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27. Juli 2009 10:11 Uhr
Vertragsverlängerung
Mundel bleibt Intendantin des Freiburger Theaters
Bis Ende Juli 2014 bleibt Barbara Mundel Intendantin des Freiburger Theaters. Das entschied der Gemeinderat – auch ein Zeichen der Zufriedenheit mit der Arbeit der Intendantin.
"Drei Jahre", seufzt Barbara Mundel, ganz in Schwarz gekleidet. Aber sie lächelt, greift zum Stift, unterzeichnet den Vertrag, scherzt nebenbei mit Oberbürgermeister Dieter Salomon: Bis Ende Juli 2014 bleibt Mundel Intendantin am Theater Freiburg – ihr bisheriger Vertrag wäre Ende Juli 2011 ausgelaufen. Zudem wurde der Vertrag mit dem Kaufmännischen Leiter Klaus Engert ebenfalls vorzeitig bis Ende Juli 2015 verlängert.
"Eigentlich entspricht das nicht meinem Zeitgefühl", sagt die Intendantin – so lange habe sie sich in ihrer Karriere noch nie gebunden. Und das, obwohl ihr nach eigener Aussage auch andere Angebote vorlagen. Obwohl die Spardebatte um das Freiburger Theater in den ersten Jahren ihrer Amtszeit öffentlich und in aller Schärfe geführt wurde.
Schmerzlich sei das Gutachten gewesen, das zeigen sollte, wie am Theater Geld gespart werden könne, erzählt Mundel. Doch von dem Ärger von damals ist scheinbar nichts mehr übrig geblieben. Mit der Zielvereinbarung, die der Freiburger Gemeinderat beschlossen hat, haben sich beide Seiten aufeinander zubewegt, sagt die Intendantin. Seitdem seien das Vertrauen und die gegenseitige Wertschätzung gewachsen, ergänzt der Oberbürgermeister. Er habe es als angenehm empfunden, dass die Intendantin bei den ersten Gesprächen über die Vertragsverlängerung nicht gleich mit einem Anwalt aufmarschiert sei.
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In der Zielvereinbarung wird der städtische Zuschuss von 2009 bis 2013 festgeschrieben, verbunden mit der Zusage, dass die Stadt die in diesem Zeitraum anfallenden Mehrkosten infolge von Tariferhöhungen übernimmt. Und ein Bonbon hat Mundel im neuen Vertrag auch noch bekommen: von 2011 an für jedes Jahr zusätzliche 100.000 Euro Projektmittel für kulturelle Bildungsarbeit.
Für ihr bisheriges Wirken in Freiburg hat die lntendantin schon viel Lob erhalten. Auch Salomon stimmt ein: Sie habe das Theater für junge Menschen sowie für soziale Schichten geöffnet, die zuvor kaum einen Bezug dazu hatten.
Und seit die Zuschüsse gesichert sind, sagt Mundel, habe sie auch viel Spaß an ihrer Arbeit: "Ich habe das Gefühl, mitten in einem lebendigen Prozess in dieser Stadt zu stehen, der nicht in den nächsten beiden Jahren abgeschlossen werden kann." Sie wolle weiterhin zeigen, dass das Theater einen Beitrag zum sozialen Miteinander leisten könne – und nicht nur Geld koste.
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Autor: Nicolas Scherger
