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10. Februar 2012
Die Botschaft spielen statt predigen
In Teningen ist vom 10. bis 12. Februar die christliche Berufsschauspielgruppe "Die Boten" zu Gast.
TENINGEN (BZ). Einmal jährlich findet die ökumenische Bibelwoche statt, die die evangelische und katholische Kirche sowie die AB-Gemeinschaft initiieren. Diesmal werden Berufsschauspieler, die "Boten", die Botschaft vom Evangelium nicht predigen, sondern spielen. Dazu ein Interview mit den Veranstaltern.
BZ: Wie kam es zu der Idee, die ökumenische Bibelwoche in diesem Jahr anders aufzuziehen?Severine Plöse, Pfarrerin evangelische Kirche: Einzelne Gemeindeglieder kennen "Die Boten" schon lange. Im vergangenen Jahr waren die Gruppe in Windenreute zu Gast. Das hat uns angeregt, sie auch einmal zu uns einzuladen.
BZ: Was erwartet die Besucher, die zur Aufführung gehen werden?
Regina Wangler, Gemeindereferentin katholische Kirche: Die engagierten Künstler möchten die Botschaft, die dem Leben einen Sinn zu geben vermag, in die Herzen hineinspielen. In ihrem Programm haben sie klassische Theaterstücke, aber auch zeitkritische Programme mit viel Humor und Musik.
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BZ: Und was versprechen Sie sich von den Abenden?
Christoph Hauth, Prediger AB-Gemeinschaft: Die Zuschauer werden durch die Theaterstücke ganz anders als üblich mit der Botschaft des Glaubens konfrontiert. Ich bin überzeugt, dass diese Abende ganz neue Horizonte eröffnen und die Bibel wieder lebendig werden lassen für den Alltag. Es wird aber bestimmt neben Besinnlichem lustige und amüsante Momente geben.
BZ: Ursprüngliches Ziel der Bibelwoche ist es ja, die Bibel als Urkunde des Glaubens neu ins Gespräch zu bringen. Weichen Sie diesmal nicht von den Zielen ab?
Plöse: Die Bibeltage in Teningen haben eine ganz eigene Tradition. Ziel war es schon immer, die christliche Botschaft ins Gespräch zu bringen. Da steht natürlich die Bibel im Mittelpunkt. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren die Bibeltexte zum Thema gemacht. Aber das war nicht immer so. Wichtig ist auch die Ökumene vor Ort. Wir wollen uns nicht nur in unserer eigenen evangelischen oder katholischen Gemeinde austauschen. Es soll eine Veranstaltung sein, bei der "das Dorf" ins Gespräch kommen kann.
BZ: Es werden drei Stücke aufgeführt, "Wir kommen alle in den Himmel, weil wir so brav sind", "Aber man muss das nicht so tragisch nehmen" und "Der Fischbecker Wandteppich". Die ersten beiden Titel klingen provozierend. Haben die Zuschauer die Möglichkeit, mit der Gruppe ins Gespräch zu kommen?
Plöse: Im Anschluss an die Aufführungen laden wir zu Imbiss und Getränken ein. Auch die Schauspieler werden dabei sein. So besteht die Möglichkeit, auch mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Autor: bz
