Ein versteckter Schatz

Karlernst Lauffer

Von Karlernst Lauffer

Fr, 07. September 2018

Teningen

Das Hilla-von-Rebay-Haus in Teningen soll bekannter werden.

TENINGEN. Viele "versteckte Schätze" gibt es im Landkreis Emmendingen und das Rebay-Haus in Teningen gehört dazu – selbst mancher Teninger kennt es nicht oder kann sich nichts darunter vorstellen. Das soll sich ändern, so das Fazit eines Gesprächs mit der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle im Rebay-Haus.

Oft stelle sie fest, dass nicht einmal die Einwohner solche verborgenen Schätze kultureller Art in ihren Orten kennen, sagte Wölfle. Das gelte auch für das Hilla von Rebay-Haus in Teningen, pflichtete ihr Christina Beck-Nägele bei, die Vorsitzende des Förderkreises, die zusammen mit Bernd Müller, ihrem Stellvertreter, und dem Gründungsmitglied Ortwin Vollmer über das Rebayhaus informierte.

Selbst in Teningen, meinte Nägele, treffe sie oft Menschen, die über dieses Museum nichts wissen. Und dabei sei aus den kleinsten Anfängen heraus ein gut bestücktes Museum als Erinnerungsstätte der Hilla von Rebay entstanden, das mit viel Eigenleistung des Förderkreises entstanden sei, und dessen Umbau finanziell nur mit Spenden getragen worden sei. Die Gemeinde sei nur in Ausnahmefällen engagiert sei, wie Vollmer betonte, der von Anfang an bei der Entstehung dieser Einrichtung dabei war.

Der Ursprung der Hilla von Rebay-Aktivität sei die Arbeit einer Projektgruppe der Theodor Frank Schule im Schuljahr 1999/2000 gewesen, Christina Beck Nägele erinnerte, die auch die Entwicklung des Projektes darstellte, das vor allen Dingen durch den Kontakt mit der Familie von Rebay an Fahrt gewonnen habe und von dieser Familie haben man auch sehr viele Dauerleihgaben bekommen. Wenn dieses Museum in so glänzender Verfassung sei, dann liege das auch an der Renovierung durch Eigenleistung des Vereines, der alleine für das Erdgeschoss 6000 Stunden eingebracht habe.

Nachdem diese Renovierung abgeschlossen gewesen sei, habe der Verein auch eine große Ausstellung mit Werken von Rudolf Bauer organisiert. Ein Mammutprojekt – und ein immenser Wert: Die Werke waren für den Transport von San Francisco und zurück mit 2,3 Millionen versichert. Der Einfluss dieses Malers auf das Leben von Hilla von Rebay lässt sich in der Ausstellung nachvollziehen, wo die vielen Kontakte dieser zwei Künstler dokumentiert sind.

Auch die andere Bedeutung der Hilla von Rebay für die Kunstwelt wurde bei diesem Rundgang deutlich: Ohne die ihre Aktivität wäre das Guggenheim Museum in New York nicht entstanden. Das ist jedenfalls eine Aussage des Architekten Frank Lloyd Wright, die ebenfalls im Rebay-Haus dokumentiert ist.

Sabine Wölfe will auf den 5. Oktober, 17 Uhr, über die SPD zu einer Inforveranstaltung einladen, um den Bekanntheitsgrad des Rebay-Hauses zu steigern.