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07. November 2011

Ein Gefühl von Gänsehaut inklusive

Der Projektchor hat am Wochenende eine Auswahl der schönsten Melodien aus 25 Jahren "Bergweihnacht" auf CD aufgenommen.

  1. Zum 25-jährigen Bestehen der Bergweihnacht hat der Projektchor eine CD aufgenommen. Foto: Martina Bodenlos

TITISEE-NEUSTADT. Am Freitagabend wurde es ernst. "Locker machen", forderte Robert Mayr, der Begründer der Bergweihnacht den Projektchor, die Alphörner und Bläser auf. Mit "Sch-sch-sch" und "Ha-ha-ha" machten sich die Sänger warm.

Zum 25-jährigen Bestehen der "Bergweihnacht" wurde am Wochenende eine CD mit einer Auswahl der beliebtesten Stücke dieser Zeit aufgenommen. Am Freitag ergänzten Bläser und Alphörner den Chor, am Samstag kamen Orgel und Zither hinzu. Als Erstes wurden am Freitagabend drei Solostücke der "Alphornwälder" aus Neustadt aufgenommen. Die "Alphornwälder" begleiten die Bergweihnacht erstmals in diesem Jahr. Der Projektchor besteht aus rund 30 Sängern des Männerchors Hochfirst und zirka 30 Gastsängern aus dem ganzen Hochschwarzwald.

Bereits beim ersten Stück herrscht "Gänsehautfeeling" im Raum. "Halleluja, geboren ist in Betlehem" klingt es durch die Reihen. Zwei Solostimmen sind im zweiten Lied "Panis Angelicus" vorgesehen. Die Sopransolistin Stefanie Lickert und der Solist Alfred Bucherer sind hoch konzentriert. Anspannung liegt in der Luft. "Das Ganze ist kein Zuckerschlecken, sondern harte Arbeit für jeden einzelnen", erklärt Mayr. Manche Stücke müssen mehrmals aufgenommen werden, andere passen bereits beim ersten Versuch genau auf den Punkt. Alles in allem sind Mayr und vor allem die Tontechniker sehr zufrieden.

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Die Auswahl der Stücke für die Best-of CD erfolgte demokratisch innerhalb des Chores. Jeder Sänger konnte zehn Lieder vorschlagen, die zehn am häufigsten genannten kommen nun auf den Tonträger. Darüber hinaus entschied sich der choreigene Musikausschuss für das ein oder andere Lied. Berücksichtigt wurden laut Mayr und Löffler unter anderem Lieder, die "einfach gern gehört werden", wie zum Beispiel "der Trommler". "Der darf nicht fehlen", sind sich die beiden einig.

Auf der Jubiläums-CD der Bergweihnacht sind insgesamt 14 neue Titel zu hören. Diese, so Mayr, seien im Laufe der 25 Jahre im Programm der Bergweihnacht bereits in den Konzerten zu hören gewesen, aber noch nicht auf einer CD aufgenommen worden. Zwei neue Stücke, von Mayr eigens komponiert, wurden aufgenommen: "Maria hör den Engel an" und "Halleluja, geboren ist in Betlehem".
Die Bläsergruppe der Stadtmusik ist seit 25 Jahren im Bergweihnachtsteam dabei. Auch zwei der vier Zitherspielerinnen, Anja Wursthorn und Janine Diehr ergänzen seit einem Vierteljahrhundert den Projektchor. Über die Hälfte der Männerchor-Mitglieder wirkte bereits bei der ersten Bergweihnacht 1986 mit. Robert Mayr selbst ist seit 1973 Dirigent des Männerchors Hochfirst, die Bergweihnacht stammt aus seiner Feder. Er arrangiert Chorsätze für zahlreiche Weihnachtslieder und Musikstücke für den Gesamtchor sowie für die Sänger des Dreier-, Vierer- und Achtergesangs. Auch einige Eigenkompositionen kamen über die Jahre hinzu. Einige Texte, wie zum Beispiel des Stückes "Halleluja, geboren ist in Betlehem" wurden von Nikolaus Bliestle geschrieben.

Die Firma "Amps-Factory" aus Freiburg ist zum dritten Mal für die Qualität der Aufnahmen verantwortlich. Bis zum Neustädter Weihnachtsmarkt soll die CD fertig sein. Sie kann dort vor Ort direkt vom Männerchor Hochfirst käuflich erworben werden.

Drei Aufführungen sind vorgesehen

Aufführungen sind am 17. Dezember um 16 Uhr in der katholischen Kirche Furtwangen, am 18. Dezember um 17 Uhr im Münster St. Jakobus in Neustadt und am 20. Dezember um 19.30 Uhr in der katholischen Kirche in Kirchzarten.

Die Geschichte der Bergweihnacht geht bis in die 70er Jahre zurück: Die Kurkonzerte in der Adventszeit im Kurhaus Titisee stellen den Ursprung dar. Der Chor wurde von einem Bläserquartett begleitet, das sich aus Kindern der Sänger bildete. Ab dem Jahre 1979 wurde am Stephanstag (26.Dezember) im Kursaal im Hotel Neustädter Hof ein Weihnachtsball aufgeführt, an dem der Chor sich mit weihnachtlichen Weisen beteiligte. Von Jahr zu Jahr wurde das Repertoire des Chores mit weihnachtlichen Weisen und am Weihnachtsball am 26. Dezember 1986 bestritt der Chor dann erstmals den gesamten Programmteil, wobei hier die Bläsergruppe der Stadtmusik erstmalig mitwirkte und Chorleiter Robert Mayr an der Zither begleitete. Dies war die eigentliche Geburtsstunde der heutigen "Bergweihnacht". Der Weihnachtsball wurde ab 1989 von der Kurverwaltung aus dem Programm genommen. Der Männerchor gestaltete ab dieser Zeit in eigener Regie zusammen mit der Bläsergruppe und mit Janine Diehr und Anja Wursthorn an der Zither weiterhin alljährlich ein "Adventskonzert" mit Liedern aus der Bergwelt und gab diesen Konzerten später den Namen "Bergweihnacht", der inzwischen in der Region zu einem Markenzeichen geworden ist. (Quelle Seppi Löffler)

Autor: Martina Bodenlos