Bauschub

Genossenschaften wollen am Stalter Sozialwohnungen und eine Flüchtlingsunterkunft bauen

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Sa, 20. Mai 2017 um 17:55 Uhr

Titisee-Neustadt

Im Neustädter Wohngebiet Stalter soll gebaut werden: Die Genossenschaft "Bogenständig" will eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete bauen, die Familienheim plant sozialen Wohnungsbau.

Die Pläne von "Bogenständig" sind die Fortführung des Bauvorhabens an der Schützenstraße. Dort werden innerhalb der nächsten vier Wochen die Häuser fertiggestellt, in denen 60 geflüchtete Menschen Unterkunft finden können, und an den Landkreis übergeben.

Unterkunft für 60 statt für 120 Menschen

Beide bilden den Ersatz für die bereits geräumte Gemeinschaftsunterkunft im Obstgarten. Bürgermeister Armin Hinterseh hat vom Landratsamt die Auskunft erhalten, der Bedarf bestehe weiterhin.

Ursprünglich war geplant, am Stalter für 120 Menschen zu bauen. Das scheiterte am Anwohnerprotest. Deshalb wurden 60 Plätze an die Schützenstraße gelegt. Am Stalter wird nun auch eine 60er-Einheit geschaffen. Baustart soll im Spätsommer/Frühherbst sein, sagt Wolfgang Fugmann von bogenständig. Anders als an der Schützenstraße, wo mehrere Gebäude ein Ensemble bilden, wird am Stalter Richtung Friedhof ein Wohngebäude entstehen, das in Größe und Gestaltung den Familienheimhäusern gleicht. Dazu kommt ein kleines Verwaltungsgebäude.

Statt Flüchtlingsunterbringung kommt sozialer Wohnungsbau

Familienheim hatte ursprünglich auch Interesse am Bau einer Flüchtlingsunterkunft. Doch der Druck zur Unterbringung hat nachgelassen. Jetzt lautet das Ziel Sozialer Wohnungsbau. Gegenüber der Raiffeisen-Zentralgenossenschaft ist Platz für zwei jeweils dreigeschossige Häuser mit zusammengenommen 24 Wohnungen, erläutert Geschäftsführer Erhard Pfaff das bisher allerdings nur grob umrissene Bauvorhaben. Parkplätze sollen entlang der Landesstraße angelegt werden.

Der Gemeinderat hat die Aufstellung des Bebauungsplans angestoßen.