Damit Familie S. zur Oma kann

Thomas Winckelmann

Von Thomas Winckelmann

Fr, 14. Dezember 2018

Titisee-Neustadt

Alleinerziehende Mutter in finanzieller Not.

TITISEE-NEUSTADT (twi). Wenn der Ehemann und Vater alkoholabhängig und unberechenbar ist und eine Familie zerbricht, ist für Frauen mit der Trennung längst nicht alles ausgestanden. Es beginnt vielleicht für die alleinerziehende Mutter ein Leidensweg und Existenzkampf. Wie zum Beispiel bei Marita S. :

Nach jahrelangem Ringen um die Beziehung zu ihrem alkoholkranken Mann hat Marita S. einen Schlussstrich gezogen und ist mit ihren fünfjährigen Zwillingen in ein Frauenhaus geflüchtet. Mit der Unterstützung einer Sozialarbeiterin und viel Glück hat sie eine kleine Wohnung gefunden, in die sie inzwischen eingezogen ist. Viele Anträge mussten gestellt werden. Bis Marita S. ein regelmäßiges Einkommen, in Form von Unterhaltsvorschuss, Kindergeld und Grundsicherung haben wird, dauert es noch sechs bis acht Wochen. Nun hat sie festgestellt, dass ihr Mann im Internet auf ihren Namen eingekauft, aber nicht bezahlt hat. Einige Mahnbescheide sind ihr schon zugestellt worden. Aus Angst vor Pfändungen hat sie schnell einige Rechnungen beglichen, ohne daran zu denken, dass die Bearbeitung ihrer Anträge auf finanzielle Unterstützung Zeit in Anspruch nehmen wird und sie bis dahin kaum mehr Geld für den Lebensunterhalt zur Verfügung hat.

In der Hoffnung auf etwas Ruhe hatte sie geplant, mit ihren Kindern an Weihnachten zu den Großeltern zu fahren. Nun sieht es finanziell aber schlecht aus, Fahrkarten zu kaufen, ist nicht mehr möglich. "Mit Ihrer Spende könnten sie Frau S., ihren Kindern und auch den Großeltern eine Freude zu Weihnachten bereiten und einen Beitrag dazu leisten, dass endlich wieder ein normaler, familiärer Alltag erlebt werden kann", erklärt der Geschäftsführer der Caritas im Hochschwarzwald, Christoph Schlosser.

Marita S. ist nur ein Beispiel für Menschen, denen durch die BZ-Weihnachtsaktion schnell und unbürokratisch geholfen werden kann. Im vergangenen Jahr kamen 63 000 Euro zusammen. Im Interview mit den Vertretern der Caritas (Ausgabe vom 13. Dezember) war von 43 000 Euro die Rede gewesen – das war die Spendensumme zum Jahresende, nicht zum Abschluss der Aktion.

Spenden sind möglich unter:

Sparkasse Hochschwarzwald:

IBAN: DE28 6805 1004 0004 0100 88

BIC: SOLADES1HSW

Volksbank Freiburg:

IBAN: DE21 6809 0000 0018 0981 05

BIC: GENODE61FR