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22. Februar 2011

Shakovets siegt in Antalya

16-jährige Tennisspielerin des TC Rheinfelden erkämpft sich ihre ersten Weltranglistenpunkte.

  1. Shakovets, Christinatc rheinfelden13. mai 2010bild schön Foto: schön

TENNIS. Mit einem Schlag hat Christina Shakovets am Sonntag mehr als eine Stufe auf ihrer Karriereleiter genommen. Die 16-jährige Tennisspielerin des TC Rheinfelden schaffte im türkischen Antalya nicht nur ihren ersten Hauptrundensieg bei einem Frauenturnier der Internationalen Tennis Federation (ITF); Shakovets hängte als Qualifikantin beim 10.000-Dollar-Turnier noch drei weitere Siege hinten dran und erkämpfte sich mit dem 6:4- und 6:1-Finalerfolg gegen die topgesetzte Serbin Teodora Mircic ihre ersten zwölf Weltranglistenpunkte.

Die in Weil lebende Schülerin dürfte sich damit in der kommenden Woche ungefähr bei Weltranglistenplatz 930 einreihen. Damit bleibt Shakovets bei den kommenden Turnierteilnahmen in der ITF-Serie der Weg durch die Qualifikation erspart. "Das ist das Wichtigste", sagt ihr Rheinfelder Trainer Tomas Stusek. Bei ihren drei vorangegangenen Erstrundenmatches im Hauptfeld eines internationalen Turniers war die gebürtige Lörracherin nach erfolgreich überstandener Qualifikation jeweils an einer topgesetzten Spielerin gescheitert. Nun hatte sie Losglück und traf in Runde eins auf die mit einer Wildcard ausgestattete Türkin Ekin Gunaysu. Shakovets gewann mit 6:2 und 7:5. "Das war der Knackpunkt", urteilte Stusek. "Anschließend war sie gelöst und spielte befreit drauflos."

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Nur im Viertelfinale einen Satz abgegeben

Im weiteren Turnierverlauf musste Shakovets lediglich im Viertelfinale gegen die Russin Marina Shamayko (Nummer 410 der Welt) einen Satzverlust hinnehmen. Shakovets wehrte beim Dreisatzerfolg (3:7, 7:6/3, 7:5) sogar zwei Matchbälle ab und war anschließend nicht mehr zu bremsen. Die Kanadierin Carol Zhao unterlag im Halbfinale mit 2:6 und 1:6, und auch die Serbin Mircic war als Weltranglisten-433. (vormals 250) im Finale weitgehend chancenlos.

Betreut wird die junge Turniersiegerin in Antalya von ihrem Vater Anatolij Shakovets. Das funktioniere einwandfrei und gebe ihr Sicherheit, schätzt Stusek. Bei vorangegangenen Turnieren musste sie alleine klar kommen. Da in Antalya eine ganze Serie von ITF-Turnieren ausgespielt wird, glaubt Heimtrainer Stusek, dass Shakovets schon in der kommenden Woche vielleicht weitere Weltranglistenpunkte einspielen kann: "Ich bin mir sicher, dass sie sich Respekt erarbeitet hat."

Ob der Weg von Shakovets tatsächlich ins Profilager führt, sei aber noch nicht entschieden. "Sie hat alle Türen offen", sagt Stusek, der den Stellenwert dieses ersten Erfolgs auf internationaler Ebene mit einem Bild beschreibt: Der Sieg sei nur ein Tropfen in einer Gießkanne, die es zum Wässern einer erfolgreichen Karriere benötige. Dass die viermalige deutsche Jugendmeisterin (U 14 und U 16) über großes Talent verfügt, ist unbestritten. Shakovets wurde bereits in den Tennis-Akademien von Marbella und Barcelona ausgebildet. Vor zwei Jahren schlug sie sich, beeinträchtigt durch etliche Verletzungen, mit Motivationsproblemen herum, ehe sie in der Gemeinschaft beim Oberligisten TC Rheinfelden den Spaß am Tennissport wiederentdeckte. "Sie will angreifen", versichert Stusek.

Autor: Matthias Kaufhold