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03. April 2010

Die Kunst braucht Förderer

Kunstforum Hochschwarzwald verzeichnet mehr Besucher in der Galerie an der Salzstraße.

TITISEE-NEUSTADT. Der 1986 von Karin Schelkes-Unruh ins Leben gerufene Verein Kunstforum Hochschwarzwald blickte in seiner Hauptversammlung am Mittwochabend auf ein finanziell schwieriges Jahr zurück, hatte aber dennoch Erfolge zu verzeichnen.

Zu fünf Ausstellungen in den Galerieräumen an der Salzstraße in Neustadt waren 530 Besucher gekommen, 167 mehr als im Vorjahr. Die Vorsitzende Karin Hessler konnte auch beobachten, dass Betrachter, welche die Arbeit des Forums kennengelernt und die Ausstellungsräume gefunden haben (was beim ersten Besuch schwierig sein kann) gerne wiederkommen. Einen besonderen Akzent setzte, wie Hessler und Bürgermeister Armin Hinterseh übereinstimmend feststellten, die Ausstellung "Die Farbe Gelb" mit Mitgliedern des Forums und anderen Künstlern. Hinterseh erklärte, dass die Möglichkeit zur Präsentation von Exponaten im Rathaus gerne genutzt werde und die Diskussion um Kunst sehr angeregt habe.

Auf das Thema Kunst im Zusammenhang mit der zwischenzeitlich überklebten Titelseite der Werbebroschüre für den Hochschwarzwald eingehend, räumte er ein, dass sich im Nachhinein alle einig seien, dass man es so nicht machen sollte. Er selbst habe sich bei der ersten Betrachtung dem Inhalt gewidmet und die Kuckucksuhr, die man so oft sieht, überblättert ohne genau hinzuschauen. Trotz all dem sei man sich im Aufsichtsrat der Hochschwarzwald Tourismus GmbH einig, dass die Kunst im Schwarzwald einen höheren Stellenwert bekommen solle, ohne den Sport zu vernachlässigen.

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Ohne Zuschüsse hätte das Jahr "ganz schlimm" ausgesehen

Nur ein Objekt konnte im gesamten Rahmen der Ausstellungen verkauft werden, stellte der Kassenbericht dar. Daher dankten Kassierer Dieter Schmid und Karin Hessler der Stadt Titisee-Neustadt für den Zuschuss von 1200 Euro und der Sparkasse Hochschwarzwald für die Spende über 750 Euro, "ohne die das Jahr ganz schlimm ausgesehen hätte", wie Schmid sagte. "Kunst braucht Sponsoring" brachte Wolfgang Hessler das Problem auf den Punkt und versprach, sich dafür einsetzen zu wollen, dass sich in dieser Richtung etwas bewegt.

Das Vorstandsteam des Kunstforums Hochschwarzwald mit Karin Hessler an der Spitze und Rainer Mertens als Stellvertreter wurde bestätigt. Die Kasse wird weiterhin Dieter Schmid führen. Das Amt des Schriftführers bleibt weiter unbesetzt. Im künstlerischen Beirat werden Marianne Klaus, Irmgard Maurer, Jens Koch, Volker Ellwanger, Albi Maier und Wolfgang Hessler tätig sein. Zu neuen Kassenprüferinnen wurden in der Jahresversammlung Kathrin Jünger und Birgit Wetzel gewählt.

Auftakt mit Bereznicki/Dämpfle

Das Kunstforum Hochschwarzwald bietet in diesem Jahr wieder fünf Ausstellungen in den Galerieräumen Salzstraße 16 in Neustadt an. Parallel dazu stellen die Künstler ihre Werke im Rathaus aus.

Den Anfang macht das Duo Elisabeth Bereznicki und Matthias Dämpfle unter dem Titel "still leben". Ihre Objekte sind von Freitag, 16. April, bis Sonntag, 9. Mai, zu sehen. Von Mittwoch, 14. Mai, bis Sonntag, 6. Juni, zeigt Gabriela Morschett ihre aquarellartigen Variationen unter der Überschrift "Linksschreiben". "Vom Ausloten" künden die Arbeiten von Eberhard Freudenreich von Freitag, 2. Juli, bis Sonntag, 25. Juli. Mit Adrian Lacour bereichert ein "alter Neustädter" das Programm. Der Grafiker, Maler und Musiker hat für seine Ausstellung von Freitag, 10. September, bis Sonntag, 3. Oktober, den Titel "Neustadt- Basel- bis heute" gewählt. Zeitgleich präsentiert er Teile seiner Arbeit in der Sparkasse. Zeichnungen von Marianne Maul beschließen die Saison von Freitag, 22. Oktober, bis Sonntag, 14. November.

Vernissage für die Ausstellungen ist jeweils am ersten Freitag von 19 Uhr an. Öffnungszeiten sind Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 16 bis 18 Uhr.  

Autor: ls

Autor: Liane Schilling