Weltcup-Vorbereitungen

An der Hochfirst-Schanze wurde der Schnee vom Vorwinter ausgepackt

Eva Korinth und Peter Stellmach

Von Eva Korinth & Peter Stellmach

So, 25. November 2018 um 17:15 Uhr

Titisee-Neustadt

Es ist eine Arbeit Hand in Hand am "Gletscher": Auf der Neustädter Hochfirstschanze ist der gelagerte Schnee ausgepackt und teils für den kommenden Skisprung-Weltcup verarbeitet worden.

Noch zwei Wochen, dann ist der Neustädter Skisprung-Weltcup 2018 Geschichte. Im Endspurt der Vorbereitung auf das Wochenende vom 7. bis 9. Dezember hat das Schanzenteam zusammen mit ehrenamtlichen Helfern am Samstag eine wichtige Vorarbeit geleistet. Sie legten den Schnee vom vergangenen Winter frei. Anschließend wurde die Masse zum Anlauf gefahren und verarbeite.

Der Schnee lagerte unter grauen Dämmplatten

Der Frost der vergangenen Nächte kam dem Schanzenteam gerade recht. Die Schneilanzen fütterten das aus dem Container erzeugte Schneepolster auf. Zusätzlich wurde jetzt die Reserve geöffnet, der übersommerte Schnee vom Vorwinter.

Schon kurz nach 9 Uhr glich der neben dem Medienzentrum liegende Schneeberg einem Ameisenhaufen. "Vorsicht, aufpassen", war immer wieder zu hören. Rund 60 Helfer aller Altersstufen packten an, Hand in Hand lief die Arbeit, jeder wusste, was er zu tun hatte. Sie trugen oder warfen die grauen Dämmplatten, die den Haufen vor Schwund bewahren sollten, zur Seite oder ließen sie den Berg hinab rutschen. Andere Helfer setzten sie zum Abtransport auf einen gut fünf Meter hohen Haufen, sie werden wiederverwendet. Dann wurden die darunter liegenden weißen Plastikplanen vom Schnee gezogen.

Als das erste Drittel frei gelegt war und der Schnee atmen konnte, kam der Pistenbully zum Einsatz. Das rote Ungetüm schnurrte auf seinen Raupenrädern auf den Haufen und schob das Weiß hinunter, wo es von der Fahrzeugfräse auf den Lastwagen geschleudert wurde. Der fuhr voll beladen die Serpentinen hoch zum Sprungturm und kippte den Schnee vor eine kleine Fräse, die ihn zu einer mitten im Schnee steckenden Handfräse beförderte. Diese wurde per Schaufel gefüttert und transportierte das weiße Material durch einen schwarzen Schlauch bergab zum Anlauf in die Arme von Generalsekretär Joachim Häfker. Der hielt das Ende des flexiblen Rohrs und lenkte die herausschießende Masse auf den Anlauf. Unterhalb standen seine Leute mit Schaufeln und das Spurgerät "Mathilde" an der Seilwinde. Bedient wurde sie von oben von Roland Stripp, der per Sprechfunkgerät seine Anweisungen erhielt: Hoch. Stopp. Ein bisschen runter. Hoch.

Lastwagenladung um Lastwagenladung fand so den Weg auf den mit Kühlschlangen belegten Anlauf und wurde dort, mit Wasser gut angefeuchtet, zur Spur für das Weltcupwochenende verarbeitet.

Der Ticketverkauf für das Weltcup-Skispringen läuft. Erstmals geht auch die Weltelite der Frauen an der Hochfirstschanze an den Start.
Zeitplan: 7. Dezember, 16 Uhr Training und Qualifikation Männer; 8. Dezember, 11 Uhr Training Frauen, 13 Uhr Qualifikation Frauen. 16 Uhr Teamspringen Männer. Sonntag, 9. Dezember, 10 Uhr Einzelspringen Frauen und 15.30 Uhr Einzelspringen Männer.

Eintrittspreise: Freitag Erwachsene 12 und Jugendliche/Ermäßigte 6 Euro; Samstag und Sonntag je 31 und 21 Euro, Dauerkarte 54 und 34 Euro. Kinder bis elf Jahre haben freien Eintritt.