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06. Februar 2012

Keimen auf der Spur

Bernhard Setzer hat in Nimburg ein neues Labor eröffnet.

  1. Bernhard Setzer mit der Probe eines Teppichbodens, der vermutlich Allergien auslöst. Foto: Lauffer

TENINGEN-NIMBURG (kl). Bedrohungen aus der Welt der Bakterien und Pilze macht Diplom-Biologe Bernhard Setzer in seinem neuen Labor BS Diagnostik UG an der Waidplatzstraße 8 in Nimburg dingfest. Zur Eröffnung fehlten auch ehemalige Kollegen Universität Freiburg nicht, wo Setzer sein Studium als Diplom-Biologe absolvierte und einen Doktortitel erwarb. Er wirkte 15 Jahre in der Uni-Klinik in Freiburg. Der heute 50-Jährige arbeitete auch in der Ökologie ein Jahr in Schottland und ein weiteres Jahr in Peru, bevor er in seine Heimat zurückkehrte.

Seine Arbeit ist schnell erklärt. Er erhält Bakterien, deren Werte in seinem Labor für molekulare Diagnostik analysiert werden. Am Schluss ist der Störenfried definiert und kann bekämpft werden, sei es im Trink- oder im Abwasser, wo dann auch die Quelle der Verunreinigung festgestellt wird. Auch Verunreinigungen der Luft, in der Landwirtschaft oder in Lebensmitteln kann er ermitteln. Im Mittelpunkt steht die DNA-Untersuchung, denn die gestörte DNA eines Bakteriums könne zu einer Epidemie führen wie im vergangenen Jahr Ehec.

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Ein Beispiel: Bakterien wurden dem Teppichboden in einer Schule entnommen, an der zahlreiche Allergien aufgetreten sind. Im Labor wird jetzt die zutreffende DNA gesucht. Die störenden Ziel-Gene müssen oft weltweit gesucht werden. Doch nachdem der Wissenschaftler sich auf molekulare Diagnostik spezialisiert hat, hat er alle notwendigen Kontakte und digitale Zugriffsmöglichkeiten weltweit. Für die Beurteilung der Zahnhygiene hat Setzer einen Test für Parodontalkeime entwickelt, so dass eine "gesunde Zahnflora" gezielt angesteuert werden kann.

Autor: kl