Bislang unter Wert

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 13. Juni 2018

Tennis

Die Oberligafrauen 40 des SV Schopfheim sind nach drei Spieltagen sieglos, aber konkurrenzfähig.

TENNIS Oberliga Frauen 40: SV Schopfheim – TC Nicolai Konstanz 4:5 (BZ). Drei Spiele, drei Niederlagen, vorletzter Tabellenplatz: Die Bilanz des SV Schopfheim in der Oberliga 40 liest sich eindeutig. Doch sie ist nur die halbe Wahrheit. Die Schopfheimerinnen wurden zweimal unter Wert geschlagen.

Einzig gegen Spitzenreiter TC Bischweier (1:8) ließ sich an der Niederlage nicht rütteln, beim Auftakt gegen den TC Salem und nun gegen Konstanz war ein Sieg greifbar, der SVS gab die Matches jeweils mit 4:5 ab. "Gegen Salem haben wir 4:3 geführt", betont SVS-Teamkapitänin Nicole Lueking, erst jeweils die verbleibenden zwei Doppel habe man im Match-Tiebreak abgegeben.

Auch gegen Konstanz war nun ein Sieg möglich. Es war drückend heiß, viele Duelle nahmen einen engen Verlauf. 3:3 stand es nach den Einzeln, so hatte Sabine Kummle ihre Gegnerin, Martina Stark, niedergekämpft und ist damit weiter unbesiegt in dieser Medenrunde. Susanne Eberhardt holte mit ihrem kraftvollen und explosiven Spiel ihren ersten Saisonsieg. Beim Gesamtstand von 4:4 erzwangen Sabine Kummle und Brigitte Männer schließlich den Match-Tiebreak – und unterlagen dort 5:10. Er entschied über das gesamte Match beider Teams. Erneut gegen die Schopfheimerinnen.

Dass im Gäste-Aufgebot zwei Eidgenossinnen standen, war per se kein Ärgernis. Doch spielen diese ihre Turniere in der Schweiz, die im deutschen LK-System keine Berücksichtigung finden. Folglich werden sie tiefer eingestuft und treten – entgegen ihrer tatsächlichen Spielstärke – teilweise auf den hinteren Positionen an, was durch das LK-System eigentlich vermieden werden soll. So verlor Lueking ihr Einzel gegen die auf dem Papier schwächer eingestufte Raphaela Hasler Albrecht in zwei Sätzen.

Beim SVS hat sich nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit dem TC Maulburg die personelle Besetzung nicht verändert, allerdings konnte Angela Scherer, die Nummer zwei, nach einer Knieverletzung bisher nicht ins Geschehen eingreifen. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt", sagt Lueking. In der Sechserliga sind zwei Absteiger vorgesehen, doch ist offen, wie viele Teams am Ende tatsächlich absteigen müssen. Im Vorjahr blieb der SVS auch als Siebter dank der Neuordnung der übergeordneten Klassen in der Oberliga.

Am letzten Spieltag könnte es zum Endspiel um den vorletzten Platz kommen. Dann gastiert die SVS-Equipe beim derzeit ebenfalls noch punktlosen Aufsteiger TC Lahr. Zuvor tritt Schopfheim am Samstag beim TC St. Georgen an, voraussichtlich gibt Angela Scherer ihr Comeback. Sie hat sich wieder herangekämpft, vor zehn Tagen stand sie beim Alemannen-Cup in Kandern im Finale.

St. Georgen sei gegenüber dem Vorjahr "stärker einzuschätzen", so Lueking. Die Nummer zwei, Sybille Kieninger, fehlte beim Schopfheimer 5:4-Erfolg im Vorjahr, "sie ist seit zwei Jahren ungeschlagen". Und zwar im Einzel wie im Doppel (jeweils 8:0). Vielleicht durchbricht der SVS diese Serie ja, und sei es nur im Doppel, um selbst einmal im Match-Tiebreak den entscheidenden Sieg zu landen.

Kompakt: Eberhardt – Hofmänner-Brugger 6:2, 7:5; Kummle – Stark 6:4, 3:6, 10:3; Männer – Hamm 1:6, 3:6; Trefzer – Gäbel 2:6, 6:4, 5:10; Lueking – Hasler Albrecht 1:6, 4:6; Fischer – Ganter 6:4, 6:3; Kummle/Männer – Stark/Gäbel 5:7, 7:5, 5:10; Eberhardt/Trefzer – Hofmänner-Brugger/Hasler Albrecht 6:1, 3:6, 10:3; Lueking/Fischer – Hamm/Zwick 4:6, 5:7.