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09. Januar 2012 16:14 Uhr

Continentalcup-Skispringen

Schnee aus Straßen und von Parkplätzen für die Schanze

Viel Schnee liegt zurzeit nicht im Hochschwarzwald – aber gerade so viel, dass das Continental-Skispringen in Titisee-Neustadt stattfinden kann. Hierzu wird das kostbare Weiß in der ganzen Stadt zusammengekratzt.

  1. Schnee wird auf Parkplätzen in Neustadt in Lastwagen geladen Foto: Sebastian Barthmes

  2. und auf den Aufsprunghügel gefahren und von der Pistenraupe eingefahren. Foto: Sebastian Barthmes

  3. Der Blick, den ein Athlet beim Absprung auf Neustadt hat. Foto: Peter Stellmach

Der Continental-Cup am Wochenende – 13. bis 15. Januar – kann ausgetragen werden. Der städtische Bauhof und Unternehmer, die dem Skispringen wohl gesonnen sind, räumen den über das Wochenende gefallen Neuschnee aus den Straßen und von Parkplätzen und fahren ihn lastwagenweise ins Skistadion, wo die Hochfirstschanze vollends hergerichtet wird. Schneetransport vom Feldberg wäre zu aufwendig, sagt Joachim Häfker als Verantwortlicher. Die Wettervorhersage erscheint ihm stabil genug, sodass nicht die ganze Arbeit für die Katz’ sein dürfte.

Entscheidung am Montagmorgen

Eigentlich hätte der Daumen schon am Freitag gehoben oder gesenkt werden müssen zur frühen Information der Nationen. Mit dem Schneebeauftragten des Weltskiverbands saß man zusammen und beratschlagte die Aussichten. Die Lage am Mittwochabend hatte auf einen Absage hingedeutet, und sie blieb kritisch. Am Freitag war die Tendenz: "Wir probieren es."

Aber man durfte die Entscheidung bis Montag hinauszögern, um sich sicher sein zu können. Am Montagmorgen nun verständigten sich Schanzenchef Matthias Schlegel und Häfker auf grünes Licht. Zugute kommt ihnen, dass der Anlauf weitgehend steht und dank der Kühlung konserviert wird. Und nun wird Neuschnee angefahren, eingeblasen und eingebaut – viel Arbeit ist das, denn der Aufsprung war blank und der Auslauf kümmerlich.

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16 Nationen haben gemeldet, etliche Springer haben Weltcup-Erfahrung, teils von der Vierschanzentournee. Die Österreicher beispielsweise bringen Stefan Hayböck, Mario Innauer und David Unterberger mit, die Norweger kommen mit Kenneth Gangnes und Andreas Stjernen, die Slowenen haben Mitja Meznar und Primoz Pikl dabei. Im 16-köpfigen deutschen Aufgebot sind die bekanntesten Namen Pascal Bodmer, Felix Schoft, Markus Eisenbichler, Georg Späth, Niclas Wangler, Kevin Horlacher und Julian Musiol. Zudem vertreten sind Polen, Japan, Russland, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Finnland, die Slowakei, die Ukraine, Rumänien, USA und Kanada.

Service: Ablauf und Eintrittspreise

Freitag, 13. Januar, um 12.30 Uhr beginnt das offizielle Training (Eintritt frei). Am Samstag und Sonntag folgt dem Training (12.30 Uhr) das Einzelspringen (13.30 Uhr) mit anschließender Siegerehrung. Hier bezahlen Erwachsene 9 Euro, Jugendliche, Studenten und Schwerbehinderte 6 Euro. Kinder unter elf Jahren haben freien Eintritt.

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Autor: Peter Stellmach


1 Kommentar

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Oliver Schmidt  

Oliver Schmidt

Registriert seit: 07.05.2011

Kommentare: 65

10. Januar 2012 - 01:48 Uhr

wahnsinn, eine schauinslanklassik wird kritisiert, weil dort benzinkutschen unterwegs sind und hier wird eine wahnsinnige umweltverschmutzung betrieben um einen event an land zu ziehen. was sagen unsere grünen politiker zu solch einem aufwand? in freiburg brauch man einen ablass um mit einem auto zur arbeit fahren zu können und hier?

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