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14. Dezember 2011

TC Rheinfelden: Eine Frage des Alters

Frauen des TC Rheinfelden spielen jetzt nur in der Badenliga 30.

  1. Corinna Eckermann ist enttäuscht über die Entscheidung. Foto: HELD

TENNIS. Im Sommer noch gefeiert, jetzt zurückgezogen: Die Frauen-Mannschaft des TC Rheinfelden wird in der kommenden Saison nicht in der Badenliga der Frauen, sondern nur in der Badenliga 30 spielen. Das teilte Mannschaftssprecherin Brigitte Baumgartner-Jehle am Dienstag mit.

Wer genau hinhörte, konnte bereits im Juli vernehmen, welch unterschiedliche Welten da in Rheinfelden zusammenprallten. Zwei hochmotivierte Jungspielerinnen trafen auf routinierte Tennisspielerinnen, die nicht mehr jedes Wochenende auf Topniveau spielen wollten. Allein die Reaktionen über den unerwarteten Aufstieg von der Oberliga in die Badenliga hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während Talent Corinna Eckenstein den Aufstieg und die neue Liga als "voll cool" bezeichnete und angab, unbedingt aufsteigen zu wollen, hielt sich die Freude bei Baumgartner-Jehle in Grenzen: "Wir wollten ja vor der Runde nicht um jeden Preis aufsteigen, das hat sich so entwickelt. Aber besonders Corinna und Christina (Shakovets, d. Red.) wollten schon aufsteigen", sagte sie.

Was sich da entwickelte, hat nun keine Zukunft. Jung und Alt gehen fortan getrennte Wege. Die Tennisspielerinnen werden von Mai an nicht in der Badenliga, sondern lediglich in der Badenliga 30 spielen, für die Eckermann und Shakovets zu jung sind. Dieser Wechsel ist ohne Weiteres möglich. Die zweite Mannschaft verbleibt als Aktivmannschaft.

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"Ich hätte schon gerne mit der Mannschaft noch weiter in der Badenliga gespielt. Aber man kann es nicht erzwingen", zeigte sich Corinna Eckenstein enttäuscht. Sie weiß noch nicht, wo sie kommende Runde spielen will. Aufhören mit dem Tennis will sie aber sicher nicht. Kollegin Shakovets heuert angeblich bei einem Bundesligisten an. Näheres weiß man nicht, ihr Handy ist abgeschaltet.

Die unterschiedlichen Ansprüche von Jung und Alt waren schließlich ausschlaggebend für die Entscheidung, nicht in der Badenliga zu spielen. "Die einen wollen Geld – und das gibt’s bei uns nicht –, und die anderen sind in einem Alter, in dem sie nicht mehr unbedingt Damen spielen wollen", so Baumgartner-Jehle. Es mache keinen Sinn, mit Biegen und Brechen etwas mit Geld und Sponsoren zu organisieren, sagt sie. Schließlich wüsste sie nicht, wie lange die beiden Aufstrebenden im Verein verblieben. Zudem störten sich die älteren Spielerinnen daran, für die Jüngeren einzuspringen: "In den letzten Jahren war es effektiv so: Entweder waren die Jungen verletzt oder haben ihre eigenen Turniere gespielt. Hinstellen mussten sich schließlich immer wir Alten. So etwas wollen und brauchen wir nicht mehr", sagt Baumgartner-Jehle. Nichtsdestotrotz hatten die jüngeren Spielerinnen Gelegenheit, eine eigene Mannschaft zusammenzustellen. Die Frist hierfür lief allerdings am 23. November ab.

Autor: Andreas Frey und Felix Held