Narren sorgen für Schlagzeilen

Eva Korinth

Von Eva Korinth

Mo, 05. Februar 2018

Titisee-Neustadt

Schreiberlinge der Zünfte haben wieder ganze Arbeit geleistet.

TITISEE-NEUSTADT. Sie sind wieder da, die Jahresdruckerzeugnisse der Seeräuber vom Titisee, der Narrenzunft Neustadt und der Hölzlebrucker Waldschrättele.

Der Kurier vom See "hät en Runde", heißt es im Seeräuber-Kurier von Zunftmeisterin Nicole Hermann. Es ist die 60. Ausgabe, und die besonders gelungen. Narr kann in Erinnerungen schwelgen, denn das Beste aus den vergangenen Jahrzehnten lebt auf. Die großen Narrensamenkinder haben kleine Rätsel und einen Seeräuber zum Ausmalen ins Blättle genommen. Wer den ausgemalt zum Kinderball am Freitag, 9. Februar, ins Kurhaus Titisee mitbringt, nimmt an der Prämierung teil. Die Jubiläumsausgabe ist 34 Seiten dick und bietet Lästerlich-Wissenswertes über das eine oder andere Malheur von Nachbarn, Kollegen oder Bekannten. Auf einer Seite wird geträumt von der Erfüllung märchenhafter Wünsche: einem funktionierenden und geöffneten Freibad, der Ruheoase Eisweiher für Titiseer und Gäste, einen kleinen, aber feinen Supermarkt auf der Hermeswiese und schlaglochfreie Gewerbe- und Jägerstraße.

Der Leitartikel der 61. Neustädter Närrischen Nachrichten widmet sich der Förderung der Wirtschaft. Er gibt Einblicke zur Nachfolge der Wirtschaftsförderin und zeigt den wahnsinnigen Zulauf an Bewerbern und deren Eignung. Untermalt wird dies durch einen Wirtschaftsförderer-Stammtisch, karikiert von Thomas Zipfel. Wieder war der Narrenrat unterwegs, um das närrische Volk zu prüfen. Dieses Mal mit dem Narrenbaumdoldenbastelquiz – eine Kombination von Basteln und Fragen. Die Wirtsleute versuchten sich tapfer anhand mündlicher Anleitung, den Miniatur-Narrenbaum fachgerecht zu verschönern sowie die närrischen Quizfragen sachgerecht zu beantworten.

Im grünen General-, Lokal-, Skandal- und Moralanzeiger für Hölzlebruck und alles, was drum und dran hängt, dem 24. Närrischen Hölzlebrucker Tagblatt, findet Redaktör Manfred Wissler: "Das Jahr 2017 ist nicht spurlos an uns vorüber gegangen." Gefeiert haben die Waldschrättle ein ganz unnärrische silbernes Jubiläum, sie wurden 25 Jahre alt. Sein Hauptaugenmerk richtet er sodann auf das Bürgerhaus, von der Idee bis zu den Tücken. Wäre das Haus für Vereine und Bürger gestanden, wäre wahrscheinlich gemerkt worden, dass den Neustädter wieder "nix Halbes und nix Ganzes" hingezaubert worden sei.