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12. Januar 2012
Petkovic muss Australian Open absagen
Deutschlands Nummer eins hat eine Stressfraktur.
MELBOURNE (dpa). Das Tennisjahr beginnt für Andrea Petkovic mit einem Schock: Die deutsche Nummer eins musste ihre Teilnahme an den Australian Open am Mittwoch wegen einer Stressfraktur im unteren Rücken absagen und wird sechs bis acht Wochen ausfallen. Damit steht die Darmstädterin dem deutschen Team auch beim Erstrundenspiel im Fedcup gegen Tschechien Anfang Februar in Stuttgart nicht zur Verfügung. "Das ist natürlich eine riesige Enttäuschung", sagte Petkovic nach der Diagnose, die einen Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk ergab. Das Iliosakralgelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Kreuzbein und dem Darmbein. Die 24-jährige Petkovic, die kürzlich Platz zwei belegt hatte bei der Wahl zu Deutschlands Sportlerin des Jahres 2011, kehrte für weitere Untersuchungen nach Deutschland zurück.
"Da quält man sich viele Wochen durch eine harte Vorbereitung, ordnet alles dem Sport unter und noch vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres ist man außer Gefecht gesetzt", sagte Petkovic zerknirscht. Die Hessin war zuletzt am Dienstag beim Turnier in Sydney in der zweiten Runde an der Polin Agnieszka Radwanska gescheitert und hatte dort bereits während der Partie behandelt werden müssen. Auch beim ersten Turnier des Jahres in Brisbane hatte die deutsche Nummer eins über Rückenprobleme geklagt. "Ich quäle mich schon eine Weile damit herum, aber ich habe immer geglaubt, dass es besser würde und habe deswegen die Schmerzen bekämpft", sagte Petkovic. "Das tut mir für Andrea Petkovic wahnsinnig leid. Sie wird quasi für ihren großen Eifer und Trainingsfleiß bestraft", sagte Fedcup-Chefin Barbara Rittner.
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Petkovic galt beim ersten Highlight des Jahres als deutsche Hoffnungsträgerin. "Aber so schnell haut mich nichts mehr um. Nach meinem Kreuzbandriss und dem Meniskuseinriss weiß ich mit Verletzungen umzugehen", sagte die Aufsteigerin der vergangenen Saison, die 2011 in Melbourne erstmals das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht hatte. Bei Sabine Lisicki und Julia Görges ist Rittner zuversichtlich, dass sie in Melbourne spielen können.
Autor: dpa
