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23. Februar 2012

Polizei gibt den Narren gute Noten

Ausnahmen bestätigen die Regel: 17-Jähriger in Lenzkirch wird mit Verdacht auf Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

TITISEE-NEUSTADT (pes). Fasnetmendig war es, gegen 19.15 Uhr am Postplatz in Neustadt, als ein 16-Jähriger von einem Unbekannten ins Gesicht geschlagen wurde. Eine gebrochene Nase war die Folge, der Täter entkam unerkannt. Das war eines der wenigen Vorkommnisse, die über Fasnet die Polizei auf Trab hielt. Gute Noten bekommt das närrische Volk ausgestellt, und so hat sich die günstige Einschätzung zum Auftakt der hohen Tage der Fasnet "weitgehend bestätigt", stellte Clemens Winkler, der stellvertretende Leiter des Reviers, gestern fest.

Ausnahmen bestätigen die Regel, und speziell am Schmutzige Dunschdig könnte die Disziplin noch größer sein. Dort ereignete sich der Fall eines 16-Jährigen, der, mit mehr als 1,5 Promille geladen, in Neustadt eine Scheibe einschlug und sich selbst verletzte. In Lenzkirch wurde ein 17-Jähriger hilflos beim Rathaus liegend aufgefunden; er hatte so viel Alkohol intus, dass er nach der Erstversorgung durch Sanitäter mit Verdacht auf eine Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Er hat es überstanden, aber es wird noch ermittelt, wie er an so viel Alkohol kam beziehungsweise von wem er ihn erhielt. Außerdem muste die Feuerwehr zu einem qualmenden Container am Bahnhof Neustadt ausrücken; Passanten hatten das Feuer aber mit Schnee schon erstickt. Früher Freitag war es, als in Neustadt zwei Gruppen aufeinander losgingen und zwei Beteiligte verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Am Montag nach dem Umzug in Eisenbach kehrte ein Mann in seine Unterkunft zurück, trat dort die Tür ein und schlug einem Mitbewohner mit der Faust ins Gesicht. In Lenzkirch wurde ein 14-Jähriger bei einem Geschäft mit weinhaltigem Cocktailgetränk ertappt. Es wurde beschlagnahmt und nach Rücksprache mit den Eltern vernichtet. Zehn Kontrollen bei Autofahrern auf Drogen blieben ohne Ergebnis, mehr als ein Dutzend Kontrollen auf Drogen ergaben drei Sünder, von denen aber nur einer seinen Führerschein abgeben musste. Diese Bilanz zwischen dem 9. und dem 22. Februar bestätigt aus Winklers Sicht, dass die Narren das Fahren zur oder von der Fasnet gut organisieren und dafür sorgen, dass der Mensch am Steuer nüchtern bleibt.

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Autor: pes