Neuer Rüstwagen für die Feuerwehr

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Do, 30. April 2015

Titisee-Neustadt

Gemeinderat beschließt Kauf des Spezialfahrzeugs für mehr als 437 000 Euro.

TITISEE-NEUSTADT (swo). Die Feuerwehr erhält einen neuen Rüstwagen. Für 437 000 Euro wird die Gemeinde das neue Fahrzeug samt Spezialaufbauten kaufen. Das hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung am Dienstagabend beschlossen. Viel Geld, aber etwas günstiger als erwartet im Haushaltsplan waren sogar 470000 Euro für den neuen Wagen eingeplant. Außerdem gibt es Zuschüsse vom Land (166 000 Euro) und dem Landkreis (50 000 Euro). "Wir bekommen ein sehr umfangreich bestücktes Fahrzeug", sagte Markus Straub, der Neustädter Feuerwehrkommandant.

Die Ausrüstung des neuen Fahrzeugs ist vor allem auf technische Hilfeleistungen spezialisiert, kann etwa bei Öleinsätzen, Lkw-Unfällen oder Rettungen aus Höhen und Tiefen zum Einsatz kommen. Der Wagen und die Aufbauten wurden europaweit ausgeschrieben. Nicht bei allen Konfigurationen wurde der billigste Anbieter gewählt. Es flossen auch Faktoren wie Wertigkeit und Haltbarkeit in die Entscheidung ein. "Wir haben uns intensiv damit beschäftigt und die Qualität geprüft", sagt Straub.

Eine Anschaffung fürs Leben

"Wir diskutieren das ja schon lange. Vor allem die Konfiguration. Jetzt investieren wir eine große Summe. Aber die Wagen laufen lange", sagte Bürgermeister Armin Hinterseh. Straub geht davon aus, dass der neue Rüstwagen mindestens 20 Jahre seinen Dienst tun werde, sogar eher etwas länger. "Das ist eine Anschaffung fürs Leben. Es tut im Moment zwar etwas weh, aber im Lauf der Jahre relativiert sich das", sagte Leopold Winterhalder (Grüne). "Wir haben eine sehr gute Vorbereitung der Feuerwehr gesehen. Auch wir gehen von einem werthaltigen Fahrzeug, das sein Geld wert ist", sagte Gustl Frey (CDU). Stadtrat und Rettungsassistent Markus Schlegel drückte ebenfalls die Zustimmung seiner Fraktion zu der Neuanschaffung aus. "Ihr macht eine sehr gute Arbeit und ihr wisst, dass ich das weiß", sagte er in Richtung der zahlreich in der Sitzung erschienenen Feuerwehrleute.

Bevor der Rat geschlossen zustimmte, gab es noch eine Nachfrage. Denn trotz europaweiter Ausschreibung gab es nur eine Firma, die ein Angebot ablieferte, ungewöhnlich für diesen Bereich. 96 000 Euro kostet dieser Teil. Besonders vor dem Hintergrund, dass vor einigen Jahren zu hohe Preise für Feuerwehrfahrzeuge verlangt wurden, wollten die Räte mehr wissen. "Wir haben uns auch mit anderen Feuerwehren unterhalten. Der Preis ist absolut üblich", sagte Straub.