Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

02. Februar 2012

Ehrenamtliche und Profis für Jugendarbeit wichtig

Noch 32 Jahren hat sich der Förderverein Jugendtreff aufgelöst.

  1. Mit Freude sehen Petra Gisler (Ortsjugendpflege) und Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker ins Kassenbuch, das Manfred Scherble in Händen hat. Die Endsumme von 5 102,47 Euro kommt dem Teninger Jugendtreff zugute. Links Dieter Heitzmann, rechts Ortwin Vollmer Foto: Karlernst Lauffer

TENINGEN (kl). Vor 32 Jahren wurde der Förderverein Jugendtreff Teningen als einzige bürgerschaftliche Einrichtung zur Gestaltung der freien Jugendarbeit gegründet. Heute hat die Gemeinde eine gut eingespielte Ortsjugendpflege und eine funktionierende Schulsozialarbeit. Darüberhinaus wirken die Spofunnis.

Dieser erfreuliche Zustand war Grund für den Förderverein Jugendtreff, sich aufzulösen und das Vereinsvermögen von 5 102,47 Euro im Rathaus an Petra Gisler von der Ortsjugendpflege zu übergeben. Bei dieser Zusammenkunft informierten die Vorstandsmitglieder Dieter Heitzmann, Manfred Scherble und Ortwin Vollmer über die "Gründerzeiten" – alle drei waren von Anfang an dabei. Sie erinnerten an die Verdienste der 2007 verstorbenen Gemeinderätin Heidi Santo.

Es sei eine sehr schwierige Zeit gewesen, als dieser Förderverein gegründet wurde. Das Jugendzentrum im Wiedlemattenweg brannte ab, es habe in der Bevölkerung Widerstand gegen eine offene Jugendarbeit gegeben. So sei sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet worden; der Förderverein habe durch Mitgliedsbeiträge und vor allen Dingen durch einen "Backsteinverkauf" zum Wiederaufbau beigetragen. Heitzmann erwähnte auch das Kinderfest, das der Förderverein ins Leben rief und das zum Vorläufer des Teninger Ferienspaßes wurde.

Werbung


Ortwin Vollmer ergänzte, dass sich der Verein von Anfang an um Sozialarbeit bemüht habe. Dem Förderverein hätten bis zuletzt noch zehn Mitglieder angehört.

Im Januar 1979 sei der Förderverein nach langer Vorbereitung gegründet worden, konkretisierte Manfred Scherble. Er lobte die gute Arbeit von Walter Geiger, der von 1986 an als Jugendpfleger in der Gemeinde positiv gewirkt habe. Viele Handwerker erbrachten für den Jugendtreff ehrenamtlich Leistungen, auch Jugendliche engagierten sich sehr, lobte Scherble. Selbst die Landesregierung habe die Arbeit anerkannt, denn der Vorsitzende des Jugendtreffs Heinz Breithaupt konnte vom damaligen Bürgermeister Hermann Jäger einen mit 5 000 Euro datierten Ehrenpreis in Empfang nehmen.

Bürgermeister Hagenacker dankte dem Förderverein für dessen langjähriges Engagement. Aktuell sei die Ortsjugendpflege um 0,3 Stellen vergrößert worden, auch gebe es nun in der Schulsozialarbeit eine Ganztagesstelle. Besondere Bedeutung in der Ortsjugendpflege haben laut Hagenacker die Jugendtreffs in Teningen, Köndringen, Heimbach und Nimburg, die in Selbstverwaltung als Vereine fungierten. Bedingt durch die schwankende Beteiligung und dem Wechsel auf Grund der Altersveränderungen wechselten sich dort Höhen und Tiefen ab. Er freute sich besonders über den Einsatz von Eltern.

Autor: kl