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07. November 2008 13:53 Uhr

Zum Tod des Schauspielers Michael Hinz

Das Gesicht der Fernsehserien

Nach einem Schlaganfall lag er mehrere Wochen im Koma, nun ist der Schauspieler Michael Hinz im Alter von 68 Jahren gestorben.

  1. Werner Hinz zusammen mit seiner zweiten Ehefrau, der Schauspielerin Viktoria Brams. Foto: dpa

Man kannte sein Gesicht, man kannte seine Stimme – aber nicht unbedingt seinen Namen. Michael Hinz gehörte zu jener verlorenen Generation deutscher Schauspieler, denen – im Unterschied zu seinem weit berühmteren Vater Werner Hinz – trotz ihrer Fähigkeiten, doch letztlich nur der TV-Auftritt blieb. Weil das Theater während ihrer besten Jahre an Ausstrahlung verloren hatte, und der deutsche Film in der Bedeutungslosigkeit von Schnulze und Klamotte verschwand. Dennoch hatte Hinz, Jahrgang 1939, gerade dort einen seiner größten Erfolge: als Jugendlicher Walter Forst in Bernhard Wickis grandiosem Antikriegsfilm "Die Brücke". Was folgte, waren nicht unbedingt schlechte Filme, aber eben auch zu wenig gute. Und so wechselte Hinz ab den 70er Jahren immer häufiger das Medium und avancierte zum Fernsehgesicht. "Der Kommissar", "Derrick", "Forsthaus Falkenau", "Der Landarzt" – kaum eine TV-Serie, in der der gebürtige Berliner nicht seine Visitenkarte hinterlassen hätte: eine sehr deutsche Nachkriegsschauspielerkarriere. Am Donnerstag ist Hinz an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben.

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Autor: Alexander Dick