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23. Juli 2010

Bäuerinnenkalender 2011: Anna Schwär aus St. Märgen steht Modell

Profiaufnahmen im beigen Minikleid: Die 21-Jährige ist Model für den baden-württembergischen Bäuerinnenkalender 2011.

HOCHSCHWARZWALD. Die Scheinwerfer und Fotoapparate stehen startbereit im Bauerngarten, die Stuttgarter Fotografin Julia Blank und ihre Assistentin Annette Diehl sowie die Grafikerinnen Claudia Zinke und Elke Rothwarten warten auf ihren Einsatz. Doch Visagistin Sabine Nania lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit sicherem Griff fährt die Stuttgarterin ihrem Model durch die neue Frisur, der sie mit Haarspray weitere Stabilität gibt und strichelt die Augenbraunen etwas nach.

Jetzt ist sie – vorläufig - zufrieden und überlässt das Model im Bademantel der Stuttgarter Stylistin Susanne Wittig.

Anna Schwär, die 21-jährige Tochter vom Steinbachhof in St. Märgen, ist eine von 13 Modellen, die eine professionelle Jury für den Baden-Württembergischen Bäuerinnenkalender 2011 ausgesucht hat. 200 junge Frauen folgten der Bewerbungsaufforderung der Oberschwabenschau in Ravensburg und des Landwirtschaftlichen Hauptfestes (LWH) in Stuttgart. Die beiden großen Landwirtschaftsmessen tragen die vierte Kalenderaktion gemeinsam, was eine entsprechend größere Kandidatinnenauswahl nach sich zog. Der erste Bäuerinnenkalender wurde aus Anlass des Jubiläums zum 40-jährigen Bestehen der Oberschwabenschau veröffentlicht und auch hinter den beiden darauf folgenden Ausgaben stand die Ravensburger Landwirtschaftsmesse. "Ausverkauft" kann man nach Aussage von Claudia Zinke jährlich vermelden, auch wenn die Auflage des Kalenders stetig gesteigert wurde und derzeit bei 7500 Exemplaren liegt. Unter den Bewerberinnen aus ganz Baden-Württemberg wurden 25 zu einem Casting mit ersten Probeaufnahmen nach Ravensburg, Stuttgart und Freiburg eingeladen, daraus die 13 diesjährigen Models gewählt. Der landwirtschaftliche Bezug war eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme. "Minimum war jedoch, dass die Eltern einen Hof betreiben", sagt Claudia Zinke.

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Anna, die Schülerin der Wirtschaftsoberschule in Freiburg ist und auf dem zweiten Bildungsweg in Richtung Abitur steuert, erfüllt nicht nur diese Voraussetzung. Sie hilft auch tatkräftig auf dem Hof mit, wie ihre Mutter Margarete bestätigt. Daneben werden Studentinnen der Agrarwirtschaft und –wissenschaft, aber auch Winzerinnen und Bäuerinnen im Kalender zu finden sein. Vor dem Fototermin suchte auf den Höfen nach dem Einzigartigen der Models und der Umgebung. Auf dem Steinbachhof stach der top gepflegte Bauerngarten mit der alten Kapelle im Hintergrund sofort ins Auge.

Trotz der Romantik, zu der die satten Wiesen und grasenden Kühe beitragen, zielt man mittels Lichteffekten und Styling auf ein neues Bildkonzept mit moderner Landwirtschaft ab. Zwei bis drei Stunden Vorbereitung waren notwendig, bis das Shooting starten konnte.

Mit Absprache von Model Anna hat sich die Stylistin für ein beiges Minikleid entschieden. "Weiblich-feminin und lebendig, sexy aber mit Niveau, selbstbewusst und modisch", fasst Fotografin Julia Blank den Anspruch zusammen. Man wolle mit den Bildern zum Ausdruck bringen, dass die Bauerntöchter Mädels wie alle anderen sind, und so dem Klischee der Bäuerinnen entgegen wirken. Trotzdem soll die Natürlichkeit hervorgehoben werden. Das Model müsse sich wohl fühlen. Auch damit hatte Model Anna nicht die geringsten Probleme.

Neben dem Kalenderfoto winken den "13 schönsten Bäuerinnen" Einladungen zu Partys und Events und vereinzelt kommt es wohl auch vor, dass die Models für weitere Jobs gebucht würden.

Premiere feiert der Bäuerinnenkalender 2011 auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart (25. September).

Autor: Christa Maier