Nervenkitzel unerwünscht

Eva Korinth

Von Eva Korinth

Fr, 14. September 2018

Titisee-Neustadt

Arge Sport blickt unter anderem auf den Skisprung-Weltcup als Großereignis.

TITISEE-NEUSTADT. Egon Hirt vom Skiclub Neustadt hat für ein Jahr die Leitung der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Sport übernommen. Ihm zur Seite steht – ganz neu im Team der Arge – Andreas Heizmann vom Skiclub Langenordnach. Die Hauptversammlung im "Jägerhaus" blickt auf das Sportjahr zurück und auf einige Ereignisse voraus: Abend des Sports im November und Weltcup im Dezember. Thema war auch die Datenschutzgrundverordnung.

Der Wechsel an der Führungsspitze erfolgte turnusgemäß. Hirt rutschte als Stellvertreter auf zum Vorsitzenden. Er löste Fritz Scherzinger von den Wälder Drachenfliegern ab. Einstimmig sprach sich die Versammlung aus, dass Lothar Huber, auch wenn er Anfang 2019 in den Ruhestand geht, im Arge-Führungsteam weiterhin tätig sein wird. Seit 31 Jahren gehört er dem Gremium an. Kaum acht Wochen im Neustädter Rathaus, wurde er zur Arge Sport geschickt, erinnerte er sich an das Jahr 1988. Neun Mitglieder seien anwesend gewesen. Mittlerweile gehören 20 Sportvereine der Interessengemeinschaft an.
Abend des Sports
Zufrieden zeigten sich die Arge-Verantwortlichen mit dem Sportabend 2017. In der Kasse blieb ein schmales Plus von 63 Euro übrig, legte Willi Lehmann dar. Es sei geglückt, rund 200 Eintrittskarten, das gesetzte Ziel, zu verkaufen. Der Abend selbst war ein voller Erfolg, schilderte Gustl Frey, eingebettet in ein attraktives Rahmenprogramm seien die besten Sportler geehrt und die Sportler und die Mannschaft des Jahres gewählt worden; bei den Teams entschied eine Stimme über den Sieg.

Der Abend des Sports 2018 findet am 17. November statt. Auftreten werden die Wettkampfgemeinschaft Schwarzwald-Baar (Akrobatik), zwei Newcomer präsentieren Tanz, und die Fördergruppe Turnen von Carola Schubnell zeigt ihr Können. Die Happy Shakers spielen auf.
Skisprung-Weltcup
Ein Kraftakt war der vergangene Weltcup, darin waren sich Egon Hirt vom ausrichtenden Skiclub, Generalsekretär Joachim Häfker und Bürgermeister und OK-Präsident Armin Hinterseh einig. Am Sonntagnachmittag hätte fast der Schnee gesiegt, doch 92 Helfer präparierten mit der Schaufel im Schnee in kürzester Zeit die Schanze so, dass der Wettkampf pünktlich starten konnte. "Ein zweites Mal will ich das nicht erleben", sagte Häfker, "wir werden nächstes Mal besser vorbereitet sein." Der anstehende Weltcup am 7. und 8. Dezember sei etwas Besonderes, da in Neustadt auch die Frauen über den Bakken gehen. Die Planungen laufen auf vollen Touren, ist es doch in drei Monaten so weit. Schnee sei eingelagert, ob er ausreiche, könne er nicht sagen. Häfker hofft, dass rechtzeitig Kälte kommt und anhält, damit Schnee produziert werden kann.

Besonders der Sonntag dürfte für die das Schanzenteam und Helfer anstrengend werden, denn die Frauen beginnen um 9 Uhr, was heißt, dass die Vorbereitungen um 6 Uhr beginnen müssen. Die Männer sind um 16 Uhr an der Reihe. Gefordert ist der Stadionsprecher, in der rund zweistündigen Pause zwischen Frauen und Männern das Publikum bei Laune und im Stadion zu halten. Am Samstag werden die Teamwettkämpfe ausgetragen. Der Generalsekretär äußerte sich zuversichtlich: "Es ist eine neue Herausforderung. Ich bin guter Dinge und glaube, wir bewältigen das."

Für den Weltcupzirkus wird investiert. Mehr als drei Millionen Euro sind kalkuliert für das Medienzentrum, Aufwärmgebäude für die Springer und die gekühlte Anlaufspur. Das Medienzentrum ist fertig und in Betrieb, das Aufwärmgebäude wird gebaut, die Eisspur fehlt noch. Hinterseh sprach allen Beteiligten Dank aus, sie hätten Unwahrscheinliches geleistet. "Der letzte Weltcup war ein Nervenkitzel und der anstehende wird eine ganz harte Nummer." Damen und Herren an einem Wochenende an der gleichen Schanze in Neustadt springen zu lassen, zeige das große Vertrauen des Deutschen Skiverbands (DSV) in das Schanzenteam.

Jahnstadion
Hinterseh dankte erneut den drei Vereinen, die Verantwortung übernehmen und das Stadiongebäude umbauen und sanieren. Das Flutlicht wird auf LED-Beleuchtung umgestellt, das hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats beschlossen. Die Tartanbahn und die Bahnsektoren seien nicht vergessen, dafür werde gemäß dem Gemeinderatsbeschluss Geld im Haushalt 2019 bereitgestellt. Dass der Kunstrasen des SV Titisee erneuert werden muss, sei auch angekommen. Die Stadt unterstütze die Sportvereine, in dem sie keine Hallennutzungsgebühr verlange.

Sonstiges
2019 feiert der Sportverein Titisee sein 60-jähriges Bestehen mit einem Sportwochenende (28. bis 30. Juli). Der Sportverein Hölzlebruck richtet vom 12. bis 14. Juli das Sportwochenende, der FC Neustadt veranstaltet vom 29. bis 20. Juni Jugendtage, der Skiclub Langenordnach hat 5. bis 7. Juli Sommersporttage.

Gustl Frey stellte die wichtigsten Eckpunkte vor, die aufgrund der Datenschutzgrundverordnung im Umgang mit Personendaten beachtet werden müssen.