Auszeichnung

Thilo Krause erhält den Peter-Huchel-Preis

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 20. Januar 2019 um 12:36 Uhr

Literatur & Vorträge

Der Lyriker Thilo Krause ist für seinen Gedichtband "Was wir reden, wenn es gewittert" mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet worden. Die Verleihung findet im April in Staufen statt.

Der Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an den 1977 in Dresden geborenen und in Zürich lebenden Thilo Krause. Die Jury würdigte in ihrer Sitzung am 18. und 19. Januar in Freiburg den bei der Edition Lyrik Kabinett bei Hanser erschienenen Band "Was wir reden, wenn es gewittert" als herausragende Neuerscheinung des Jahres 2018.

Der mit 10.000 Euro dotierte Peter-Huchel-Preis wird am 3. April, dem Geburtstag Huchels, in Staufen verliehen. Preisstifter sind der Südwestrundfunk und das Land Baden-Württemberg. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehörten unter anderem Ernst Jandl, Durs Grünbein, Thomas Kling, Uljana Wolf, Friederike Mayröcker und Farhad Showghi.

Transparenz der Lyrik

Die Jury begründete ihre Entscheidung für Thilo Krause mit der Transparenz, Klarheit und kargen Fülle, die seine Lyrik auszeichnen. "Bei ihm kommen die alltäglichen Momente zur Sprache, aber in einer Sprache, die nicht alltäglich ist, sondern aus der Verdichtung ihre Stärke zieht", so die Jury. Die Jury besteht aus sieben unabhängigen Literaturkritikerinnen und -kritikern sowie Autorinnen und Autoren.

Der Preis selbst erinnert an den Namensgeber Peter Huchel (geboren am 3. April 1903 in Groß-Lichterfelde bei Berlin), den bedeutenden Lyriker und langjährigen Chefredakteur der Literaturzeitschrift "Sinn und Form". Huchel starb am 30. April 1981 in Staufen im Breisgau. Die Jury besteht aus sieben unabhängigen Literaturkritikerinnen und -kritikern sowie Autorinnen und Autoren.