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11. Januar 2012 15:36 Uhr

Obduktionsergebnis

Brand in Nimburg: Untermieter starb an Rauchgasvergiftung

Er hat seinen Vermietern das Leben gerettet – und kam selbst dabei ums Leben: Der 37-Jährige , der bei dem Brand in Teningen-Nimburg gestorben ist, erlitt eine Rauchgasvergiftung. Das bestätigte die Obduktion.

Die Polizei hat nach einer Obduktion keine Zweifel mehr daran, dass der 37 Jahre alte Untermieter Todesopfer des Brandes in einem Zweifamilienhaus in Nimburg ist. Seine Leiche wurde vor der Tür des Vermieterehepaares im ersten Obergeschoss entdeckt. Das Treppenhaus wurde scheinbar für ihn schon nach wenigen Atemzügen zur Todesfalle. Denn bei einem Brand steigt durch den sogenannten Kamineffekt erhitzte Luft auf und giftige Dämpfe breiten sich aus.

Der Untermieter wohnte im Erdgeschoss, wo das Feuer ausgebrochen war. Wie die Polizeidirektion am Mittwoch mitteilte, lief er noch die Treppe rauf, um die schlafenden Hausbesitzer vor den Flammen warnen. Dem Ehepaar (57 und 34 Jahre alt) gelang es, über eine Terrasse aus dem brennenden Haus zu fliehen. Der 21 Jahre alte Sohn des 57-Jährigen konnte von der Feuerwehr über Steckleitern aus dem Haus befreit werden. Ums Leben kam auch der Hund des Ehepaars.

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Bleibt Brandursache für immer ungeklärt?

Wie Walter Roth, der Sprecher der Polizeidirektion auf BZ-Nachfrage erklärte, habe es in dem Haus nach den Erkenntnissen der Polizei wohl keine Rauchmelder gegeben.

Wohl nie geklärt werden kann nach Darstellung der Polizei die Ursache des Brandes. Wenngleich ein technischer Defekt (in der Stromversorgung, an einem der elektrischen Geräte) zu hundert Prozent ausgeschlossen werden könne, kommen alle andere möglichen Brandursachen in Frage (Fotos).

Die Sachverständigen, so Roth, seien jedoch nicht in der Lage festzustellen, ob beispielsweise das Feuer von einer brennenden Kerze verursacht worden sei. Die genaue Schadenshöhe sei noch unklar.

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Autor: Marius Alexander