Erscheinung in Rot trifft auf Frau in Grün

Martin Hannig

Von Martin Hannig

Di, 24. November 2015

Titisee-Neustadt

Bei der ersten Jahresgabe des Kunstforums Hochschwarzwald waren zwei Werke von Rainer Mertens zu erwerben.

TITISEE-NEUSTADT. Etwas für die Augen und für die Ohren – das ist eine gute Mischung. Eine solche bot das Kunstforum Hochschwarzwald mit der Einladung zu seiner ersten Jahresgabe. Wer sich für Kunst interessiert, hatte bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit, zwei handsignierte Bilder zu erwerben. Aber auch für diejenigen, die einfach nur schauen wollten, war die Einladung gedacht.

In einer Kleinauflage bot das Kunstforum zwei Kunstwerke von Rainer Mertens an. Ausschnitte auf dem Ankündigungsflyer und interessante Titel wirkten vielversprechend. Und die Besucher wurden nicht enttäuscht: "Imaginäres Porträt" und "Erscheinung in Rot" gefielen den Kunstbegeisterten. Mertens selbst war anwesend und stand den Leuten Rede und Antwort. Das, was er am häufigsten hörte, waren Lob und Fragen zur Machart der Bilder.

Mit aufwendigen Mal-, Scan- und Reproduziertechniken angefertigt, bewiesen seine beiden Werke, dass sich moderne Technik und klassische Malerei wunderbar kombinieren lassen.

Bei dem Bild "Erscheinung in Rot", handelte es sich um eine Gouache – zumindest ursprünglich. Mertens hat mit den bereits erwähnten Techniken das Foto eines Kopfporträts in das Gemälde integriert. Wie dem Namen zu entnehmen ist, ist das Bild überwiegend in Rot gehalten. Verschiedenen Schattierungen und Töne sorgen dafür, dass das Bild lebendig wirkt. Das in der Mitte angeordnete Viereck erinnert an ein Fotoalbum, aus welchem ein Bild herausgenommen wurde, welches nun leicht darüber zu schweben scheint. Das querformatige Bild soll in einer maximalen Auflage von 25 Stück erhältlich sein. Daneben war das Werk "Imaginäres Porträt" zu sehen. Imaginär deshalb, weil es das Gesicht einer Frau zeigt, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Die Frau mit dem weißen Gesicht sowie den grünen Haaren und Lippen erinnert ein bisschen an den bekannten Malstil von Andy Warhol. Dennoch ist ein ganz eigenes Schaffen darin erkennbar. Und auch dieses Bild wird nur in einer kleinen Auflage erhältlich sein.

Rainer Mertens erklärte, dass in Zukunft verschiedene Künstler angesprochen werden sollen, um für das Kunstforum ein Werk für die Jahresgabe herzustellen. So soll diese Jahresgabe von nun an jährlich stattfinden. Der Erlös durch den Verkauf der Bilder soll eine Spende für das Kunstforum darstellen. Die Vorstellung wurde durch den Musiker Martin Müller und seine Schlagzeuger ergänzt. Mit Marimba und kleiner Trommel spielten er und seine Schüler die, laut Aussagen der Besucher, perfekt passende Musik zur Veranstaltung. Als Lukas und Lukas stellte Müller seine beiden Schüler dem Publikum vor, die im Duett spielten. Die Besucher waren angetan von der Kunstfertigkeit der Musiker.

Auch wenn, vermutlich wegen des Schnees, der Raum nicht komplett gefüllt war, waren die Anwesenden der Meinung, dass sich der Besuch der ersten Jahresgabe gelohnt habe.