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17. Juli 2017

Am Schluss fehlen ein paar Sätze

Die Grenzacher Oberligafrauen gewinnen doch noch ein Spiel, am letzten Spieltag – da aber nicht hoch genug, steht der Abstieg fest.

  1. 6:3 gewonnen, doch für den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz hat es nicht gereicht: Tabea Toporzissek Foto: achim Keller

TENNIS Oberliga Frauen: TC 1923 Grenzach – TC Ettenheim 6:3 (BZ). Der erste Saisonsieg kam zu spät. Vor allem aber fiel er nicht hoch genug aus. Es war hauchdünn, doch es fehlten den Grenzacher Oberligafrauen ein paar Sätze, um wenigstens Vorletzter zu werden.

Nachdem auch der letzte Matchball gespielt war, blieb Ungewissheit. Die Grenzacher Frauen saßen zusammen, sie diskutierten, sie rechneten die Ergebnisse hoch und runter. Die Saison war lang, sie ging über viele Wochen, doch am Ende ging es um jedes ihrer Ergebnisse des letzten Spieltags. 6:3 gewonnen, der erste Saisonsieg, soviel war klar. Doch reicht das auch für den vorletzten Tabellenplatz, der ja in den vergangenen Jahren immerhin zweimal für den Klassenerhalt genügte?

Es waren die letzten Momente der Hoffnung in dieser Saison, am Ende war auch der letzte Funke zerstoben und gemessen an der Länge der Saison war es eine Winzigkeit, die den Ausschlag gab: drei gewonnene Sätze fehlten – Abstieg nach fünf Jahren Oberliga.

Für den Sportwart des TC 1923, Schorsch Sigrist, kein Weltuntergang, aber doch maximal ärgerlich, denn im Grunde steht diese Grenzacher Mannschaft noch am Anfang einer Entwicklung. "Wir hätten diese Liga sehr gerne gehalten, gerade für die jungen Spielerinnen. Denn sie werden jetzt eher noch besser", sagte er. Erfahrene Spielerinnen wie Katharina Strauch und Diana Carollo, die zum Saisonfinish fehlte, waren schon beim Aufstieg vor fünf Jahren dabei, nun geht es wieder runter.

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Für die Partie gegen den Vorletzten TC Ettenheim hatten die Grenzacherinnen ihre Nummer zwei Anastasia Moiseeva aus Barcelona eingeflogen, und ärgerlich, dass es ihr einziger Saisoneinsatz war. Moiseeva, die meist Beachtennis spielt, gab nur drei Spiele ab, die hochgewachsene Russin gewann an Position zwei mit 6:2, 6:1 gegen Annika Bühler. Die Grenzacherinnen waren trotz geringer Hoffnung maximal motiviert, "es war klasse, wie sie gekämpft haben", sagte Sigrist. Nicole Grether, ebenfalls schon beim Aufstieg dabei, drehte ihr Spiel und gewann den Match-Tiebreak.

Nach 63 Matches entscheiden die gespielten Sätze

Miriam Gämperli, die Grenzacher Nummer eins, kam zu ihrem ersten Saisonsieg, zu einem deutlichen sogar (6:1, 6:2), und die junge Julia Biester aus dem Reserveteam gewann ebenfalls in zwei Durchgängen. In der Zweiten Bezirksklasse hat Biester drei ihrer vier Matches gewonnen.

In den Doppeln wurde der 4:2-Zwischenstand in einen 6:3-Endstand ausgebaut. Zwei von drei Matches gewannen die Grenzacherinnen. Auch hier gingen die Match-Tiebreaks an die Gastgeberinnen, doch in der Endabrechnung war das ein Hauch zu wenig.

2:12-Punkte standen bei beiden Teams zu Buche, auch die Match-Differenz war die gleiche: 20:43, und so mussten die Sätze entscheiden. Hier kommen die Frauen des TC Grenzach nach sieben Spieltagen mit 63 Einzeln und Doppeln auf 48:92. Die Gäste aus Ettenheim stehen bei 50:89-Sätzen, sie konnten den vorletzten Tabellenplatz damit verteidigen und sich eine Mini-Hoffnung auf den Nichtabstieg erhalten.

Ergebnisse: Gämperli – Krämer 6:1, 6:2; Moiseeva – Bühler 6:2, 6:1; Grether – Schwendemann 0:6, 6:3, 11:9; Toporzissek – Formanová 1:6, 4:6; Strauch – Furtwängler 2:6, 0:6; Biester – Schmidt 7:5, 6:2; Moiseeva/Toporzissek – Krämer/Furtwängler 2:6, 3:6; Gämperli/Strauch – Schwendemann/Formanová 5:7, 6:3, 10:7; Grether/Biester – Bühler/Schmidt 2:6, 7:6, 10:7.

Autor: bz