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13. November 2014

Ein starker Gesangverein

Drei Chöre gaben ein beeindruckendes Benefizkonzert in der Nimburger Bergkirche.

  1. Drei Chöre der Nimburger Chorgemeinschaft - Chorissimo, Vokalisatoren und Gemischter Chor – haben sich zu einer beeindruckenden Sangesdemonstration in der Bergkirche zusammengetan. Foto: Karlernst Lauffer

TENINGEN-NIMBURG. Spätestens als sich die drei Chöre der Chorgemeinschaft Nimburg zum großen Finale vereinten, war auch dem kritischsten Besucher klar: Nimburg hat einen leistungsstarken Gesangverein. Das honorierten die Zuhörer mit viel Beifall und mit Spenden für die barocke Orgel, für deren Renovierung zum Benefizkonzert eingeladen worden war.

Pfarrer Klaus Halberstadt sprach von dem guten Miteinander von Kirche und Gesangverein. Die Renovierung der Orgel kostet 19 000 Euro; sie profitiert auch von einem zusätzlichen Register . Das bewies im Laufe des Abends Katharina Roser, die alle Register zog, um den Klang der Orgel zu demonstrieren. Sie hatte vor allen Dingen beim zweiten Auftritt mit "Highland Cathedral" besonderen Beifall verdient. Auch als Dirigentin der "Vokalisatoren" glänzte sie; dieser zweite Chor wartete mit einem Programm auf, das von der Kyrie und dem Gloria bis zum Schlaflied "La-Le-Lu" aus einem Hans-Rühmann-Film reichte. Trotz der Verschiedenheit gelang diesem Doppelquartett eine beeindruckende musikalische Einheit, in der auch Platz war für eine musikalische Widmung zu Ehren von Gerhard Lautenschlager, dem vor einem halben Jahr gestorbenen Ehrenpräsidenten des Gesangvereins, der sich ein gemeinsames Konzert aller drei Chöre in der Bergkirche gewünscht hatte.

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Angefangen hatte der Abend mit dem gemischten Chor unter Leitung von Nadja Schell. Auch dieser Chor bot Abwechslung und dem kirchlichen Rahmen Entsprechendes. Das begann mit "Ich bete an die Macht der Liebe", ging über "Die Rose" von Amanda McBroom, einer Komposition, die in den 1980er-Jahren fast zu jedem Wunschkonzert gehörte, bis zu "Gabrielas Lied" aus der schwedischen Filmwelt.

Johannes Söllner als Dirigenten des Popchors "Chorissimo" bot Musik, die total pop war und sehr vielseitig, aber auch atmosphärisch hervorragend in dieses über zweistündiges Konzert passte. Ob der 30-köpfige Chor jetzt "Evening rise", einen Song indianischen Ursprungs, erklingen ließ oder mit "Muhona" in Afrika auf Melodien-Jagd war, er überzeugte jederzeit, wobei besonders "Tears in Heaven" bewegte, jener Song, mit dem Eric Clapton den Tod seines dreijährigen Sohns in einen musikalischen Grabstein meißelte.

Zum beeindruckenden Schlusspunkt wurden der irische Segenswunsch von Markus Pytlik und "Total Praise", bei dem sich unter Leitung von Katharina Roser die 80 Sängerinnen und Sänger aus den drei Chören vereinten, um mit dem Publikum den Choral "Herr, wir bitten – komm und segne uns" vorzutragen.

Autor: Karlernst Lauffer