Einmal günstig einkleiden, bitte!

Eva Korinth

Von Eva Korinth

Mi, 12. September 2018

Titisee-Neustadt

Der Flohmarkt bietet gebrauchte und gut erhaltene Kleidung – ein Rundgang.

TITISEE-NEUSTADT (akh). Shopping-Queen in Neustadt für 30 Euro und weniger? Auf dem Flohmarkt an der Jakobistraße beim Kaufhaus Secondo konnte man am Samstag für kleines Geld ein komplettes Outfit für jede Jahreszeit erstehen.

Das Wetter stimmte und der Flohmarkt fand statt. Aber auf der abgesperrten Jakobistraße waren viele Lücken zu entdecken. Nur 17 Anbieter boten vom Einbaufenster über Antiquitäten, Dekorationen, Bücher, Spiele und Kleidung alles an. Die Auswahl war groß, ganz besonders an Kleidung, darunter vieles, das von Kindern nur eine Saison lang getragen war. Für zehn Euro gab es am Stand von Familie Riedl ein modisches Outfit für junge Frauen. Einen luftigen, cremefarbigen mit Spitze besetzten kurzen Jumpsuit (2 Euro), dazu knallrote Chucks (6 Euro) und für kühlere Temperaturen eine leichte schwarze Strickjacke mit Lochmuster (2 Euro). Am Nachbartisch war Fränzi Stolle und hatte neben Spielsachen auch Kinderkleidung. Im beliebten Lila mit Pink gab es die Kombination auf Longshirt (1 Euro) mit passenden Leggings (1 Euro), einem kurzen Baumwollrock (2 Euro) und Markenschnürstiefel (10 Euro): Ein perfektes Outfit für einen warmen Herbsttag für nur 14 Euro.

Eine dicke schwarze Wildlederhose für 30 Euro, dazu eine dunkelrote Bluse (2 Euro), eine helle Longstrickjacke aus Bändchengarn (3 Euro) und helle Wildlederstiefeletten (3 Euro) konnte man als mögliche Kombination ein paar Stände weiter finden. Die angebotene Kleidung, ob für Kleinkinder oder Erwachsene, war nur wenig gebraucht und sah oft wie neu aus.

Ein wenig zu wünschen übrig ließ der Käuferstrom, fanden die Verkäufer. Sie bemängelten, der Organisator, das Gebrauchtwarenkaufhaus, habe im Vorfeld zu wenig Werbung gemacht. So fehlten auch das große Transparent und Plakate. Viele der Flohmarktverkäufer fanden: "Schade, es ist wenig los." Wer über den Flohmarkt schlenderte, konnte trotzdem eine offene Atmosphäre erleben, hatte viel zu schauen und traf zudem Bekannte und Freunde zu unterhaltsamen Gesprächen. Mariane Kratabony vom Secondo vermutete, dass weniger Stände da waren, weil der Flohmarkt im vergangenen Jahr wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste. Im Vorfeld sei die Werbetrommel durchaus gerührt worden, auch im Internet, auf der Homepage und über die sozialen Netzwerke.