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01. Februar 2012

In Sachen Bildung

KOMMENTAR: Auf die Tagesordnung

Lag’s am Wetter? Oder daran, dass die Sitze im Saal ein rotes Polster trugen, passend zum Veranstalter SPD? Dabei bekam CDU-Stadtrat Gustl Frey ja sogar ein schwarzes Mikro. Die Kulisse für den ausgewiesenen Experten Christoph Bayer war dürftig. Wenige Schulleiter und Lehrer, wenige Bürgermeister und Kommunalpolitiker. Auch wenige Nachbarn aus anderen Orten.

Eltern? Schon, aber vor allem sowieso Engagierte. Interessiert es die anderen nicht? Oder sind sie zufrieden damit, wie es um die Bildung bestellt ist? Oder war der Sog der Doku-Soap auf RTL2 zu stark? Vielleicht aber fühlen sich viele ja auch einfach nur überfordert von den Neuerungen, die sich da abzeichnen, nachdem sie sich erst auf Veränderungen eingestellt hatten, die schon nichts mehr gelten, siehe Werkrealschule? Wie auch immer, schade ist es. Es war ein Abend mit einem Referenten, der etwas zu sagen hatte. Die Bürgermeister und Gemeinderäte im Hochschwarzwald gemeinsam mit den Schulen könnten überlegen, ob sie nicht für und mit den Eltern die Chancen und Möglichkeiten erörtern und beraten sollten. Es kämen sicher auch die Risiken und Nebenwirkungen zur Sprache. Der Vergleich mit den Flächennutzungsplänen, er hat etwas. Kaum jemand, der nicht die Bildung als höchstes Gut für die Zukunft bestätigt, jetzt bietet sich Gestaltungsmöglichkeit. Nur auf die nächste Landtagswahl zu hoffen, scheint zumindest gewagt.

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Autor: Peter Stellmach