Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
05. Februar 2010
Ein Spiel verloren, aber an Erfahrung gewonnen
Tennis-Jungprofi Sebastian Richter aus Hinterzarten scheitert beim Junioren-Turnier der Australian Open in der Qualifikation
TENNIS (ma). Betrachtet man nur das Ergebnis, dann waren die Australian Open für den Hinterzartener Tennis-Jungprofi Sebastian Richter kein Grund zum Feiern. Gleichwohl hat ihn die Teilnahme in Melbourne "sportlich einen großen Schritt nach vorne gebracht", sagt sein Trainer Josef Horacek voller Überzeugung.
Die Auslosung für die Qualifikation im Junioren-Wettbewerb war vielversprechend. Der 17-jährige Jungprofi aus Hinterzarten kannte alle Gegner, die in seiner Tableauhälfte auf ihn warteten. Er hat sie zuvor alle schon besiegt. Mit drei Siegen hätte der Rechtshänder das Hauptfeld erreicht. Doch allein die Größe des Turniers, dessen Aura, das professionelle Umfeld sowie die Gewissheit, dass hier die Weltspitze versammelt ist, beeindruckten den jungen Schwarzwälder.
Sein erstes Match war dann auch zugleich sein letztes im Turnier. Richter unterlag einem Australier mit 4:6 und 3:6. Einige Monate zuvor hatte er denselben Gegner in Namibia noch mit 6:1 und 6:2 vom Platz geschickt. Doch in Melbourne fand Richter nicht zu seinem Spiel, agierte nervös und war "vom Kopf her nicht frei," so Horacek. Der erfahrene Trainer hatte "von Anfang an nicht viel erwartet". Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen: "Ein bisschen traurig waren wir aber schon." In den Tagen von Melbourne stellte sich Richter häufiger die Frage: "Was ist der Unterschied zwischen der Weltspitze der Junioren und mir?" Die Antwort fand er in einer ganzen Reihe von Trainingsmatches: "Eigentlich gar keiner." Er befindet sich mit den Besten der Weltrangliste auf Augenhöhe. Nur in seinem Spiel in der Qualifikation konnte er das "nicht rüberbringen". Horacek ist aber überzeugt, dass seinem Schützling die Tage in Australien gut getan haben.
Werbung
Zurück vom fünften Kontinent trainierte Sebastian Richter, mit der ersten Bundesligamannschaft aus Most. Der junge Deutsche spielt auch in dieser Saison für das tschechische Team. Am 19. Februar fliegt das Duo Richter/Horacek zu zwei Turnieren nach Bangladesch. Anschließend stehen Wettbewerbe in Johannesburg und Kapstadt (Südafrika) auf dem Programm. Die nächsten großen Ziele von Richter sind im Sommer die Grand-Slam-Turniere in Paris und London.
Autor: ma
