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09. Februar 2012

Leserbriefe

DAUERFROST
20 Zentimeter Eisstärke
zu "Der Titisee ist noch ein Wagnis", BZ vom 7. Februar, Seite 21:
"Das Eis sei noch nicht tragfähig und man könne noch nicht mal jemanden auf das Eis lassen, um zu messen": Dazu habe ich mit Seemern gesprochen, und die können nur den Kopf schütten.

Wir haben im Bereich des Kurgartens gemessen und kamen auf 20 Zentimeter Eisstärke. Wir sind der Meinung, ab 16 Zentimeter tragfähigen Eises könnte man eine Eisfläche zum Eislaufen und Eisstockschießen herrichten. Diese Fläche sollte wie bisher abgesperrt sein und der Rest des Sees auf "eigene Gefahr" betretbar sein. Johann Ketterer, Titisee

Alles schon dagewesen
zu "Die Kälte lässt uns kalt", BZ vom 2. Februar:
Dieser Beitrag weckt in mir Erinnerungen an den Winter 1955/56. Als langgedienter FF-Berufsholzhauer (44 Jahre) war ich selbstverständlich mit der Natur verwurzelt und keineswegs verweichlicht. Der plötzliche Kälteeinbruch Ende Januar 1956 bleibt mir dennoch unvergessen. Es sollten drei Wochen mit um die 20 Grad minus Tagestemperaturen werden. In meinem Vermerkbuch ist am 2. Februar die Morgentemperatur mit 28 Grad minus und am 10. Februar mit 31 Grad angegeben. Vormittags konnten wir noch das geschlagene Holz entrinden, und zwar mit dem Schäleisen von Hand – wie damals üblich. Am späten Nachmittag mussten mein damaliger Kollege und ich aufgeben und daheim die Wärme suchen, sofern es sie in den alten Häusern überhaupt ausreichend gab. Jedenfalls war es in der Eiseskälte vor 56 Jahren nicht mehr an Händen und Füßen auszuhalten. Also alles schon mal dagewesen.

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Erich Fischer, Schollach

Autor: Johann Ketterer, Titisee