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09. Januar 2012 16:14 Uhr
Continentalcup-Skispringen
Schnee aus Straßen und von Parkplätzen für die Schanze
Viel Schnee liegt zurzeit nicht im Hochschwarzwald – aber gerade so viel, dass das Continental-Skispringen in Titisee-Neustadt stattfinden kann. Hierzu wird das kostbare Weiß in der ganzen Stadt zusammengekratzt.
Der Continental-Cup am Wochenende – 13. bis 15. Januar – kann ausgetragen werden. Der städtische Bauhof und Unternehmer, die dem Skispringen wohl gesonnen sind, räumen den über das Wochenende gefallen Neuschnee aus den Straßen und von Parkplätzen und fahren ihn lastwagenweise ins Skistadion, wo die Hochfirstschanze vollends hergerichtet wird. Schneetransport vom Feldberg wäre zu aufwendig, sagt Joachim Häfker als Verantwortlicher. Die Wettervorhersage erscheint ihm stabil genug, sodass nicht die ganze Arbeit für die Katz’ sein dürfte.
Eigentlich hätte der Daumen schon am Freitag gehoben oder gesenkt werden müssen zur frühen Information der Nationen. Mit dem Schneebeauftragten des Weltskiverbands saß man zusammen und beratschlagte die Aussichten. Die Lage am Mittwochabend hatte auf einen Absage hingedeutet, und sie blieb kritisch. Am Freitag war die Tendenz: "Wir probieren es."
Aber man durfte die Entscheidung bis Montag hinauszögern, um sich sicher sein zu können. Am Montagmorgen nun verständigten sich Schanzenchef Matthias Schlegel und Häfker auf grünes Licht. Zugute kommt ihnen, dass der Anlauf weitgehend steht und dank der Kühlung konserviert wird. Und nun wird Neuschnee angefahren, eingeblasen und eingebaut – viel Arbeit ist das, denn der Aufsprung war blank und der Auslauf kümmerlich.
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16 Nationen haben gemeldet, etliche Springer haben Weltcup-Erfahrung, teils von der Vierschanzentournee. Die Österreicher beispielsweise bringen Stefan Hayböck, Mario Innauer und David Unterberger mit, die Norweger kommen mit Kenneth Gangnes und Andreas Stjernen, die Slowenen haben Mitja Meznar und Primoz Pikl dabei. Im 16-köpfigen deutschen Aufgebot sind die bekanntesten Namen Pascal Bodmer, Felix Schoft, Markus Eisenbichler, Georg Späth, Niclas Wangler, Kevin Horlacher und Julian Musiol. Zudem vertreten sind Polen, Japan, Russland, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Finnland, die Slowakei, die Ukraine, Rumänien, USA und Kanada.
Freitag, 13. Januar, um 12.30 Uhr beginnt das offizielle Training (Eintritt frei). Am Samstag und Sonntag folgt dem Training (12.30 Uhr) das Einzelspringen (13.30 Uhr) mit anschließender Siegerehrung. Hier bezahlen Erwachsene 9 Euro, Jugendliche, Studenten und Schwerbehinderte 6 Euro. Kinder unter elf Jahren haben freien Eintritt.
- Hintergrund: Skisprung-Weltcup kehrt nach Titisee-Neustadt zurück
Autor: Peter Stellmach





