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27. Februar 2009

Kein Zweifel am Erfolg

Hinter den Kulissen der Zukunftswerkstatt wird intensiv an Projekten gearbeitet

TITISEE-NEUSTADT. Die Zukunftswerkstatt geht in die dritte Phase: Nachdem seit dem Start im Oktober 2007 viele Ideen und Anregungen gesammelt, diskutiert, verworfen oder genauer geprüft wurden, werden nun einzelne Projekte umgesetzt. Die Neustadt-Tour ist eines davon, der Bürgerbus ein anderes. Dass die Euphorie des Anfangs sich etwas gelegt hat, betrachten Sprecher aller Arbeitskreise als normal, die Zukunftswerkstatt insgesamt wird nach wie vor als sinnvolle Einrichtung und erfolgversprechend bewertet.

"Intern wird kräftig gearbeitet", versichert Ottmar Thalmann, der für die Stadtverwaltung das Projekt Zukunftswerkstatt betreut. In den Ausschüssen werde ganz konkrete Arbeit geleistet, entgegnet er auf die Befürchtung, die Zukunftswerkstatt könnte in der reinen Ideenfindung stecken bleiben. Den Verdacht, das ehrgeizige Projekt könnte sich als Seifenblase entpuppen, wehrte auch Bürgermeister Armin Hinterseh in der Vergangenheit bereits ab: Es sei von vorneherein Ziel der Aktion gewesen, dass die konkrete Umsetzung der Ideen und Projekte durch die interessierten Bürger in den einzelnen Arbeitskreisen selbst erfolgen muss.

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Einige Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden im März wieder den Gemeinderat beschäftigen. Anfang März sollen dem extra dafür zusammengestellten Lenkungsausschuss Zwischenergebnisse des Märkte- und Zentrumskonzeptes vorgestellt werden und am 17. März wird sich der Gemeinderatsausschuss für Tourismus und Wirtschaft erneut mit der Frage beschäftigen, ob die Stadt einen Wirtschaftsförderer einstellen soll. Bereits in der Woche davor diskutiert der Hauptausschuss des Gemeinderates einen Antrag der Zukunftswerkstatt zum Thema barrierefreie Stadt und das Projekt "Aktiv im Alter", für das die Stadt bereits Zuschüsse zugesagt bekommen hat. Die neuesten Ergebnisse sollen in der nächsten Vollversammlung der Zukunftswerkstatt Ende März diskutiert werden, erklärte gestern Bürgermeister Hinterseh.

Ehrenamtliche für den Bürgerbus gesucht
"Mehrere Themen" beschäftigten den Arbeitskreis Generationenstadt ganz konkret, bekräftigte auch Clemens Kirchherr, der nach dem Abschied von Claudia Bauer-Rabe die Sprecherrolle übernommen hat. Im Mittelpunkt steht derzeit das Projekt Bürgerbus. In einer Sitzung des Arbeitskreises am 11. März sollen noch einmal Modelle vorgestellt werden. Daneben suche man Menschen, die bereit sind sich ehrenamtlich für den Bürgerbus zu engagieren, erklärt Kirchherr. Eine Arbeitsgruppe kümmert sich um die barrierefreie Stadt und Jana Gümbel vom Mehrgenerationenhaus engagiert sich nach wie vor für "Aktiv im Alter".

"Es geht noch einiges" wehrt auch Willi Sutter für den Arbeitskreis Handwerkerstadt den Eindruck ab, um die Zukunftswerkstatt sei es zu still geworden. Viel Kleinarbeit im Zusammenhang mit der Einrichtung der Kunst- und Kulturmeile beschäftige die Mitglieder des Arbeitskreises. Im April soll die Tour eröffnet werden. Bis dahin müssen Pläne und Flyer fertig, die Kunstwerke und historischen Gebäude mit Schildern versehen sein. Sutter freut sich darüber, dass sich inzwischen auch die Schulen an der Kunstmeile beteiligen. Das Kreisgymnasium arbeitet an einem eigenen Objekt, das an der ehemaligen Adler Post montiert werden soll. Auch die Hansjakob- und die Realschule sind an der Kunsttour interessiert. Von der Werbung für den Neustädter Kulturweg erhofft sich Sutter auch Effekte im Fremdenverkehr: "Dann haben die Touristen ’was zum Anschauen."

Autor: Thomas Winckelmann