Mit viel Fleiß und noch mehr guten Ideen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 22. Juni 2018

Titisee-Neustadt

Die Probenarbeit für die Jostäler Freilichtspiele geht in die heiße Phase / "Der Glasvogt Melchior".

TITISEE-NEUSTADT-JOSTAL (BZ). Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – auch bei den Jostäler Freilichtspielen. "Der Glasvogt Melchior" heißt das neue Stück, geschrieben von Hubert Mauz. Bereits seit rund einem Jahr sind die Vorbereitungen im Gange und der Geschäftsführer Helmut Lüber, die Regisseurin Barbara Rießle sowie das Spielleitungsteam um Rosel Kaltenbach, Monika Ketterer und Manfred Kleiser haben alle Hände voll zu tun. Die heiße Phase der Probearbeit hat begonnen.

Im Vorfeld haben sich alle Beteiligten mit den Originalschauplätzen durch eine geführte Wanderung vom Autor Hubert Mauz vertraut gemacht. Bei einem gemeinsamen Ausflug mit Führung durch die Dorotheen-Hütte in Wolfach haben sich die Schauspieler mit der Kunst des Glasmachens und des Köhlerhandwerks vertraut gemacht.

Die Proben mit den Darstellern haben im Januar begonnen und die Texte sitzen schon weitestgehend. Jetzt geht es darum, Abläufe, Wege und Einsätze abzustimmen, was ausschließlich vor Ort möglich ist. Daher wird seit Pfingsten vor Ort an der Oehlermühle in der Schildwende geprobt. Das historische Gebäude sowie der Platz rundherum verwandeln sich Stück für Stück in die Freilichtbühne – genauer gesagt in eine Glashütte. Noch ist nicht alles fertig. So trifft man sich also häufig auch an den Wochenenden, um Details und Änderungswünsche zu besprechen und selbst Hand anzulegen. Bis alles so weit ist, werden wohl noch viele Arbeitsstunden vergehen, aber mit der Unterstützung der zahlreichen freiwilligen Helfer sowie der Vereinsmitglieder der Chorgemeinschaft MGV Titisee/Eckbach-Jostal/Hinterzarten ist das zu schaffen. Ende kommender Woche soll die Zuschauertribüne aufgerichtet werden.

Aber nicht nur die großen Bauten nehmen viel Zeit in Anspruch, auch die Herstellung der zahlreichen Requisiten bedarf vieler fleißiger Helfer und immer neuer Einfälle. Zum Glück verfügen die Theaterleute über einen großen Fundus an Kostümen und Kleidungsstücken, jedoch wird alles, was man weder leihen noch kaufen kann, kurzerhand in Eigenarbeit hergestellt. Die zahlreichen Beteiligten aller Altersgruppen freuen sich schon darauf, ihr Publikum in die Glashütte anno 1683 bis 1727 mitzunehmen.