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07. Dezember 2010
Ein Konzert, wie man es sich wünscht
Die Chorgemeinschaften Eisenbach/Schwärzenbach und "Dreiklang" begeistern in Eisenbach.
EISENBACH. Noch nie war das Jahreskonzert der Chorgemeinschaft Eisenbach/Schwärzenbach so unterhaltsam und harmonisch wie in diesem Jahr. Karl-Ferdinand Willmann und seine 22 Sänger inszenierten einen gelungenen Konzertabend, wobei sie selbst den Auftakt und den Schluss gestalteten.
Auftakt war ein Liederzyklus von Friedrich Silcher, wobei Willmann nicht auf die bekannten Kompositionen zurückgriff, sondern weniger populäre Lieder auswählte wie "Wohin mein Freund", "Bin i net e Bürschle" oder "der Wanderer". Nicht unbedingt passend für einen Chor, dessen Durchschnittsalter weit über dem Renteneintrittsalter liegt, waren allerdings Lieder wie "Maidle, lass dir was erzählen" oder "Mädele ruck, ruck, ruck".. Die Chorgemeinschaft war stimmlich, trotz der Defizite in einzelnen Stimmlagen, bestens eingestellt und vorbereitet. Mehr Volumen konnten aufgrund der größeren Sängerzahl die Gäste der Chorgemeinschaft "Dreiklang", die sich aus Sänger von Löffingen, Seppenhofen und Rötenbach rekrutieren, aufbieten. Chorleiter Bruno Krämer setzte auf Gefälligkeit. Melodien von Udo Jürgens wie "Ich war noch niemals in New York", "Mit 66 Jahren" oder "Die kleine Kneipe" eroberten die Herzen der Zuhörer. "Über sieben Brücken" und "Über den Wolken", waren Evergreens, die nicht nur ins Ohr gingen, sondern zum Gelingen des Konzertes wesentlich beitrugen. Krämer begleitete teils selbst am Piano, doch den überwiegenden Part leistete der 16-jährige Gymnasiast Jonathan Schulz, der souverän das Klavierspiel wie auch die Begleitung des Chores beherrschte und ganz erheblich zum positiven Eindruck des Auftrittes beitrug. Selbst als die Sänger einmal dezent ins Schwimmen gerieten, blieb der Pianist gelassen.
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Den Schlussakzent setzte die Chorgemeinschaft Eisenbach/Schwärzenbach mit temperamentvollen Liedern spanischen Ursprungs. Landestypisch gekleidet präsentierten sich die Sänger und auch die Pianistin Anita Willmann trat in Schwarz-Weiß und einer roten Rose im Haar auf. Optisch perfekt in Szene gesetzt war das Ensemble, wunderbar die Auswahl der spanischen Lieder wie "Zauber des Südens" oder das "Andalusische Abendlied", die Sänger imponierten. Es war wieder ein Konzert, bei dem man gelassen zuhören konnte, alt Bekanntes geboten wurde, Harmonisches den Abend ausklingen ließ, ein Konzert, wie man es sich wünscht.
Autor: Gert Brichta


