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15. Mai 2010

Ein Maltag für Sicherheit auf dem Schulweg

Die Hirschbühlschüler haben 30 Figuren aus Holz bunt bemalt, sie sollen Autofahrer zum Langsammachen veranlassen.

  1. hirschbühlschule Foto: peter stellmach

TITISEE-NEUSTADT. Wer kennt nicht die Kinder aus Holz, die an den Schulwegen aufgestellt sind, damit Autofahrer aufmerksam werden und langsam fahren. Dabei, überlegen Sie nochmal, sind die bunten Figuren gar nicht mehr so zahlreich. Ob Sammel- oder Zerstörungswut das Motiv waren, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass die meisten der nahezu 30 Tafeln, die unter Federführung der langjährigen Elternvorsitzenden Gabi Maier vor etlichen Jahren für alle Grundschulen angefertigt wurden, heute verschwunden sind – bis auf einen kümmerlichen Rest von vier Exemplaren. Grund genug also für eine große Gemeinschaftsaktion.

Die Jungen und Mädchen der Hirschbühlschule in Titisee haben dazu am Brückentag die Klassenzimmer in Malerwerkstätten verwandelt – Ateliers wäre vielleicht treffender, denn die Kinder waren nicht nur mit Feuereifer dabei, sondern schufen richtige Kunstwerke.

30 kleine Mahner, knapp 1,20 Meter hoch und farbenfroh angezogen, sind so entstanden. Sie werden an den Verkehrswegen der zusammen rund 100 kleinen Ranzenträger der Gesamtstadt aufgestellt: In Titisee, an den beiden Grundschulen in Neustadt sowie in Waldau.

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Eltern halfen mit, die Lehrer sowieso. Im Hintergrund wirkte aber auch eine Schar Erwachsener mit. Die Verkehrswacht von Klemens Laule kaufte die stabilen Holzplatten. Die Holzabteilung der Hans-Thoma-Schule mit dem Lehrer-Schmid-Trio sägte und schliff die Silhouetten. Die Gägs, gestern vertreten durch Markus Reiner, Marc Sigwart und Achim Steür, spendierten Pinsel und ein gutes Dutzend Dosen Farbe samt Grundierung. Der Gesamtelternbeiratsvorsitzende Marcel Falke wehrte zwar jedes Lob bescheiden ab, aber seine Titiseer "Abteilungsleiterin" Antje Walter pochte darauf: Er war nicht nur der Organisator, sondern übernahm, da Grundierung schädlich ausdünstet, das Vorpinseln. Wie Falke den Einsatz der Vereine und Ehrenamtlichen lobte, gab Hirschbühl-Rektorin Simone Schelske Anerkennung und Dank in Form kleiner Aufmerksamkeiten an ihn und die anderen weiter.

Wenn jede Grundschule für sich jetzt noch die gelben Leuchtwesten bestellt, die der ADAC bereitstellt, sollte für den sicheren Schulweg alles getan sein. Und da jetzt öffentlich bekannt ist, wie viel Arbeit (neben dem Spaß) die Schülerinnen und Schüler in das Thema Sicherheit auf dem Schulweg gesteckt haben, möchte man auch hoffen, dass sich Sammler und Zerstörer künftig zurückhalten.

Autor: Peter Stellmach