktiven. Zu den 53 Aktiven kommen 13 Jugendfeuerwehrangehörige sowie 18 Angehörige der Altersmannschaft. Erwähnt wurde, dass der Altersdurchschnitt 38 Jahre beträgt und durch den Zuwachs aus der Jugend konstant ist. Die Abteilung Teningen profitiere nicht nur von der guten Jugendarbeit, sondern auch von der Wirtschaftskraft der Gemeinde. Denn durch Zuzug könnten immer wieder neue Feuerwehraktive integriert werden, wie Stukenbrock sagte.

Mit 47 Einsätzen, sechs mehr als im Jahr zuvor, lag die Abteilung eindeutig über dem langjährigen Schnitt von 38. Es gab acht Kleinbrände, drei Mittelbrände und einen Großbrand. Dazu kamen 21 Einsätze zur technischen Hilfeleistung. Ärger bereiteten die 14 Fehlalarme. Vier Verletzten half die Feuerwehr; eine Person konnte leider nur noch tot geborgen werden. Der spektakulärste Einsatz 2011 war der Dachstuhlbrand des evangelischen Pfarrhauses in Köndringen. Hier zeigte sich einmal mehr das hohe Leistungsniveau der Teninger Feuerwehr sowohl von der technischen Ausrüstung her wie auch vom Ausbildungsstand, erklärte Stukenbrock. Die Wehr habe verhindern können, dass ein größerer Wasserschaden die im darunterliegenden Geschoss gelagerten historischen Dokumente vernichtete. Bürgermeister Hagenacker ergänzte, dass sich hier erneut der große Nutzen einer Drehleiter mit ihrem großen Wirkungskreis bestätigt habe.

Jeder Feuerwehrangehörige hat 2011 104 Arbeitsstunden geleistet

Zieht man alle Einsatzstunden, Sicherheitswachdienste und allgemeine Dienstleistungen, Ausbildungs- und Übungsstunden zusammen, ergaben sich im vergangenen Jahr 104 Stunden Arbeitsleistung pro aktives Mitglied. Dazu kommen die Stunden, die die Ausbilder für die Vorbereitung brauchten, und die zahlreichen Stunden der Gerätewarte und Jugendbetreuer sowie die Zeit für die Renovierung der Fassade des Gerätehauses.

Schriftführerin Regina Schmidt listete weitere Aktivitäten auf. Sie berichtete von den Besuchen bei den Hauptversammlungen der anderen Abteilungen, beim Kreisfeuerwehrverband und bei anderen Veranstaltungen im Kreisgebiet. Auch sei der Altenabend der Gesamtwehr ausgerichtet worden.

Die Jugend konnte beim Kreiswettbewerb mit einem 1. Platz den Wanderpokal erringen und die Aktiven der Abteilung das bronzene Leistungsabzeichen erringen, sagte Schmidt. Als Höhepunkte stellten sich ihren Worten zufolge wieder der Brandschutztag, der Kameradschaftsabend und der Ausflug nach Paris dar. Ebenso nahm die Wehr an Sportveranstaltungen teil und half anderen Vereinen bei deren Veranstaltungen.

Großer Beifall für die "treue Seele" Karl Klotz

Stehenden Beifall als Dankesbekundung gab es für Karl Klotz, der nach 49 Jahren Feuerwehrdienst in die Altersmannschaft verabschiedet wurde. Abteilungskommandant Stukenbrock würdigte ihn als eine "treue Seele der Teninger Feuerwehr", denn Klotz habe neben seinem Dienst seit Jahrzehnten die Bewirtung im Feuerwehrhaus geleitet. Er war einer der Letzten, die mit dem Badischen Leistungsabzeichen geehrt wurden.

Auch Bürgermeister Hagenacker dankte Klotz und sicherte der Wehr jederzeit die volle Unterstützung der Gemeinde zu. Das zeige sich auch in der Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges (LF 20). Dies steht in der nächsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung.

Lehrgänge: Dennis Bahrmann (Atemschutzträger), Philipp Birmele (Grundausbildung, Sprechfunk, Atemschutzträger), Ingo Böcherer (Atemschutzgerätewart), Marcell Eberl (Grundausbildung, Sprechfunk), Marcel Engler (Atemschutzgeräteträger), Michael Köpfer (Jugendfeuerwehrlehrgang Landes- Feuerwehrschule Baden-Württemberg), Daniel Schmidt (Truppführer) und Dominik Schmidt (Atemschutzträger).

Autor: Aribert Rüssel